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Rechtsbündnis gewinnt Mehrheit in spanischen Umfragen
PP überholt PSOE mit 115 Sitzen, Vox nähert sich 18%: ElectoPanel zeigt Rechtsruck in Spanien.
Der Überholvorgang der PP gegenüber der PSOE hat konkrete Zahlen im ElectoPanel
Das ElectoPanel zeichnet seit Wochen ein Bild, das vor Kurzem noch undenkbar war: Die PP überholt die PSOE um fünf, acht oder elf Sitze; Vox nähert sich der 18%-Marke und Ciudadanos steht kurz vor dem Aus. In einer der jüngsten Erhebungen erreicht das rechte Lager 170 Sitze – ein Szenario, das in der vorherigen Legislaturperiode unmöglich schien.
Die Schätzungen sind nicht mehr nur Laborwerte, sondern werden zum unbequemsten Foto für die Regierung. Und wie so oft, wenn Umfragen das linke Lager nicht begünstigen, beginnen Zweifel an der Messmethode. Manche behaupten, das Panel habe eine ähnliche Tendenz wie das CIS, aber in entgegengesetzter Richtung. Das Wort "Wahlbetrug" taucht hier und da auf, doch niemand liefert Beweise.
Der Wahlumschwung, Woche für Woche
Die Zahlen lassen wenig Raum für Interpretationen. In der Ausgabe vom 28. November lag Vox nur 2,5 Punkte hinter der PP. Eine Woche später fiel die PSOE auf 112 Sitze. Die nächste Runde bestätigte den Überholvorgang: 113 Sitze für die PP gegenüber 108 für die Sozialisten, kurz darauf 115 gegen 107. Vox hält sich unterdessen bei 17-18% und streift die Marke von 60 Sitzen, ein historisches Maximum.
Auch die kleinen Parteien fallen in dieser Momentaufnahme durch. Ciudadanos, das einst um die politische Mitte kämpfte, stagniert bei 7,7% und liegt gleichauf mit ERC. Unidas Podemos schafft kaum mehr als 13%. Die Summe des rechten Lagers ergibt 170 Sitze.
Vox-Wähler outen sich öffentlich
Das gesellschaftliche Phänomen begleitet die Zahlen. In bestimmten Provinzen ist ein politisches "Outing" zu beobachten: Wähler, die bis vor vier Jahren ihre Stimme für Vox verheimlichten, geben sie nun offen zu. Dieser Faktor erklärt teilweise, warum die Partei trotz Appellen an das strategische Wählen der traditionellen Rechten nicht unter 17% fällt. Ähnliches geschah früher bei Podemos, als es kein Stigma mehr war, diese Partei zu wählen.
Die Untergrenze der PSOE sorgt für Diskussionen
Trotz Krisen und schwieriger Regierungsarbeit fällt die PSOE im ElectoPanel nicht unter 100 Sitze. Diese "Untergrenze" irritiert die Rechte und nährt Theorien über verzerrte Ergebnisse. Das ElectoPanel ist keine Wahlurne, aber es zeigt ein klares Bild eines Landes, das schneller nach rechts rutscht als die Institutionen reagieren können. Die nächste offizielle Umfrage wird zeigen, ob dieses Bild der Realität entspricht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Óscar Puente verteidigt die Amnestie als Entlastung für die Justiz und zur Vermeidung von Begnadigungen. Das Argument löst eine Debatte über den Sinn des Gerichtsverfahrens aus.