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Rindfleisch 60 % teurer als 2021: die neue Normalität
Entrecôte für 22 €/kg und Rindfleisch 60 % teurer als 2021: So normalisiert sich die Rechnung an der Fleischtheke.
22 € pro Kilo Entrecôte: die neue Normalität im Einkaufskorb
Ist es normal, dass ein halbes Kilo Rinderentrecôte, ein Stück von etwa 23 Zentimetern Breite, an der Kasse fast 12 Euro anzeigt? Nach den heutigen Preisen: ja. Das Kilo kostet rund 22 Euro, und wer regelmäßig Fleisch kauft, wundert sich nicht mehr: Das liegt im Erwarteten, auch wenn es im Vergleich zu vor fünf Jahren extrem teuer ist.
Der Preis, den niemand mehr anfechtet
Die Szene hat ihren Reiz: Ein Verbraucher, der die Metzgertheke nicht gewohnt ist, bestellt ein Entrecôte, schätzt nach Größe statt nach Gewicht und erlebt an der Kasse die Ernüchterung. Die Antwort des Marktes ist fast einstimmig: Bei 22 Euro pro Kilo kostet das halbe Kilo genau das. Im Angebot war er schon für 15-18 Euro zu haben, die Angus-Varianten steigen auf über 30. 12 Euro für zwei Steaks sind keine Anomalie; das ist der Marktpreis.
Das Rind steigt doppelt so schnell wie alles andere
Interessant ist nicht der Kassenbon, sondern der Trend. Der VPI für Rindfleisch, Stand Juli 2026, summiert seit Januar 2021 ein Plus von 60 %. Der Gesamtindex liegt im selben Zeitraum bei +26,1 %. Rindfleisch ist mehr als doppelt so stark gestiegen wie der Rest der Wirtschaft, und im letzten Jahr liegt es immer noch bei +9,9 %. Es ist nicht „Fleisch“ im Allgemeinen: Schweinefleisch summiert seit 2021 +30,1 % und Hähnchen +30,8 %, in zwölf Monaten praktisch flach. Wer mit dem Rind Schritt hält, ist das Schaf mit +57 %. Die beiden Wiederkäuer – ausgerechnet die, die von einer Herde abhängen, die in weiten Teilen Europas schrumpft.
Normal oder normalisiert?
Hier prallen zwei Lesarten aufeinander. Die eine sagt, das seien Marktpreise, und wer hochwertiges Rindfleisch will, zahle diesen Aufpreis. Die andere fasst es in einem Wortspiel zusammen: Der Preis ist nicht normal, er ist normalisiert; und die Qualität hält in vielen Regalen nicht mit. Bleibt die praktische Entscheidung: Manche erinnern daran, dass dasselbe Geld bei Kartoffeln für 0,45 Euro pro Kilo weiterreicht, wobei der Zehn-Kilo-Kauf auch seinen eigenen Abfall erzeugt.
Wer das Problem umgehen will, bleibt beim Hähnchen, Schweinefleisch oder Stücken für 7-8 Euro pro Kilo. Aber man weiß ja: Das ist kein Entrecôte. Und was man nicht isst, steigt nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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