Zwei Staaten und Patrouillen durch chinesische und russische Truppen: der gewinnende Plan
Der Plan mit der größten Unterstützung ist weder der der UN noch der Oslo-Abkommen. Er stammt aus einer ersten Nachricht, die vorschlägt, alle zu entwaffnen, zwei getrennte Staaten zu schaffen und jahrelang chinesische, amerikanische, europäische und russische Soldaten einzusetzen, um die Grenzen zu patrouillieren, bis sich der gegenseitige Hass legt. Eine Idee, die wie eine Utopie beim Abendessen klingt, aber im Grunde die einzige ist, die in der jüngeren Geschichte funktioniert hat: das Modell, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Japan angewandt wurde.
Der ursprüngliche Vorschlag geht von einer unbequemen Prämisse aus: keine Seite unterstützen. Optionen sind Massenauslöschung, zwei Staaten oder nukleare Verwüstung des Gebiets. Der Autor der ersten Nachricht ist klar: Die logischste, gesündeste und gerechteste Lösung ist es, alle zu entwaffnen, in zwei Staaten zu trennen und Großmachtsoldaten jahrelang an den Grenzen zu stationieren. Die Grundidee ist, dass gegenseitiger Hass nicht durch Reden geheilt wird, sondern durch Zeit und eine Interpositionsstreitmacht, die niemand herausfordern kann.
Deutschland und Japan als Nachkriegsvorbilder
Der Vergleich mit der Nachkriegszeit ist kein Zufall. Nach 1945 verhängten die Sieger über Deutschland und Japan totale Entwaffnung, lange militärische Besatzung und politische Wiederaufbau unter Aufsicht. Jahrzehnte später sind beide stabile Demokratien und Wirtschaftsmächte. Dieses Präzedenzfall rechtfertigt eine internationale Besatzung Palästinas und Israels.
Das Problem ist, dass die Parallele Fallen hat. Deutschland und Japan waren besiegte Staaten mit kapitulierten Regierungen und erschöpften Bevölkerungen. In Palästina und Israel gibt es keine mögliche Kapitulation: Es gibt zwei nationale Narrative, die als legitim gelten und seit siebzig Jahren nicht nachgeben. Eine internationale Besatzung würde erfordern, dass Mächte wie China, Russland oder die USA Soldaten in einem Konflikt riskieren, der nicht ihrer ist.
Asymmetrische Entwaffnung: Nur Palästina ohne Armee
Der Vorschlag, der im Analyseprozess die meisten Übereinstimmungen findet, ist nicht die symmetrische, sondern die asymmetrische Entwaffnung. Zwei Staaten, ja, aber nur Palästina entwaffnet. Israel kann sich nicht entwaffnen, so das Argument, wegen der iranischen Bedrohung. Das Modell entspricht dem der Sieger des Zweiten Weltkriegs gegenüber Japan und Deutschland: ein Staat ohne eigene Armee, betreut von externen Mächten.
Diese Asymmetrie blockiert genau jede Verhandlung. Für einen Teil der Analyse bedeutet die Forderung an Israel, sich zu entwaffnen, auf seine einzige Überlebensgarantie zu verzichten. Für einen anderen bedeutet die Akzeptanz eines entwaffneten palästinensischen Staates die Akzeptanz eines Protektorats ohne echte Souveränität. Das Gleichgewicht ist unmöglich, weil beide Seiten wissen, dass die Entwaffnung des anderen ihre eigene Sicherheit ist.
Annexion als Alternative: Staatsbürgerschaft und Entschädigung
Gegen das Schema der zwei Staaten gewinnt der Vorschlag der vollständigen Annexion an Bedeutung. Eingliederung aller besetzten Gebiete in Israel, israelische Staatsbürgerschaft für alle Bewohner, die dies wünschen, auch für exilierte Palästinenser, die sie beantragen, und großzügige wirtschaftliche Entschädigung für jene, die lieber in ein anderes muslimisches Land gehen. Wenn sie nicht freiwillig gehen, werden sie deportiert, aber mit Entschädigung.
