PP und Vox verschärfen Zugang zum sozialen Wohnungsbau in Spanien: zehn Jahre Meldepflicht

PP und Vox fordern in Castilla y León zehn Jahre Anmeldung für den Kauf von gefördertem Wohnungsbau und schließen Verurteilte wegen Hausbesetzung aus. 5.000 Wohnungen sollen entstehen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

PP und Vox sichern den sozialen Wohnungsbau ab: zehn Jahre Anmeldung, wer kaufen will

Die Vereinbarung zwischen PP und Vox in Castilla y León beheizt die Wohnungsbau-Debatte in Spanien: Für den Kauf von geförderten Wohnungen (VPO) wird künftig eine Mindestanmeldung von zehn Jahren in Spanien verlangt, für soziale Mietwohnungen fünf Jahre. Die Maßnahme, die als Priorität der Legislatur präsentiert wird, geht mit einem fünfjährigen Ausschluss von Personen einher, die wegen Hausfriedensbruch oder rechtswidriger Wohnungsbesetzung verurteilt wurden. Das Paket umfasst außerdem den Bau von 5.000 geförderten Wohnungen und eine jährliche Steuersenkung von 0,25 % im Landesanteil der Einkommensteuer (IRPF).

Eine Eintrittshürde, die durch ihre Härte überrascht: Sie bedeutet faktisch ein Jahrzehnt ununterbrochenen Wohnsitzes für alle, die eine VPO kaufen wollen. Die Botschaft ist klar: Geförderter Wohnungsbau ist nichts für Neuzugezogene, weder für Spanier aus anderen Regionen noch für Ausländer. Kritiker weisen darauf hin, dass ein Spanier aus Murcia, der nach Valladolid zieht, ein Jahrzehnt lang außen vor bliebe – manche sprechen von Feigheit und innerer Diskriminierung.

Hinter der Absicherung steht die Sorge über das Migrationswachstum. Offizielle Zahlen, die in der Diskussion zitiert werden, zeigen, dass Spanien seit 2018 von 6 auf 11 Millionen Einwanderer gestiegen ist, und mehr als 2,5 Millionen Ausländer haben über das sogenannte Enkelgesetz (ley de nietos) die Staatsbürgerschaft beantragt – mit Stimmrecht. Vor diesem Hintergrund liest sich die Zehn-Jahres-Anforderung eher als Wahlkampfbarriere denn als Wohnungspolitik.

Überzeugt ist davon allerdings nicht einmal die harte Fraktion: Manche halten den Plan für zu weich und fordern einen rein nationalen Anspruch. Andere nennen ihn populistisch und wenig ambitioniert. Die Frage bleibt offen: Reichen 5.000 Wohnungen in einer Legislatur für einen Bestand, der Zehntausende braucht?

Verwandte Diskussionen im Forum

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver