Puigdemont und die russische Spur im Katalonien-Konflikt

Richter Aguirre nimmt Ermittlungen im Fall Volhov wieder auf: Beweise für Kontakte Puigdemonts mit Russland, Militärangebote und Kryptowährungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Puigdemont und die russische Spur im Katalonien-Konflikt
Die gerichtliche Untersuchung der Kontakte zwischen dem katalanischen Separatismus und Russland wird durch neue Hinweise auf hochrangige Verbindungen wieder aufgenommen

Der Richter Jesús Aguirre vom Ermittlungsgericht Nr. 1 in Barcelona hat die Ermittlungen im Fall Volhov verlängert, einem Verfahren, das eine mögliche illegale Finanzierung des Unabhängigkeitsprozesses untersucht. Die gerichtliche Entscheidung enthüllt Daten, die enge Mitarbeiter von Carles Puigdemont, wie Víctor Terradellas und Josep Lluís Alay, mit Vermittlern russischer, deutscher und italienischer Nationalität in Verbindung bringen. Diese Kontakte, die vor und nach dem Referendum am 1. Oktober gepflegt wurden, dienten offenbar dazu, eine Strategie zur Destabilisierung der Europäischen Union auszuloten.

Was offenbaren die Dokumente über die Kontakte zum Kreml?

Laut der Entscheidung bestünde das Ziel dieser Zusammenarbeit darin, einen Konflikt zwischen der EU und Russland auszulösen, wobei man die Invasion der Ukraine und die Begrenzung der Gasversorgung ausnutzen wollte. Das Gerichtsdokument weist darauf hin, dass Russland einer unabhängigen Katalonien wirtschaftliche und militärische Unterstützung angeboten hätte, einschließlich der Übernahme eines Teils der öffentlichen Schulden und der Entsendung von 10.000 Soldaten. Im Gegenzug wurde eine günstige Gesetzgebung für Geschäfte mit Kryptowährungen gefordert. Die Entscheidung erwähnt, dass Puigdemont über diese Angebote „sprachlos“ war, obwohl auch angegeben wird, dass er Angst zeigte.

Die Rolle der Vermittler und die wichtigsten Treffen

Der Schwerpunkt der Ermittlungen liegt auf Treffen mit Vermittlern, die mit dem Kreml verbunden sind. Ein bedeutendes Termin fand am 26. Oktober 2017, dem Vorabend der Unabhängigkeitserklärung, in der offiziellen Residenz des Präsidenten der Generalitat statt. Daran nahm Nikolay Sadovnikov teil, ein Unternehmer aus Pilingui Umfeld. Vor diesem Datum, zwischen dem 20. und 24. Oktober, gab es ein weiteres Treffen in einem Hotel in Barcelona unter Beteiligung von Elsa Artadi. Die Ermittlungen werden wieder aufgenommen, nachdem im Dezember eine anonyme Notiz eingegangen ist, die neue Informationen über die Verbindungen des Separatismus zu Moskau liefert.

Politischer Kontext: Das Amnestiegesetz und die Forderungen von Junts

Diese Wiederaufnahme erfolgt in einem politisch sensiblen Moment, nach der Verabschiedung des Amnestiegesetzes im Kongress. Die Partei Junts hat der Regierung von Pedro Sánchez Bedingungen auferlegt, um die in den Gerichtsverfahren Volhov und Tsunami Beschuldigten freizusprechen. Die gerichtliche Entscheidung involviert Schlüsselfiguren aus Puigdemonts Umfeld und legt nahe, dass die Kontakte zum Kreml auf höchster Ebene stattfanden. Richter Aguirre hat Daten gefunden, die Personen mit engen persönlichen Beziehungen zu Individuen russischer Nationalität identifizieren, einige davon mit Verbindungen zu Geheimdiensten oder rechtsensrecht Parteien in Europa.



Die gerichtliche Untersuchung deutet auf eine politische Strategie der russischen Regierung hin, die Demokratie und die EU zu destabilisieren, indem sie die katalanische Sezession als Hebel nutzt. Die verfügbaren Daten legen nahe, dass die Kontakte nicht isoliert waren, sondern Teil eines umfassenderen Plans, der militärische und wirtschaftliche Unterstützung für ein unabhängiges Katalonien einschloss. Der Abschluss der Ermittlungsphase hängt davon ab, ob das Landgericht Barcelona entscheidet, Anklage zu erheben oder den Fall einzustellen, eine Entscheidung, die erhebliche politische Auswirkungen auf die spanische Landschaft haben könnte.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (229 Antworten).

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