Politisches Gaslighting und der Apparat zur Durchsetzung der Erzählung

Gaslighting ist zum politischen Allzweckmittel geworden: Die einen beklagen eine Manipulationsmaschine, die anderen bedienen sich desselben Tricks. Eine Analyse des Erzählkriegs.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Politisches Gaslighting: Alle beschuldigen, niemand überzeugt

Gaslighting ist das Modewort der spanischen Politik. Ein Lager behauptet, es gebe einen gigantischen Apparat —Bildungssystem, Medien, Bots und Fanatiker—, der darauf ausgelegt ist, eine Erzählung durchzusetzen. Und das Kuriose ist: Genau dieselbe Methode wenden diejenigen an, die den Trick anprangern, gegen ihre Gegner.

Anglizismus oder Analyseinstrument?

Der Ausdruck ist nicht neu. In Spanien hat man immer «luz de gas» (Gaslicht) gesagt, und das englische Lehnwort bringt wenig ein außer dem Schein von Sophistication. Geändert hat sich die Größenordnung: Nie standen so massenhafte Kommunikationsplattformen so stark unter der Kontrolle einer einzigen Erzählung.

Der gigantische Apparat: Verschwörungstheorie oder Diagnose?

Dass die Macht die Realität nach Belieben konstruiert, ist eine klassische These. Das Problem ist, dass der Vorwurf in alle Richtungen geschleudert wird: Die angebliche «reaktionäre Internationale» habe ihr Spiegelbild in der pogre Maschinerie. Wenn alle manipulieren, verliert der Begriff seine Bedeutung.

So wird das Gaslighting bald nichts mehr bedeuten. Oder vielleicht, wie manche vermuten, ist genau das die Absicht: die Sprache so abzunutzen, bis sie die Realität nicht mehr benennen kann. Wenn dem so ist, funktioniert die Strategie.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (21 Antworten).

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