Reihenhaus: Bezahlen wie ein Einfamilienhaus, leben wie in einer Wohnung
Vier Jahre Diskussion über dieselbe Frage haben das Ergebnis nicht geändert: Das Reihenhaus verteilt seine Kosten am schlechtesten. Es vereint die Nachteile des Einfamilienhauses – Wartung, Sicherheitsbedenken, Autoabhängigkeit – mit denen des Mehrfamilienhauses – enge Nachbarschaft, Gemeinschaftsregeln, Lärm –, ohne dafür nutzbare Fläche oder Ruhe zu bieten. Die häufigste Beschwerde, die fast jede Diskussion über diese Wohnform eröffnet, ist der Geruch.
Grillen: Ist es im Reihenhaus verboten?
Das hängt von der Gemeinde ab, und diese Unklarheit erklärt, warum das Thema nie abgeschlossen wird. Manche behaupten, es sei anzeigbar, andere erwidern, dass das Verbot kommunal geregelt ist – jede Gemeinde entscheidet selbst –, und keine allgemeine Regel darstellt. Was jedoch außer Frage steht, sind die Lärmschutzzeiten nach 23 Uhr. Das eigentliche Problem ist rechtlich nicht relevant, sondern liegt in den Anreizen: Den Nachbarn anzuschneiden führt zu lebenslangem Konflikt und bedeutet, dass man selbst nie wieder grillen kann. Niemand akzeptiert diesen Frieden. Also riecht es nach Grillrauch bis in die Nachbar-Garage, und es passiert nichts.
Lärm und Nachbarn: Der einzige Punkt, bei dem alle zustimmen
Lärm dominiert klar. Es ist keine Frage der Höflichkeit, sondern der Geometrie: Zwischen dem Hintergarten einer Wohneinheit und dem des Nachbarn können sieben oder acht Meter liegen. Dort passt ein Grillplatz, ein Kind, ein Hund und ein lautes Gespräch hinein. Und eine Trennwand überträgt genauso gut das Bild, das sonntags um sieben Uhr morgens aufgehängt wird.
Die Liste ist lang und deckt sich im Wesentlichen: Hunde, Partys, Treppen, Kälte. Aber das wiederkehrendste Muster ist ein anderes. In einem Einfamilienhaus mit 1.000 m² Grundstück wohnen garantiert keinen Lärmfreiheit, denn wenn der Nachbar im Garten ruft, hört man ihn genauso laut, als stünde er direkt daneben. Der Unterschied zwischen einem freistehenden Haus und einem Reihenhaus mit 50 m² Innenhof ist graduell, nicht grundsätzlich. Daher die häufigste Schlussfolgerung: Abstand macht bessere Nachbarn.
Was kostet ein Reihenhaus und was bekommt man dafür?
Hier tun die Zahlen weh. Ein typisches Reihenhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche plus Garage bietet etwa 80 Quadratmeter nutzbare Fläche. Wer kauft, erwartet nutzbare Quadratmeter, erhält aber Bruttofläche: Flure, Treppenhaus und die Garage, die Platz wegnehmen.
Auf der anderen Seite die Alternative. Eine Wohnung mit 60, 70 oder 80 Quadratmetern gegenüber einem Reihenhaus mit 120 oder 150 Quadratmetern: Manche sehen keinen Unterschied, andere fassen es zusammen mit wie eine Wohnung, aber doppelt so teuer. Der extreme Fall beschreibt ein Maisonette-Apartment mit 40 Quadratmetern pro Etage, schmalen Treppen, einem Vorgarten von 15 Quadratmetern, der von einer Mauer umgeben ist, durch die alle hindurchgehen, und einem Hinterhof, der aussieht wie eine Zelle.
Die Falle liegt in den laufenden Kosten. Heizung in einem schlecht gedämmten Haus und die Pflege eines kleinen Grundstücks fressen den Preisunterschied innerhalb weniger Jahre auf. Und die Treppen: den ganzen Tag hoch und runter zum Schlafen, für Shampoo, für ein T-Shirt. Manche lösen dies mit einem Zimmer im Erdgeschoss. Manche gehen nie wieder hoch.
Einbrüche, Sicherheit und der Effekt des Siedlungsrandes
Ein Teil der Analysen besagt, dass große Reihenhaussiedlungen ein leichtes Ziel sind: 50 Wohneinheiten und Einbrüche in mehr als 40 davon, laut einer Aussage, wobei die nächste Polizeistation 50 Autominuten entfernt liegt. Hinzu kommt das Gefühl, dass gegenseitige Überwachung nutzlos ist.
Die Gegenargumente kommen schnell und sind logisch: Ein Reihenhaus im Ortskern ist diesen Dynamiken nicht ausgesetzt. Das Risiko hängt von der Lage ab, nicht von der Bauform. Und es gibt ein drittes, unbequemes Argument: Wer sich ein freistehendes Haus leisten kann, will es oft nicht und bevorzugt die Sicherheit eines Mehrfamilienhauses mit Concierge, auch wenn das bedeutet, auf Fläche und Privatsphäre zu verzichten.
Reihenhaus, Wohnung oder Einfamilienhaus: Wo der Konsens bricht
Über das, was ein Reihenhaus ist, herrscht keine Einigkeit. Für manche vereint es das Schlimmste beider Welten; für andere, das Beste: Raum eines Hauses und Service einer Wohnung. Zwei Beschreibungen desselben Objekts, mit denselben Daten und entgegengesetzten Schlussfolgerungen.
Verwirrend ist die Hierarchie. Neben der kategorischen Skala – Einfamilienhaus besser als Reihenhaus, Reihenhaus besser als Wohnung – existieren Fälle, die sie brechen: Wer kein freistehendes Haus will, nicht einmal geschenkt; wer nie wieder in eine Wohnung zurückkehren würde, nicht einmal gezwungen; wer den Hauptnachteil bei den Nachbarn sieht, nicht beim Gebäude. Und eine Variable, die kaum jemand anfangs erwähnt, die aber entscheidend wird: ob eine Eigentümergemeinschaft besteht oder nicht. Mit Gemeinschaft gibt es Beiträge, Sonderumlagen, Regeln und einen Pool, in dem die Kinder der anderen baden. Ohne Gemeinschaft gibt es weniger Kosten und keinen formalen Weg, Konflikte zu lösen.
Es bleibt ein ungelöster Widerspruch. Das Reihenhaus ist die am stärksten kritisierte Form und gleichzeitig die, die am häufigsten gekauft wird. Die Zahlen deuten darauf hin, dass man den Preis eines Einfamilienhauses zahlt für das Zusammenleben wie in einer Wohnung. Mit diesem Wissen sollte die Entscheidung klar sein. Ist sie aber nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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