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Plünderungen nach DANA in Valencia: Not, Verbrechen oder Chaos
Nach der DANA-Katastrophe sind Geschäfte in Alfafar, Albal und Paiporta geplündert. Die UME verteilt Wasser. Spannungsfeld zwischen Überlebensnotwendigkeit und Straftat.
Berichte von leeren Läden und Zeugen aus Gebäuden treffen ein. Die Einkaufszone von Alfafar, Albal und Paiporta zeigt sich mit ausgeräumten Geschäften, während das Wasser noch auf den Straßen steht und keine offiziellen Festnahmezahlen gemeldet werden. Innerhalb eines Tages spaltete sich die Erzählung zwischen denen, die Plünderungen beschreiben, und denen, die sie als Notwehr interpretieren.
Von Alfafar nach Paiporta: Was wird gestohlen und was als Mitnahme gerechtfertigt?
Der erste Fokus liegt auf der Einkaufszone von Alfafar. In Albal wird unter anderem der Supermarkt Economy Cash genannt. Nachrichten beschreiben voll beladene Lastwagen, Pueblerino mit Bier und Alkoholflaschen sowie Streitigkeiten mit Nachbarn, die die Polizei gerufen hatten. Zeugen rufen von Balkonen herab, die Täter sollen aufhören. Dem gegenüber behauptet der Bürgermeister von Alfafar, Juan Ramón Adsuara, dass ganze Hausgemeinschaften die Supermärkte betreten, um sich zu versorgen. Eine Anwohnerin fasst es zusammen: „Es ist kein Diebstahl, es ist Notwendigkeit. Diese Produkte können nicht mehr verkauft werden, sie sind alle matschig. Meine Familie und ich mussten reingehen, um Wasser, Essen und Windeln zu holen.“ Was manche als Plünderung bezeichnen, nennen andere Versorgung ohne Laden. In den Berichten koexistieren jene, die Wasser, Essen und Windeln holen, und jene, die mit Kisten voller Bier herauskommen.
Warum hat die UME nur Wasser verteilt?
Weil der Einsatz spät und unzureichend kam, so die Zeugenaussagen aus Paiporta: Die Militärische Notfall-Einheit (UME) habe sich auf die Wasserverteilung beschränkt, während Essen knapp war. Die dahinterliegende Frage ist eine andere. Es wird argumentiert, dass die für solche Katastrophen geschaffene autonome Einheit aufgelöst und durch Strukturen anderen Profils ersetzt wurde, sodass nun niemand mobilisiert werden kann. In sozialen Medien kursiert das Hashtag für den Rücktritt von Mazón. Im Thread betonen mehrere Stimmen, dass zuerst die Nachbarn vor Ort waren.
Plünderung oder Überleben: Der Konflikt darüber, was eine Straftat ist
Zwei Lesarten prallen ohne Mittelweg aufeinander. Die eine fordert den Einsatz des Militärs und jede Tat als das zu behandeln, was sie ist – ein Verbrechen –, da ohne Bestrafung ein Präzedenzfall geschaffen werde. Die andere entgegnet, wer Wasser, Windeln und Essen aus einem Geschäft holt, das nichts mehr verkaufen kann, stiehlt nicht: Er überlebt, während die Verwaltung versagt. Dazwischen mischt sich eine dritte Stimme, die daran erinnert, dass ganze Hausgemeinschaften diese Aktionen durchführen und dass dagegen keine Schrotflinte hilft. Ein anderer Teil des Threads weist auf die nationale oder ethnische Herkunft der Personen in den Aufnahmen hin.
1982 im Vergleich zur Gegenwart: Der Spiegel auf dem Tisch
„Beim Staudammbruch von Tous 1982 gab es weder Plünderungen noch Diebstähle. Was unterscheidet 1982 von 2024?“ Dieser Vergleich, angestoßen von einem Teilnehmer, dient dazu, Unterschiede zwischen dem damaligen Spanien und dem heutigen zu diskutieren, nicht meteorologische Phänomene.
Die andere Plünderung: Diesel- und Tabaksteuererhöhung am selben Tag
Während Videos der leeren Geschäfte zirkulierten, wies ein Beitrag im Thread darauf hin, dass der Kongress gleichzeitig Steuererhöhungen für Diesel und Tabak beschloss. Ein Nutzer nannte dies den eigentlichen Raub: Hunderte oder Milliarden Euro jährlich, dauerhaft und ohne Kameras. Im Thread wird ein Posten von 30 Millionen Euro für eine Fernsehsendung als Beweis angeführt, dass Geld vorhanden ist, wenn es politisch opportun erscheint, während in Valencia nicht einmal Essensrationen verteilt werden.
Im Thread stellt sich die Diskussion über den Diebstahl wie folgt dar: An dem Tag, an dem ein Nachbar Windeln aus einem matschigen Supermarkt holt, gibt es Kameras; an dem Tag, an dem eine Steuer beschlossen wird, die jedes Jahr eingezogen wird, gibt es keine.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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