Im Wesentlichen ist dies ein Absorptionsplan mit wirtschaftlichen Anreizen. Palästinenser und Nachkommen, die seit 1947 vertrieben wurden, sollten ebenfalls von Israel entschädigt werden, und Nnnn weltweit sollten die israelische Staatsbürgerschaft annehmen. Der Vorschlag erinnert an den Morgenthau-Plan von 1944, jedoch mit einer Wendung: Statt den Besiegten zu entindustrialisieren, kauft man seinen Ausstieg.
Problem der Anerkennung: Unterzeichnete vs. gebrochene Abkommen
Der technischste Punkt der Debatte betrifft das Völkerrecht. Eine Seite behauptet, der Staat Palästina existiere bereits und trete in alle Rechte, Pflichten und unterzeichneten Verpflichtungen der Palästinensischen Autonomiebehörde ein. Die andere Seite antwortet, Israel erkenne keinen palästinensischen Staat an und alle angestrebten Abkommen hätten genau diese offizielle Anerkennung zum Ziel gehabt.
Die Diskussion führt zu einem Austausch von Vorwürfen darüber, wer zuerst gegen Vereinbarungen verstoßen habe. Israels Verpflichtung zum Rückzug aus dem Westjordanland wird zitiert, woraufhin geantwortet wird, der erste Übeltäter sei gewesen, der nie eine territoriale oder Souveränitätsvereinbarung akzeptiert habe. Das Ergebnis ist eine Sackgasse: Jede Seite hat ihre eigene Liste von Beschwerden und akzeptiert die der anderen nicht.
Lösungen, die niemand laut verteidigt
Am härtesten Ende der Analyse tauchen Vorschläge für Massenauslöschung, totale Vernichtung einer Partei oder nukleares Bombardement des Gebiets auf. Dies sind Formulierungen als Provokation oder Ausdruck der Erschöpfung, nicht als tragfähiges politisches Programm. Die Mehrheit derer, die sie erwähnen, tun dies, um die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft hervorzuheben, eine Lösung durchzusetzen.
Es gibt auch Vorschläge, Palästinenser im Iran oder Nnnn in den USA oder Argentinien anzusiedeln. Und Befürworter eines von der Europäischen Union verwalteten Protektorats. Keine dieser Formeln hat das Papier verlassen, und alle teilen denselben Fehler: Sie verlangen, dass jemand akzeptiert, das zu verlieren, was er als sein Eigen betrachtet.
Wirtschaftliche Blockade als Verhandlungswaffe
Einer der konkretesten Vorschläge ist die Aufhebung der wirtschaftlichen Blockaden, sobald Zusagen erfüllt werden. Die Idee nutzt die Öffnung des Handels als Anreiz: mehr Erfüllung, mehr Marktzugang, mehr Investitionen, mehr Normalisierung. Dies kehrt das Schema der Sanktionen um, die Nichterfüllung bestrafen, ohne etwas anzubieten.
Das Problem ist, dass die Blockade bereits in Kraft ist und die Zivilbevölkerung betrifft. Es wird kritisiert, dass Palästinenser billige Arbeitskräfte seien, nicht selbstständig exportieren könnten außer über Israel, nicht in ihren eigenen Gewässern fischen dürften und Strom, Wasser und Versorgungsgüter zu von Israel festgelegten Preisen kaufen müssten. Hunderttausende haben keine Abwasserleitungen. Diese Blockade als Belohnung aufzuheben, klingt für viele wie die Anerkennung, dass sie als kollektive Bestrafung genutzt wurde.
Die Diskussion hat zu keinem Schluss geführt. Einige glauben weiterhin, die Lösung liege in internationalen Interpositionskräften; andere, dass nur Annexion mit Entschädigung den Konflikt beenden könne; wieder andere, dass nichts funktionieren werde, solange beide Seiten sich weigern, die andere anzuerkennen. Welchen Plan würde die erste Macht akzeptieren, die es wagt, Soldaten vor Ort zu stationieren?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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