Pisa 2025: Madrid glänzt, die baskische Elite enttäuscht

Der Pisa-Bericht 2025 platziert Madrid an der Spitze, während baskische Schüler aus einkommensstarken Familien hinter Asturien und Kantabrien zurückfallen. Katalonien fehlt in der Liste.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Pisa 2025: Madrid glänzt, die baskische Elite enttäuscht
Pisa-Bericht: Madrid vorne, das Baskenland enttäuscht bei der Elite

Ein Fall macht derzeit in Wirtschaftskreisen die Runde und erklärt besser als jede Grafik, wovon die Rede ist, wenn über den Pisa-Bericht 2025 gesprochen wird: zwei Schüler, die ihre Ikastola verließen, weil sie die Sprache nicht verstanden, und später jeweils ein Café übernahmen. Irgendjemand muss ja die Kaffees machen, spottet der Witz. Hinter dem Scherz steckt eine unbequeme Zahl: Madrid schneidet in der aktuellen Ausgabe der OECD-Studie gut ab, während das Baskenland, das jahrzehntelang mit seinem eigenen Bildungssystem prahlte, schlechter abschneidet, als es sein Einkommen vermuten ließe.

Was der Pisa-Bericht 2025 über Madrid und das Baskenland sagt

Das meistzitierte Ergebnis dieser Ausgabe bricht den Zusammenhang zwischen Geldbeutel und Zeugnis: Baskische Schüler aus dem höchsten sozioökonomischen Niveau erzielen schlechtere Ergebnisse als die Mittel- und Unterschichten in Asturien und Kantabrien. Die baskische Elite leistet weniger als Familien mit geringerem Einkommen im Nordwesten. Am anderen Ende erscheint Madrid in der Gruppe der besten Abschneider, zusammen mit Kastilien und León sowie Asturien.

Die bequeme Ausrede – Einwanderung und Sprache – stimmt so nicht ganz: Madrid konzentriert viele ausländische Schüler, bilinguale Schulen und internationale italienische, deutsche oder französische Lyzeen, und schneidet trotzdem besser ab. Das Argument, das an Gewicht gewinnt, verweist auf die Methode, nicht auf den Pass.

Warum Katalonien im Pisa-Bericht 2025 nicht auftaucht

Katalonien fehlt in der Liste, und das ist kein Rätsel. Von den 2.545 ausgewählten Schülern wurden 591 ausgeschlossen. Das sind 23,2 Prozent der Stichprobe, während die OECD maximal 5 Prozent toleriert. Zu den registrierten Gründen zählen körperliche Behinderungen, kognitive, Verhaltens- oder emotionale Schwierigkeiten sowie unzureichende Kenntnisse der Testsprache.

Der Ausschluss von einem von vier Getesteten macht die Prüfung nicht allein ungültig, aber das Bild bleibt hinkend und nährt den Verdacht, dass ungeeignete Fälle von der Bühne ferngehalten werden.

Die eigene Sprache als Dauerverdächtiger

Hier spaltet sich die Diagnose. Eine Richtung hält die Last der Kooffizialsprache – Unterrichtsstunden, Prüfungen, Materialien – für eine Bremse der allgemeinen Leistung; die andere erwidert, das Problem seien weder Baskisch noch Katalanisch, sondern eine Pädagogik, die Auswendiglernen und Anforderungen aufgegeben habe. Beide Lesarten existieren nebeneinander, ohne sich zu versöhnen.

Vom Klassenzimmer zum BIP: Die Debatte endet beim Geld

Die Sache driftet zur Regionalwirtschaft. Madrid ist viel reicher, sagen die einen. Kommt darauf an, wie man misst, entgegnen die anderen: Das BIP pro Kopf ist verzerrt durch die Firmenzentralen von Unternehmen, die in ganz Spanien Umsätze erzielen, die aber in der Hauptstadt verbucht werden – ein Effekt, der das Bild aufbläht, ohne das Leben der dort Wohnenden zu verbessern. Gemessen an den Haushaltseinkommen, so ihr Argument, übertreffen Baskenland, Navarra, Huesca, Girona und Barcelona Madrid.

Und dann ist da noch die Beschäftigung: In zwei Jahrzehnten hätte die baskische Region mehr öffentliche als private Arbeitsplätze geschaffen. Die einen lesen das als Sicherheitsnetz; die anderen als Warnung, dass die Industrie erlischt.



Madrid führt Europa in einer Metrik, die bei PISA nicht geprüft wird: 85,7 Jahre Lebenserwartung, die höchste des Kontinents. Während der Pandemie fiel sie um drei Jahre auf 82; der spanische Durchschnitt verlor 4,5 Jahre, Katalonien 6,3. In Schweden sank sie nicht. Von der Schulbank bis zum Krankenhausbett hat die Madrider Ausnahme mehr als ein Kapitel.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (49 Antworten).

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