Planitherm-Glas: 25 Euro mehr für Dämmung, aber weniger Licht

Das Low-E-Glas Planitherm kostet rund 25 Euro mehr und verbessert die Wärmedämmung, kann die Transparenz aber auf 82 % senken und dem Licht in der Wohnung einen Stich geben.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

25 Euro für bessere Dämmung – aber nicht umsonst beim Licht

Ein Angebot für neue Fenster wirft die Frage auf, die fast niemand stellt: Der Aufpreis für ein Low-E-Glas wie Planitherm kostet rund 25 Euro pro Scheibe, so der Rat an jemanden, der seine Verglasung austauschen will. Das Verkaufsargument ist doppelt: Im Winter hält es die Heizungswärme im Raum, im Sommer hält es die Hitze von draußen ab. Das Problem zeigt sich, wenn man auf die Farbe achtet.

Die Low-E-Beschichtung ist ein dünner metallischer Film auf der Innenseite des Glases, zur Luftkammer hin. Er funktioniert, ist aber nicht unsichtbar. Wer Züge oder Schaufenster mit getönten Scheiben kennt, beschreibt einen bläulichen oder rauchigen Ton, der bei vielen Scheiben nebeneinander aus einem Sonnentag eine Nebelszene macht. Die Frage ist nicht, ob es dämmt. Sondern zu welchem Preis für die Lichtqualität.

Was die Zahlen zum Wärmedurchgang sagen

Die in der Diskussion genannten Werte sprechen für sich. Eine Doppelverglasung mit 6 mm Scheibenzwischenraum kommt von einem K-Wert von 2,9 mit zwei Planilux-Scheiben auf 2,2 mit einer Planitherm-Scheibe. Bei 8 mm Zwischenraum von 2,8 auf 1,9. Und bei 12 mm von 2,6 auf 1,5. Je breiter der Zwischenraum, desto größer die Verbesserung. Der Sprung ist real, wobei die Spanne von der Konstruktion abhängt.

Der Haken liegt bei der Transparenz. Normales Floatglas mit 6 mm schafft nicht mehr als 91 % Transparenz; Extra-klar-Glas kommt an die 98 % heran. Und eine Variante mit Low-E-Beschichtung kann auf 82 % oder sogar darunter fallen. Da liegt die Falle: Die Dämmung wird mit Licht bezahlt. Der Unterschied zwischen neutralem und beschichtetem Glas fällt beim direkten Vergleich auf, auch wenn das menschliche visuelle Gedächtnis schlecht ist und die meisten es bei getrennten Scheiben nicht bemerken.

Der Rahmen wiegt schwerer als das Glas

Der unbequemste Konsens in der Sache: Das Glas ist der letzte Baustein. Gutes Glas mit mittelmäßigem Rahmen, schlampiger Montage oder schlecht abgedichtetem Rollladenkasten spart nichts. Die Investition lohnt sich nur, wenn das ganze Fenster dicht ist. Bei kleinen Flächen amortisiert sich der Aufpreis kaum; bei großen Schiebe-Balkontüren sieht die Rechnung anders aus.

Manche gehen weiter und behaupten, ein zu breiter Scheibenzwischenraum sei kontraproduktiv: Ab einer bestimmten Dicke zirkuliert die Luft im Inneren, und die Konvektion frisst den gewonnenen Wärmewiderstand auf. Die Alternative wäre, die Luft durch Argon zu ersetzen oder eine Zwischenfolie einzubauen, die diese Bewegung verhindert. Die technische Diskussion bleibt offen.

Die Sonne, die im Winter verloren geht

Die Erfahrung derer, die die Beschichtung bereits eingebaut haben, zeigt einen Kostenpunkt, der im Prospekt fehlt: Im Winter wärmt die Sonne kaum noch durch das Glas. In einem kalten Haus fehlt dieser kostenlose Beitrag. Der Rat lautet geografisch: Im Süden an den Ost- und Südfenstern einbauen; in anderen Regionen lohnt es sich vielleicht nicht.

Die Alternative für alle, die Licht priorisieren, sind Extra-klar-Scheiben wie Diamant mit über 93 % Transparenz oder Varianten mit neutral wirkender Beschichtung. Das Problem: Sie zu finden. Das Vertriebsnetz mancher Marken ist dünn, und der Installateur bietet meist das an, was er vor Ort hat.

Am Ende läuft die Entscheidung auf eine Frage hinaus, die kein Katalog beantwortet: Wie viel Tageslicht ist man bereit abzugeben für ein paar Euro weniger auf der Rechnung?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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