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EA schließt BioWare-Studio und entlässt die Belegschaft
EA kündigt die Schließung des BioWare-Studios und die Entlassung der Belegschaft nach einem Jahrzehnt des Niedergangs an, so die Debatte
EA schließt das BioWare-Studio und entlässt die Belegschaft nach zehn Jahren Niedergang
EA hat die Schließung des BioWare-Studios und die Entlassung der Belegschaft angekündigt. Die Nachricht kommt nach einer Odyssee von mehr als einem Jahrzehnt, in der das Studio hinter Baldur's Gate, Neverwinter Nights, Knights of the Old Republic und Mass Effect nach und nach seine Veteranen verlor, bis es laut einem Teilnehmer nur noch aus «Gesindel und Angebern» bestand: eine leere Hülle mit intakter Marke und dem Talent vor der Tür.
Das letzte Projekt, Dragon Age: The Veilguard, steht bei der Schließung als Symbol für eine Entwicklung, die manche kulturpolitisch deuten. «Go proge, get broke – das funktioniert immer», fasst eine im Thread oft wiederholte Lesart zusammen: die Idee, dass die Wendung des Studios hin zu einem Nicht-binären-Beziehungssimulator mit mittelalterlicher Fantasy als Kulisse – so spöttisch beschreibt der ursprüngliche Ansatz es – am Ende die Spielerschaft vergraulte, die die besten Jahre des Studios finanziert hatte.
Von Neverwinter Nights bis Anthem: die Chronologie des Niedergangs
Der Rückblick auf die Entwicklung lässt laut den Teilnehmern kaum Zweifel daran, wo die Kette riss. Die Titel, die die meisten verschonen, sind die frühen: Neverwinter Nights (2002) und Jade Empire (2005), mit ehrenvoller Erwähnung von Baldur's Gate, Knights of the Old Republic und der Mass-Effect-Trilogie bis vor Andromeda. Danach endet die Liste der Titel, die die Community für würdig hält, bei Mass Effect 3 im Jahr 2012. Danach ging es bergab: Dragon Age Inquisition, Mass Effect Andromeda, Anthem und Dragon Age The Veilguard, jeder Teil schlechter als der vorige.
Der Fall Anthem verdient ein eigenes Kapitel. Laut Jason Schreiers Bericht von 2019 in Kotaku gewährte EA dem Studio sechs Jahre durchgehende Finanzierung für einen Koop-Shooter. Von diesen sechs Jahren gingen viereinhalb dafür drauf, nichts zu entscheiden: Das Konzept änderte sich ständig, das Fliegen wurde gestrichen und wieder eingebaut, die Richtung blieb offen. Das eigentliche Spiel entstand in den letzten zwölf bis achtzehn Monaten, mit Crunch, und erschien 2019 stark beschnitten. EA strich das Relaunch 2021.
Dazu kam die Frostbite-Engine, die vom Mutterkonzern vorgeschrieben wurde, weil sie für Battlefield entwickelt wurde und weder für RPGs noch für Games-as-a-Service gedacht war. Jede Grundfunktion – Inventar, Speichern, Missionen – kostete einen absurden Programmieraufwand. Die Schlussfolgerung aus den Fakten ist unbequem: Es war nicht nur Ideologie, es war auch ein Management, das sechs Jahre Budget verbrannte, um erst zu arbeiten, als noch achtzehn Monate übrig waren.
Was wurde aus den Verantwortlichen von Dragon Age The Veilguard?
Die Verantwortliche von Dragon Age The Veilguard soll vor einem Jahr von den D&D-Leuten für ein Rollenspielprojekt verpflichtet worden sein, mit dem Verdacht, dass es sich um eine Baldur's-Gate-Fortsetzung handelt. Sollte sich das bestätigen, erlebt die Branche eine Paradoxie: Das Talent, dem für das kreative Desaster des Studios die Schuld gegeben wird, findet sofort eine neue Anstellung bei genau der Reihe, die das Studio selbst mit aufgebaut hat.
Die Schließung kommt jedenfalls nicht aus heiterem Himmel. Das Unternehmen «humpelte schon etwa zehn Jahre oder länger», und die Diagnose, die kursiert, lautet, dass kein Senior von früher mehr übrig war. Wenn derjenige geht, der es kann, und derjenige bleibt, der nur Parolen wiederholt, hat das Ergebnis ein Verfallsdatum.
Bleibt die Frage, die niemand so recht beantwortet: Hat der Diskurs das Studio getötet, oder hat das Management das Studio getötet und der Diskurs nur den Grabstein gesetzt? Mit sechs verbrannten Jahren Budget und achtzehn Monaten Crunch deutet die Antwort auf Letzteres. Aber die Marke ist längst beerdigt und die Debatte, serviert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).
EA schließt BioWare, wie Bloomberg berichtet: 400 Entlassungen und das nächste Mass Effect wird eingestellt. Das Studio hinter Dragon Age und Baldur's Gate stirbt nach 30 Jahren.
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