Pfarrer in Dos Hermanas verweigert Homosenshomo die Kommunion und entfacht kanonische Debatte
Ein Pfarrer in Dos Hermanas (Sevilla) hat einem homosenshomo Gemeindemitglied die Kommunion verweigert. Dieser Vorfall hat eine Diskussion neu entzündet, die die katholische Kirche seit Jahrzehnten begleitet: Darf ein Priester das Sakrament jemandem vorenthalten, der in einer Situation lebt, die die Doktrin als schwere Sünde betrachtet? Die kurze Antwort lautet ja. Die ausführliche Antwort hängt davon ab, was man unter öffentlich, hartnäckig und Ärgernis versteht.
Der Fall, der von der lokalen Presse in Sevilla bekannt wurde, ist zu einem kleinen Laboratorium für angewandte Theologie geworden. Auf der einen Seite stehen jene, die behaupten, der Pfarrer habe den Codex des Kanonischen Rechts wörtlich befolgt. Auf der anderen Seite erinnern Kritiker daran, dass das Sakrament von Gott durch den Priester gespendet wird und seine Verweigerung faktisch eine Autorität anmaßt, die dem Priester nicht zusteht. Dazwischen steht eine unbequeme Frage: Wenn das Kriterium die offene Sünde ist, warum wird es bei einigen streng und bei anderen lasch angewandt?
Was sagt der Codex des Kanonischen Rechts zur Verweigerung der Kommunion?
Kanon 915 wird in solchen Fällen stets zitiert: Exkommunizierte, Interdizierten und solche, die hartnäckig in offensichtlich schwerer Sünde verharren, sollen zur heiligen Kommunion nicht zugelassen werden. Kanon 916 ergänzt die andere Seite: Wer sich einer schweren Sünde bewusst ist, soll nicht kommunizieren, ohne zuvor gebeichtet zu haben, es sei denn, es liegt ein schwerwiegender Grund vor und keine Gelegenheit zur Beichte besteht.
Mit diesen beiden Pfeilern ist die Doktrin klar. Die Diskussion dreht sich nicht darum, ob der Priester darf, sondern ob er muss. Manche argumentieren, dass bei öffentlicher und notorischer Sünde die Pflicht des Pfarrers darin bestehe, das Sakrament zu verweigern, um kein Sakrilegium zu begehen und das Ärgernis der Gläubigen zu vermeiden. Dem widerspricht das Argument, dass die Kommunion ein Heilmittel für den Sünder sei, kein Preis für den Gerechten, und dass die Schließung der Tür die Pfarrei zu einem Club mit Einlassverbot mache.
Die kanonische Kontroverse ist nicht neu. In den USA haben mehrere Bischöfe öffentlich erklärt, dass sie Amtsträgern, die Abtreibung befürworten, die Kommunion verweigern würden; Präsident Biden ist der meistzitierte Fall. Das bedeutet: Das Kriterium wird nicht nur auf Gaiität angewandt, auch wenn diese die meisten Schlagzeilen erzeugt.
Warum verweigern manche Priester die Kommunion und andere nicht?
Hier liegt der eigentliche Kern der Sache. Die Norm existiert, aber ihre Anwendung ist Ermessenssache und hängt vom Pfarrer, vom Bischof und vom Klima der Diözese ab. Derselbe Gläubige kann in einer Pfarrei problemlos kommunizieren und in der Nachbarpfarrei auf eine Verweigerung stoßen. Diese Ungleichbehandlung empört die einen und beruhigt die anderen.
Die häufigste Kritik richtet sich gegen die selektive Kohärenz: Wenn das Kriterium die offene schwere Sünde ist, sollte dieselbe Strenge auch gegenüber jenen gelten, die das eucharistische Fasten brechen, in Konkubinat leben, ihre Arbeitnehmer ausbeuten oder Bordelle frequentieren. Der Vorwurf der Doppelmoral ist nicht neu und hat eine gewisse historische Tradition: Über Jahrhunderte hinweg wurde die Kommunion viel häufiger verweigert als heute.
