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Rekord bei Konsumkrediten: 11,24 Milliarden Euro in einem Monat
Der ausstehende Kreditbestand stieg um 11,240 Mrd. Euro, ein Rekordwert laut ABC. Ein Teil dient der Finanzierung von Urlaub.
Urlaubsfinanzierung auf Rekordhoch: 11,240 Mrd. Euro in einem Monat
In den Bankenfilialen häufen sich derzeit dieselben Anfragen: Geld für die August-Ferien und, in manchen Fällen, ein neuer Kredit zur Ablösung des alten. Der ausstehende Kreditbestand schoss im Juni um 11,240 Milliarden Euro in die Höhe – der stärkste Anstieg eines Junis seit Beginn der statistischen Erfassung, wie Daten von ABC zeigen. Diese Zahl misst nicht die Nachfrage, sondern die bereits aufgelaufene Verschuldung. Ein Teil dieser Schulden wurde aufgenommen, um eine Woche außerhalb des eigenen Zuhauses zu verbringen.
Bankangestellte berichten ohne Umschweife: Nie zuvor kamen so viele Kunden, um Kredite aufzunehmen, darunter auch solche, die einen neuen Kredit benötigen, um einen alten zu tilgen. Dies ist keine Übertreibung vom Schalter, sondern die alltägliche Konsequenz eines wachsenden Bestands. Nie zuvor wurden mehr Kredite für Urlaubsreisen aufgenommen. Niemand gibt dies beim Abendessen offen zu, doch die aggregierten Daten sind eindeutig.
Warum nehmen Familien Kredite für den Urlaub auf?
Die Erklärung ist pragmatisch und wenig frivol. Für Familien mit Kindern, Hypothek und knappem Gehalt ist das monatliche Budget so eng, dass eine Wochenreise nur durch Finanzierung möglich wird. Betroffene sprechen nicht von Launen, sondern davon, elf Monate lang keinen Euro gespart zu haben. Der Sommer wird vom Luxusgut zum einzigen Ventil des Jahres.
Ein anderer Aspekt ist weniger nobel. Manche argumentieren, Kinder wollten nicht unbedingt Strand, sondern spielen; doch oft wird mit dem Kredit eher ein Foto und der Vergleich mit Nachbarn finanziert. Kaum jemand gesteht ein, sich für den Urlaub verschuldet zu haben, doch die Gesamtstatistik zeigt den höchsten Wert aller Zeiten.
Was kostet ein Urlaubskredit?
Das Geschäft läuft wie geschmiert. Ein Nutzer berichtete von einem Bankangebot über 25.000 Euro für »Traumurlaube«, wobei die App per Klick bis zu 50.000 Euro ohne weitere Prüfung freigibt. Werbung erreicht alle, auch Reiseabhängige oder riskante Schuldner. Eine schnelle Online-Suche reicht, damit das Smartphone ständig Kreditangebote anzeigt.
Die Zinsen liegen laut Berichten bei rund 9%. Das erzeugt eine Paradoxie: Wer nicht sparen kann, zahlt am Ende mehr als er hätte können, während wer keine Finanzierung braucht, diese auch nicht beantragt. Es fehlt nicht an Geld, sondern an finanziellem Spielraum.
September kommt vor dem Gehalt
Kaum sind die Urlaubskosten beglichen, folgt die Rechnung für den Schulstart. Lehrbücher kosten in Spanien durchschnittlich 22,15 Euro, verglichen mit 16,95 Euro in Deutschland, 17,71 Euro in Österreich und 18,71 Euro im Vereinigten Königreich (Daten von idealo). Der Unterschied zu Deutschland beträgt 30,67%, also etwa 5,20 Euro pro Buch.
Zahlungen werden aufgeschoben, in Raten geteilt oder über Karten abgewickelt. Wer gerade erst die Ferienraten zahlte, blickt nun mit Sorge auf Weihnachten. Dieser Ausgabenzyklus kennt keine Pause.
Verzug, Pfändung und wer die Last trägt
Experten warnen vor steigender Arbeitslosigkeit, schwächelndem Konsum und Zahlungsausfällen. Wenn Einkommen fehlen, wird der Urlaubskredit zum Problem. Initiativen betroffener Konsumenten fragen: Wer übernimmt die Verluste?
Im Diskurs prallen Ansichten aufeinander: Einige sehen die Sozialisierung von Schulden als ungerecht an, wenn private Entscheidungen dahinterstecken. Andere kritisieren, dass Sparmaßnahmen oft nur Bürger treffen, während die öffentliche Verschuldung in vier Jahren um 50% stieg.
Die unsichtbare Seite der Verschuldung
Neben dem Urlaubsboom berichten Medien von explodierenden Kurzzeitkrediten für Treibstoff, Strom und Lebensmittel nach Preiserhöhungen. Diese Realität spiegelt wider, was auf der Straße passiert, besser als die Schlagzeilen über finanzierte Ferien.
Spanien zeigt zwei Gesichter der Verschuldung: Die glamouröse Urlaubsseite und die stille Notlage bei Grundbedürfnissen. Nur eine erscheint auf den Fotos des Augusts.
Grafikdaten: Durchschnittlicher Preis für Lehrbücher: Spanien 22,15 € vs. Deutschland 16,95 €, Österreich 17,71 € und Großbritannien 18,71 €.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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