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Roter Mondeo kaufen: Die Farbe, die "sich nicht mehr verkauft"
Kirschrot gilt als "zu auffällig" für alle, die einen Mondeo suchen; der Markt tendiert zu Grau- und Blautönen, ein V70 von 2006 mit 250.000 km wird für 4.500 Euro angeboten
Roter Mondeo kaufen: Die Farbe, die "sich nicht mehr verkauft"
Rot verkauft sich nicht mehr – oder zumindest behaupten das alle, die einen gebrauchten Ford Mondeo suchen und Kirschrot wegen seiner Auffälligkeit ausschließen. Die Diskussion über einen Kombi in Kirschrot —dunkel, aber eben doch rot— hat ein ernsteres Thema ans Licht gebracht: Für die Beteiligten ist die Farbe längst kein ästhetisches Detail mehr. Sie beeinflusst die Wahl und sogar, wie leicht man unbemerkt bleibt. Und in der Debatte gewinnt die Unauffälligkeit haushoch.
Warum laut der Debatte kaum noch rote Autos gebaut werden
Der Markt bewegt sich zur Unauffälligkeit. Dezente Töne —Mittelgrau, Silber, Dunkelblau— beherrschen die Straßen, und manche stellen fest, dass Autos ab Werk kaum noch rot lackiert werden. Die Erklärung, die kursiert, ist einfach: Was sich nicht verkauft, wird nicht gebaut. Dunkelblau überlebt dagegen und hat eine treue Fangemeinde.
Auch Schwarz kommt nicht davon. Es gilt als Trauerwagen-Farbe, ist nachts unsichtbar, wird beim Hinschauen schmutzig und wird im Sommer brütend heiß. Ein Cocktail von Nachteilen für eine Farbe, die auf dem Papier der König der Unauffälligkeit sein müsste. Für die, die sie ausschließen, wiegen diese Nachteile schwerer als jedes ästhetische Argument.
Das 'Schattenauto' und der Wert, unbemerkt zu bleiben
Gegen das laute Rot wird das Schattenauto verteidigt: das Auto, das untertaucht und niemandes Aufmerksamkeit erregt. Ein Mondeo ST200 wird als Beispiel für einen Sleeper genannt, ein Fahrzeug, das seine Leistung nicht herausschreit. Das Problem: Kirschrot tut genau das Gegenteil – es leuchtet. "Damit fährst du in einen Kiefernwald und wirst schon von der Wache aus entdeckt", fasst die schelmischste Position zusammen.
In der Debatte prallen Ästhetik und Nutzen aufeinander: Eine auffällige Farbe verrät genau den, der unbemerkt bleiben will.
Volvo V70: viel Auto und viel Wartung
Wenn der Fokus von der Farbe auf den Motor wechselt, wird es genauso hitzig. Ein Volvo V70 von 2006 mit 250.000 km wurde für 4.500 Euro angeboten – aus Käufersicht ein hoher Preis, verhandelbar auf 3.000. Das Argument: Er gilt als teuer in der Unterhaltung, und viele Exemplare wurden mangels Pflege aufgegeben.
Es gibt auch ein Gegenargument. Wer einen hatte, versichert, dass die Wartung außerhalb der offiziellen Werkstatt auf Ford-Niveau bleibt und dass man vieles selbst machen kann. Sein Exemplar, ein D4 AWD, wurde mit über 360.000 km verkauft und ist noch immer unterwegs. In Anzeigen gibt es welche mit über 400.000 km – ein Hinweis auf ihre Langlebigkeit und darauf, warum sie die Werte erzielen, die sie erzielen.
Die Nutzung, die fast niemand zugibt: im Auto schlafen
Der wahre Grund für all das Interesse an Unauffälligkeit erscheint am Ende: im Auto schlafen. Eine Matratze, keine Möbel, vielleicht eine Solar-Ladelösung für den Laptop. Die Idee: an versteckten Orten parken, ohne Aufmerksamkeit zu erregen.
Und da ist Kirschrot ein Ballast. Die Ästhetik zählt wieder, aus praktischen Gründen: Je weniger sichtbar, desto besser. Ein Auto, das untertaucht, ist das Ziel; eines, das auffällt, ist ein Problem. Die Farbe, die wie eine Laune wirkte, entpuppt sich als Logistik.
Wenn der Trend anhält, wird Rot weiter an Boden verlieren, während Grau- und Blautöne sich halten. Auch wenn niemand den Sieg der Gegenseite ausschließt: Wer ein rotes Auto besitzt und liebt, beteuert, dass es nach einer Wäsche wie die Sonne strahlt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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