Das liturgische Detail, an das sich kaum noch jemand erinnert: Bis vor wenigen Jahrzehnten verlangte das eucharistische Fasten, ab Mitternacht nichts mehr zu essen. Daher stammt die Gewohnheit, nach der Messe einen Aperitif und Tapas zu genießen. Heute reicht eine Stunde, was eine der objektiven Bedingungen gelockert hat, die am meisten Kommunionsverweigerungen verursachte.
Das Argument des Hausrechts und das Argument des Sakraments
Ein Teil der Analyse formuliert dies fast vertraglich: Die Kirche hat ihre Regeln, wer sie nicht teilt, kann gehen oder seine eigene Gemeinde gründen. Dies ist das Argument des Hausrechts, angewandt auf Religiöses, und es hat seine Logik: Niemand wird gezwungen, zu kommunizieren.
Der Einwand gegen diese Logik besagt, dass die katholische Kirche kein privater Club ist, sondern eine Institution, die sich als universal definiert und Sakramente im Namen Gottes spendet. Wenn der Priester nur das Instrument ist, dann kommt die Verweigerung der Kommunion der Aussage gleich, dass Gott denen nicht vergibt, die nicht vorher im Beichtstuhl waren. Und hier kommt das andere Sakrament ins Spiel: die Versöhnung, die Reue und Vorsatz zur Besserung erfordert. Ohne diesen Schritt ist die Doktrin eindeutig: Man kommuniziert nicht.
Der Punkt, den niemand bestreitet, ist, dass Gaiität an sich laut Katechismus keine Sünde ist. Was die Doktrin als Sünde betrachtet, ist der sens Akt außerhalb der sakramentalen Ehe, was auch für Heterosenshetero gilt. Die Unterscheidung zwischen Orientierung und Verhalten ist der Schlüssel, der in Lehrbüchern wiederholt wird und in Schlagzeilen fast nie auftaucht.
Was passiert, wenn der Fall in die Medien gelangt?
Die öffentliche Anprangerung solcher Vorfälle hat eine paradoxe Wirkung. Einerseits macht sie eine Praxis sichtbar, die vielen Gläubigen unbekannt war. Andererseits verwandelt sie einen pastoralen Fall in einen medialen Machtkampf, in dem sich die Parteien verschanzen. Der Priester, der die Kommunion verweigert, wird für manche zum Symbol der Orthodoxie und für andere zum Beispiel der Ausgrenzung.
Der spanische Kontext fügt eine Ebene der Ironie hinzu, die schwer zu ignorieren ist: In Andalusien ist die Volksfrömmigkeit – Bruderschaften, Prozessionen, Wallfahrten – tief mit homosenshomo Menschen verflochten, die verantwortungsvolle Positionen in Kofradías und Hermandades innehaben. Die Paradoxie zwischen dem auf der Straße gelebten Glauben und der am Altar angewandten Doktrin ist für viele der wahre Elefant im Raum.
Der Ausgang dieses konkreten Falls ist noch offen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass das Erzbistum interveniert hat oder dass der Gläubige eine formelle Beschwerde bei höheren Instanzen eingereicht hat. Die Doktrin bleibt indessen unverändert: Kanon 915 wurde nicht modifiziert, und jeder Pfarrer entscheidet selbst, wie streng er ihn auslegt.
Es gibt eine Tatsache, die Außenstehende irritiert. Die Norm, die die Verweigerung der Kommunion erlaubt, verpflichtet auch denjenigen, der sich in schwerer Sünde weiß, aus eigenem Antrieb nicht zu kommunizieren. Das heißt: Der Gläubige, der die Verweigerung anprangert, ist laut Doktrin verpflichtet, gar nicht erst anzutreten. Der Priester hat ihm die Tür nicht verschlossen. Er hat ihn nur daran erinnert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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