PSA: Zahnriemenwechsel beim 1.2 PureTech jetzt alle 80.000 km

Stellantis erkennt bei 220.000 Fahrzeugen des 1.2 PureTech Motors einen vorzeitigen Zahnriemenwechsel an, da der ölgetränkte Riemen zu früh verschleißt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

PSA: Zahnriemenwechsel beim 1.2 PureTech jetzt alle 80.000 km
Zahnriemen beim 1.2 PureTech: PSA verkürzt das Wartungsintervall auf 80.000 km

Auf dem Papier war es eine Verbesserung: Ein im Öl laufender Zahnriemen, der 220.000 Kilometer halten sollte, leise war und den Verbrauch leicht senkte. In der Praxis hat sich der 1.2 PureTech Motor der PSA-Gruppe – heute Stellantis – zu einer der unangenehmsten Pannen im europäischen Automobilsektor entwickelt. Der Riemen zersetzt sich im eigenen Öl, löst Rückstände ab, verstopft die Pumpe und lässt den Motor liegen. Die von Betroffenen genannten Zahlen sprechen von 220.000 anerkannten Fällen, eine Menge, die sie selbst als zu niedrig einschätzen, zumal das Problem beim 1.0-Liter-Motor noch bevorsteht.

Das Thema ist nicht neu, taucht aber kaum in allgemeinen Schlagzeilen auf. Die meisten Diagnosen kursieren in Werkstätten, Besitzergruppen und unabhängigen Mechanikertests. Wer nach der offiziellen Stellungnahme sucht, findet vor allem Schweigen.

Was genau am 1.2 PureTech Motor passiert

Die Idee, den Riemen im Öl zu betreiben, zielte auf weniger Reibungsverluste, etwas mehr Leistung und ein paar Gramm weniger CO2 pro Kilometer. Das Problem entsteht, wenn dieses Öl mit Benzinresten und Kondenswasser kontaminiert wird, besonders bei kaltem Stadtverkehr. Das Benzin greift das Material des Riemens an, der sich zersetzt und Klumpen bildet.

Die Riemenstücke verstopfen schließlich die Ansaugöffnung der Ölpumpe. Ohne Schmierung ist das Ergebnis bekannt: Motorruin. Manche behaupten, der Ausfall komme ohne Vorwarnung, andere berichten von metallischem Geräusch, Rucken oder einer Fehleranzeige, die wieder ausgeht. Beides ist beruhigend.

Vom Intervall von 200.000 km auf 80.000 km: Die „Lösung“, die der Kunde bezahlt

PSAs Antwort war nicht die Neukonstruktion des Teils, sondern die Verkürzung des Wartungsintervalls. Der als ewig geltende Riemen muss nun alle 80.000 Kilometer oder sechs Jahre gewechselt werden, laut den kursierenden Daten. Bei einem konventionellen Trockenriemenmotor wäre dies fast schon das Minimum der Norm.

Der Kunde, sein Auto mit dem Versprechen von 220.000 Kilometern kaufte, sieht sich nun mit Kosten konfrontiert, die ihm niemand genannt hatte: Fast jährliche Riemen- und Ölwechsel, nicht durch Garantie gedeckt und im Vertragshändler alles andere als günstig. Das Dilemma ist unbequem: Der Riemen hält länger als ein Gummiteil eigentlich sollte, aber viel kürzer als beworben.

Welche Autos sind vom betroffenen 1.2 PureTech betroffen?

Der Motor betrifft die gesamte Gruppe. Die Benzinermodelle von Peugeot, Citroën, DS, Opel und dem Jeep Avenger teilen sich denselben Block, wobei ein Corsa aus 2020 bereits bei nur 30.000 Kilometern eine Panne meldete – ein auffälliger Fall. Außerhalb von PSA gibt es ähnliche Probleme bei anderen Herstellern: Der Ford 1.0 EcoBoost nutzt ebenfalls einen nassen Riemen und sammelt vergleichbare Beschwerden.

Die Zahlung ist nicht nur die Rechnung. Es gibt Besitzer, die ihr Auto vorzeitig verkaufen wollten, und die Marke hat das Vertrauen in ihre Zuverlässigkeit verloren, das sie von Dieselmotoren anderer Zeiten geerbt hatte. Die Paradoxie ist subtil: Die Motoren, die Citroën vor Jahrzehnten berühmt machten, haben nichts gemeinsam mit dem, was heute aus derselben Fabrik kommt.

Presse, die testet, statt recherchiert

Hier liegt der Punkt, der am meisten stört. Es wird argumentiert, dass Automagazine und -rubriken größtenteils von den Autos leben, die ihnen die Marken zum Testen leihen, und dass dies nicht hilft, systematische Designfehler zu veröffentlichen. Die Kritik ist unbequem, aber nicht unbegründet: Der Interessenkonflikt existiert und ist für jeden sichtbar.

Das Ergebnis ist, dass der PureTech-Fehler sich von Mund zu Mund, in Werkstätten und Besitzerforen verbreitet hat, während die breite Öffentlichkeit spät oder gar nicht informiert wurde. 220.000 Fälle anzuerkennen, ohne eine einzige anhaltende Medienkampagne, sagt viel über den Informationskreislauf der Branche aus.



Die Lösung der Marke besteht darin, wachsam zu sein, den Riemen vorzeitig zu wechseln und zu hoffen, dass das Öl nicht kontaminiert wird. Manche behaupten, das Problem betreffe nur jene, die sich vor dem Kauf nicht informieren. Die Frage bleibt offen: Wenn der Defekt seit Jahren bekannt war, warum wurde der Motor dann weiter verkauft?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (167 Antworten).

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