PIVE in Spanien: Rabatte oft an Finanzierung gebunden

Kompaktwagen für 12.000–14.000 € dank PIVE möglich, doch Vorsicht vor versteckten Kosten bei der Finanzierung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

PIVE in Spanien: Rabatte oft an Finanzierung gebunden
Ein Auto für 14.000 €: Das PIVE-Programm ist nicht immer das Schnäppchen, als das es erscheint

Mit dem Plan PIVE und den damit verbundenen Angeboten im Jahr 2014 war es möglich, einen neuen Kompaktwagen für zwischen 12.000 und 14.000 Euro zu kaufen. Das Problem liegt darin, dass der Preis auf der Werbetafel und der tatsächlich im Vertrag festgelegte Preis voneinander abweichen können. Käufer, die mit Bargeld erscheinen – also jene, die keine Finanzierung wünschen –, stellen fest, dass die staatliche Beihilfe in vielen Autohäusern an kleine Druckfehler geknüpft ist.

Wie viel Rabatt gewährt der Plan PIVE wirklich?

Ein detaillierter Fall im Thread betrifft den Seat León. Ein Modell mit 1,4-Liter-Motor und 85 PS kostet laut Listenpreis 16.200 Euro, hat einen kombinierten Verbrauch von 6,3 l/100 km und stößt 147 g/km CO2 aus. Durch Anwendung des „Plan SEAT PIVE +“ sinkt der empfohlene Preis auf 11.968 Euro. Die Differenz wirkt durch ihre Höhe einschüchternd: 5.000 Euro auf einen Schlag.

Man sollte dies jedoch genau prüfen. Von diesen Tausenden Euro stammt nur ein Teil aus öffentlichen Mitteln; der Rest ist ein Rabatt, den der Händler ohnehin Spielraum hatte, um ihn zu gewähren. Es bleibt der Eindruck eines künstlich erhöhten Ausgangspreises, der spektakulär reduziert wird, damit der Kunde überzeugt unterschreibt, er habe ein echtes Schnäppchen gemacht.

Warum erzwingen sie eine Finanzierung für den Rabatt?

Hier liegt der Kern des Problems. Wer das Geld auf dem Konto hat und bar bezahlen möchte, stößt auf die übliche Bedingung: Für die Gewährung der Beihilfe muss man finanzieren. Und die Finanzierung frisst nach einer im Forum kursierenden Berechnung mit einer jährlichen Effektivzinsrate (TAE) von etwa 10% einen Großteil der Ersparnis auf. Die Berechnung zeigt zudem, dass man dem Händler über Zinsen fast 3.000 Euro schenken kann.

Befürworter der Finanzierung argumentieren mit einer Verlängerung der Garantie um zwei Jahre, einem zusätzlichen Rabatt von 1.000 Euro für den Abschluss sowie einer Todesfall- und Arbeitslosenversicherung. Demgegenüber steht die Ansicht, dass wer das Bargeld auf einem Tagesgeldkonto mit 3,5% Zinsen liegen lässt, weniger verliert, als es scheint. Die eigentliche Falle ist nicht die Finanzierung selbst, sondern die Unkenntnis darüber, wie teuer sie ist.

Neuwagen oder Gebrauchtwagen: Das ungelöste Dilemma

Die zweite Front der Debatte ist grundsätzlicher Natur. Manche behaupten, dass ein Neuwagenkauf Geldverschwendung sei und dass man mit diesem Budget einen gebrauchten BMW 3er oder einen Siebensitzer aus dem Jahr 2011 für 12.000 Euro bekommen kann, der neu 36.000 Euro kostete. Das entspricht einer Ersparnis von bis zu 60% gegenüber dem Neuwagenpreis beim Händler.

Andere drehen das Argument je nach Marktzyklus um. Sie vertreten die Meinung, dass in Krisenzeiten der Gebrauchtwagenmarkt voll von abgenutzten Fahrzeugen ist, deren Kilometerstände manipuliert wurden und die teure Überraschungen unter der Haube verbergen. Ihre Logik ist einfach: Wenn jemand ein fast neues Auto loswird, gibt es dafür einen Grund. Diese Angst, dass der Kauf sich als Fehlschlag herausstellt, drängt manche dazu, lieber ein neues Auto zu kaufen, auch wenn es nur mit Basis-Motor und -Ausstattung ausgestattet ist.

Modelle, die immer wieder auftauchen

Auf dem Papier gibt es Auswahlmöglichkeiten. Der Seat Toledo und der Skoda Rapid teilen sich die Produktionslinie – und die Technik –, sodass die Entscheidung vom Endpreis und der Ausstattung abhängt. Der Ford Focus 1.0 EcoBoost mit 125 PS wird mit PIVE und ohne Finanzierung bei 14.700 Euro budgetiert, inklusive fünf Jahren Garantie. Der Toyota Auris Hybrid liegt auf dem Gebrauchtmarkt bei rund 14.000 Euro, obwohl ihm vorgeworfen wird, träge und durstig zu sein, mit einem realen Verbrauch von 7,5 bis 8 l/100 km. Der C4 Grand Picasso mit Benzinmotor passt in die Preisspanne und bietet zusätzlich Kofferraumvolumen; der Dacia Duster erscheint als Alternative.

Preise steigen trotz Förderprogramm

Und dann gibt es noch das Detail, das jeden verwirrt. Derselbe Grand C4 Picasso, der seit zwei Jahren beobachtet wird, ist in dieser Zeit um 3.000 Euro gestiegen und liegt nun bei 16.700 Euro für die Basisausstattung. Staatliche Beihilfen und Preissteigerungen scheinen Katz und Maus zu spielen. Wer das genau verfolgt, fasst es hart zusammen: Das Regierungsprogramm und die Preiserhöhungen.

Parallel dazu bröckelt die alte Regel zugunsten von Diesel-Fahrzeugen. Für wen, der weniger als 10.000 Kilometer pro Jahr fährt und hauptsächlich in der Stadt unterwegs ist, kann der Partikelfilter am Ende teuer werden. Benzinmotoren gewinnen an Boden.

Der Autokauf in dieser Preisklasse ist keine Frage des Motors mehr, sondern des Kleingedruckten. Wer klar weiß, wie viel die Finanzierung kostet, was sein altes Auto wert ist und welchen tatsächlichen Verbrauch er in drei Jahren haben wird, kommt besser davon. Alle anderen unterschreiben wahrscheinlich einen Schaufensterpreis, der nicht der endgültige ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (114 Antworten).

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