Romay fordert würdige Renten für Olympia-Athleten ohne Beitragszahlung

Fernando Romay, olympischer Silbermedaillengewinner von 1984, setzt sich für angemessene Renten für Sportler ein, die nicht in die spanische Sozialversicherung eingezahlt haben.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Romay fordert würdige Renten für Olympia-Athleten ohne Beitragszahlung
Romay fordert würdige Renten für Olympia-Athleten ohne Beitragszahlung

Was passiert, wenn ein olympischer Medaillengewinner 65 Jahre alt wird und feststellt, dass seine Rente nur das Minimum beträgt? Fernando Romay, der mit der spanischen Basketball-Nationalmannschaft bei den Spielen in Los Angeles 1984 Silber gewann, berichtete dies in der Talkshow Y ahora Sonsoles auf Antena 3. Jahrelang zahlten Athleten seiner Generation keine Beiträge in die Seguridad Social (die öffentliche Sozialversicherung Spaniens) ein, und nun müssen viele mit Ruhestandsbezügen leben, die um 30 % oder 40 % niedriger sind als ihnen zustehen würden. „Einige meiner Kollegen erhalten nur die minimale nicht-beitragsfinanzierte Rente“, sagte er. „Neulich sprach ein olympischer Athlet mit uns, der an zwei Olympischen Spielen teilgenommen hat und nur 600 Euro monatlich erhält.“

Romay fordert nichts für sich selbst: Er erkennt an, dass die Beitragszahlung im Mannschaftssport einfacher war, da es Gehaltsabrechnungen und das allgemeine System gab. Das Problem liegt im Individual- und Verbandsport, wo das Arbeitsverhältnis diffus und die Beitragszahlung freiwillig oder gar nicht vorhanden war. „Ich habe mit dem Staatssekretär für Sport gesprochen, und er sagte mir, dass dies bereits in den Händen der Seguridad Social liegt“, erklärte er. Seine Forderung: Die Jahre im Verband sollen als Beitragsjahre anerkannt werden, und eine Lösung muss schnell gefunden werden. „Die Leute bekommen immer mehr Probleme.“

Was das Gesetz über die Beitragszahlung von Sportlern sagt

Die Gesetzgebung kam spät und stückweise. Fußballer wurden durch das Königliche Dekret 2806/1979 in die Sozialversicherung aufgenommen. Andere Athleten, die bei Vereinen angestellt waren – wie Basketball- und Handballspieler – mussten auf das noch gültige Königliche Dekret 1006/1985 warten, das das besondere Arbeitsverhältnis professioneller Sportler regelt. Davor deckte das Königliche Dekret 318/1981 jene ab, die bereits einen Vereinsvertrag hatten.

Die Lücke bestand für Verbandsathleten ohne Vereinsgehalt: Laut Forennutzern mussten sie als Selbstständige unter der besonderen Vereinbarung für Hochleistungssportler einzahlen, ein Weg, den viele nicht kannten. Das Ergebnis ist eine abgebrochene Beitragskarriere in den Dreißigern und Jahrzehnte der Lücken bis zur Rente. Romay fasst zusammen: „Mit 20 Jahren, wenn man am Höhepunkt der Karriere steht, nimmt man alles als selbstverständlich hin. Man ging davon aus, dass es Standard sei.“

Die Debatte: Öffentliche Zahlung oder private Vorsorge?

Die gesellschaftliche Reaktion spaltet sich in zwei Lager. Eine Strömung vertritt die Ansicht, dass wer nicht eingezahlt hat, später keinen Anspruch auf eine beitragsfinanzierte Rente erheben kann, und argumentiert, dass Eliteathleten genug verdient hätten, um ihre eigene Vorsorge aufzubauen. „Wenn du nicht eingezahlt hast, dann hast du eben nicht eingezahlt“, fasst eine verbreitete Haltung zusammen: Die resultierende Rente sollte das Minimum sein, genau wie für jeden Selbstständigen, der die niedrigste Basis gezahlt hat.

Die andere Strömung unterscheidet zwischen Sportarten. Im Fußball oder Basketball ermöglichten die Gehälter eine Vorsorge; in Nischendisziplinen und im Olympismus war das nicht der Fall. „Das Einkommen eines Sportlers kommt in sehr spezifischen Jahren, und das ist besonders hart in Nischensportarten und im Olympismus, wo man sich in einer legislativen Grauzone befindet, halb Amateur, halb Profi“, argumentiert diese Position. Der Fall des Radfahrers Ángel Arroyo, Zweiter bei einer Tour de France, der heute eine Autowaschanlage betreibt, wird als Beweis angeführt, dass sportlicher Erfolg keine goldene Rente garantiert.

Wer ist zuständig für die Lösung?

Die Angelegenheit liegt laut Aussage des Staatssekretärs für Sport gegenüber Romay in den Händen der Seguridad Social. Der zirkulierende Vorschlag: Die Verbandsjahre sollen als Beitragsjahre gewertet werden, wobei die Verbände in die Berechnung einbezogen werden. Im Mannschaftssport erleichtern Gehaltsaufzeichnungen die Rekonstruktion der Bemessungsgrundlagen und Zeiträume; im Individualsport muss verbandweise verhandelt werden.

Romay fordert Schnelligkeit: „Kann das gelöst werden? Lasst uns nach einer Lösung suchen. Ich würde jedoch bitten, dass es schnell geht, denn die Leute bekommen immer mehr Probleme.“ Die bereits existierende Alternative ist die freiwillige Einzahlung bis zur Höchstrente, doch dies erfordert Einkommen und Weitsicht, zwei Dinge, die nicht immer das Ende einer Sportkarriere begleiten.



Die Paradoxie ist deutlich: Ein Land, das olympische Medaillen feiert, stellt fest, dass einige ihrer Gewinner im Alter nur die minimale nicht-beitragsfinanzierte Rente beziehen. Romay fordert Eile. Der Ball liegt bei der Seguridad Social.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (107 Antworten).

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