RFEF plant Entlassung von Camps, García Caba und Rivera vor

Der spanische Fußballverband RFEF bereitet die sofortige Kündigung von drei Funktionären vor, die von den Nationalspielerinnen kritisiert wurden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

RFEF plant Entlassung von Camps, García Caba und Rivera vor
RFEF verhandelt drei Kündigungen nach Gipfeltreffen in Oliva

Kann eine Gruppe von Fußballerinnen die Führung eines Verbandes entmachten? Die RFEF steht kurz davor, mit Ja zu antworten, zumindest teilweise. Nach dem Treffen zwischen Víctor Francos und den Spielerinnen der spanischen Nationalmannschaft arbeitet der Verband an der sofortigen Entlassung von drei Funktionären, deren Namen im Kommuniqué der Fußballerinnen explizit genannt wurden: Generalsekretär Andreu Camps, Integritätsbeauftragter Miguel García Caba und Marketingdirektor Rubén Rivera. Es ist keine Drohung für die Zukunft. Es sind Ausstiege in Vorbereitung.

Welche Positionen stehen auf der Abschussliste

Das am vergangenen Freitag veröffentlichte Schreiben der Spielerinnen listete fünf Forderungen auf: Umstrukturierung des Organigramms des Frauenfußballs, Umstrukturierung des Präsidialbüros und der Generalsekretariat, Rücktritt des RFEF-Präsidenten, Umstrukturierung von Kommunikation und Marketing sowie Umstrukturierung der Integritätsabteilung. Pedro Rocha hatte um Zeit gebeten. Diese Zeit ist nun faktisch abgelaufen.

Die drei benannten Abteilungen haben bereits einen zugehörigen Namen, und dieser Name steht auf der Liste der Abgänge. Neben ihnen hat der Verband bereits zwei weitere gewichtige Personalien vollzogen — Rubiales und Jorge Vilda — und Elvira Andrés als Büroleiterin sowie Marisa González als Leiterin für Gleichstellung installiert. Das Gesamtbild wird als Teil der laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts dargestellt. Zum Zeitpunkt dieses Berichts wurde die Abberufung von Andreu Camps direkt als Eilmeldung gemeldet.

Wer kann bei der RFEF ernennen und absetzen?

Die Verbandsführung wird von den Vereinen gewählt, wenn auch indirekt, und nicht von den Spielerinnen. Dies ist der Kern des institutionellen Arguments: Die RFEF ist keine Abteilung des Frauenfußballs, sondern der Rahmen für den gesamten organisierten Fußball. Hinzu kommt, dass das Verhältnis der Nationalspielerinnen zum Verband kein arbeitsrechtliches ist. Sie besitzen eine Verbandslizenz, wie jeder andere lizenzierte Akteur, und sind nur durch die Nominierung gebunden: Wenn der Wettbewerb endet, kehren sie zu ihren Vereinen zurück, und ihre Bindung entspricht der eines jeden Spielers aus der regionalen Liga.

Dem gegenüber steht die gegenteilige Lesart: In der Praxis entscheidet der kombinierte Druck der Spielerinnen, der Regierung und die internationalen Imagekosten darüber, welcher Kopf jetzt rollt. Daher die wiederholte Sorge in verschiedenen Kreisen, dass jedes Zugeständnis die nächste Forderung öffnet. Parallel dazu taucht der juristische Weg auf: Manche rechnen mit einer Anklage wegen Nötigung und Beleidigung gegen die Fußballerinnen. Und bezüglich der Entlassungen lautet die Warnung rein buchhalterisch: Werden sie ohne Grund ausgesprochen, kann ein Arbeitsgericht sie als unwirksam erklären.

Frauenfußball und die Kasse, die ihn trägt

Ganzes Geld, das der Verband bewegt, fließt aus dem Männerfußball. Auf dieser Basis argumentiert eine Analyse, dass der Frauenfußball sich nicht selbst tragen würde und sein Wachstum von einer faktischen Subventionierung abhänge. Die praktische Konsequenz daraus: Ohne Ticketverkäufe, Merchandising oder Rechte, die die Struktur decken, hat die Fähigkeit, Forderungen zu stellen, eine schwer leugnbare Obergrenze.

Diese Asymmetrie lässt sich einfach beschreiben. Wenn niemand für das Produkt zahlt, stammt jeder Euro für die Struktur des Frauenfußballs aus der Kasse des Männerfußballs, und wer diese interne Überweisung unterschreibt, erwartet etwas im Gegenzug, sei es auch nur sozialen Frieden. Dies ist das Argument, das am häufigsten gehört wird, wenn gefragt wird, wer die Party bezahlt.

Auf der anderen Seite wird erwidert, dass die Diskussion über die Finanzen als Vorwand genutzt wird, um nichts zu ändern, und dass die Sichtbarkeit und Sponsorenverträge, die nach dem Skandal kamen, wirtschaftlichen Wert haben, auch wenn sie nicht in der Bilanz auftauchen. Was niemand bestreitet, ist, dass der Kampf mit fremdem Geld auf dem Tisch ausgetragen wird.

Die WM mit 32 Teams und andere unbequeme Zahlen

Das Turnier, das all dies auslöste, wurde mit 32 teilnehmenden Nationalteams aus insgesamt mehr als 200 Ländern gespielt. Dieses Ungleichgewicht wird als Beweis dafür angeführt, dass der Wettbewerb eine künstliche Konstruktion mit Teams sehr niedrigen Niveaus sei. Es ist eine Bewertung, keine Messung: Niemand hat diese Teams mit Daten belegt gegen eine vierte männliche Liga verglichen.

Was feststellbar ist, ist die Kluft in Zuschauern und Einnahmen zwischen Männer- und Frauenfußball sowie die Boykottaufrufe, die unter Sponsoren kursieren. Wenn jemand aufgefordert wird, Eintritt zu zahlen, ändert sich der Ton der Unterhaltung.

Der Konflikt verlässt den Sportplatz

In den letzten Abschnitten driftet das Gespräch vom sportlichen Bereich ab. Taucht die politische Lesart auf — wer platziert wen im Organigramm — und eine arbeitsrechtliche Komponente: Anekdoten über die Einstellung von Frauen in Unternehmen, Verallgemeinerungen ohne statistische Grundlage und Behauptungen über angebliche interne Direktiven.

Es empfiehlt sich, Fakten von Eindrücken zu trennen. Zur Präsenz von Frauen in den Kaderlisten gibt es nur vereinzelte Fälle aus erster Hand, ohne jegliche Zahl, die sie stützt. Stammtischgerede, bei aller gebotenen Achtung vor den Stammtischen.

Bleibt ein Trost für die Bürokraten: Wenn das Kriterium dafür, wer überflüssig ist, darin besteht, wer beliebter ist, wird der nächste Kalender das neue Organigramm bestimmen. Und der Kalender präsentiert, anders als ein Generalsekretär, keine Einwendungen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (141 Antworten).

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