Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Peseten-Briefmarken: Correos tauscht sie um, aber nicht gegen Geld
Briefmarken mit Peseten-Wert können bei Correos gegen Briefmarken in Euro umgetauscht werden, nicht gegen Bargeld. Beim Verkauf sind Abschläge von 30 % oder mehr auf den Nennwert üblich.
Peseten-Briefmarken: Sie können umgetauscht werden, aber nicht gegen Geld
Ein Privatmann findet im Müll eines mehrere Millionen Euro wertvollen Hauses ein Konvolut unfrankierter Bogenmarken. Er zählt sie und kommt auf etwa 600 Euro Nennwert. Er bittet um Hilfe beim Verkauf und entdeckt das eigentliche Problem: Briefmarken sind kein Geld, und der Staat ist nicht verpflichtet, den Betrag in bar zurückzuzahlen. Die Frage, mit der die Sache beginnt —wo bringt man dieses Papier zum Nennwert unter— hat eine unbequeme Antwort: fast nirgendwo.
Tauscht Correos Briefmarken gegen Geld?
Die kurze Antwort lautet nein. Die lange Antwort hängt vom Ausgabedatum ab. Marken mit Nennwert in Peseten können zwar umgetauscht werden, aber nur gegen andere Marken, die bereits in Euro ausgewiesen sind, niemals gegen Bargeld. Das bestätigt die Vorschrift, die ein Teilnehmer zitiert: Der Umtausch wird in jeder Postfiliale abgewickelt, der Antrag geht an die Unidad Central de Canje (zentrale Umtauschstelle), und der Betrag darf 600 Euro nicht übersteigen. Voraussetzung ist, dass der Wert ausschließlich in Peseten angegeben ist.
Das Verfahren ist jedoch nicht einheitlich. Manche berichten, dass in ihrer Filiale der Vorgang von vornherein abgelehnt wurde und er erst nach einer Reklamation über die Correos-Website klappte, die schließlich die Filiale anrief, um den Umtausch freizugeben. Die praktische Schlussfolgerung: Der Anspruch besteht, aber die Schulung des Schalterpersonals hält nicht immer mit. Es empfiehlt sich, das Dokument ausgedruckt mitzubringen und eine gestempelte Kopie zu verlangen.
Warum dir niemand den Nennwert bezahlt
Der Nennwert einer Briefmarke ist eine Dienstleistungszusage, kein Geldschein. Er dient zum Frankieren von Postsendungen und wird erst eingelöst, wenn er auf einen Umschlag geklebt wird. Wer Briefmarken im Wert von 600 Euro kauft, um sie aufzubewahren, hat dieses Kapital bei 0 % Zinsen eingefroren, wie ein Beitrag im Thread zusammenfasst. Das ist der echte Preis der Aktion.
Daher ist der einzige kommerzielle Ausweg der Abschlag. Der Vorschlag, sie zu 70 % des Nennwerts zu verkaufen, stößt auf allgemeine Skepsis: Der natürliche Markt sind Unternehmen mit hohem Postaufkommen, und die verhandeln ohnehin ihre eigenen Tarife. Die in der Diskussion genannte Spanne sinkt auf 50 % und darunter. Auf dem philatelistischen Markt ist die Zahl noch brutaler: Ein Verkaufsversuch in einem Fachgeschäft endete mit einem Angebot von 1 Euro pro 1.000 Marken.
Der Präzedenzfall, den niemand wiederholen will
Im kollektiven Gedächtnis spanischer Sparer ist eine Episode verankert: Forum Filatélico und Afinsa. Der Vergleich taucht sofort in der Diskussion auf und wirkt als Warnung. Diese Gesellschaften verkauften Briefmarken als Anlageprodukt mit versprochenen Renditen; das Ende ist bekannt. Jedes Geschäft, das Wertpapiermarken als Finanzasset darstellt, verdient dasselbe Misstrauen.
Der Unterschied zum vorliegenden Fall: Hier gibt es kein Renditeversprechen, nur ein aus dem Müll gerettetes Konvolut. Und trotzdem ähnelt das Ergebnis: ein Asset mit hohem Nennwert und null Liquidität.
Wo sie wirklich unterkommen
Es gibt drei Wege. Der erste: der offizielle Umtausch gegen Euro-Marken, nützlich nur, wenn der Besitzer Sendungen frankieren will. Der zweite: der Verkauf mit Abschlag an einen Dritten, der Post tatsächlich intensiv nutzt. Der dritte: der Flohmarkt: in Madrid auf der Plaza Major sonntagmorgens; in Barcelona auf der Plaça Reial. Die Erwartungen sind in beiden Fällen niedrig.
Der Kontext hilft nicht. Der gewöhnliche Briefverkehr ist eingebrochen, und die Postfilialen werden als leer beschrieben. Ein Asset, dessen Hauptverwendung ausstirbt, findet keinen Käufer, der seinen Nennwert zahlt.
Das Konvolut bleibt unverkauft. Correos tauscht das Papier um, aber es macht kein Geld daraus. Und damit endet die Geschichte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (36 Antworten).
Ein Kunde besucht die Andorrano-Filiale in Madrid nach telefonischer Bestätigung von vier Goldmünzen. Dort gibt es keine Bestände: Er muss zahlen und warten.
Hotel101 bietet Zimmer in Valdebebas für 208.800 Euro plus MwSt. mit monatlicher Gewinnausschüttung an, wobei Fragen zur Insolvenz der Betreiberfirma offen bleiben.
2015 verteilte er 125.000 € auf IBEX, EuroStoxx und S&P 500. Vier Jahre später schloss er alle drei Positionen mit Verlust. Die Chronik einer passiven Geldanlage.
Die Precolombino-Sammlung aus Mexiko: 24 Silberunzen, geprägt zwischen 1993 und 1998, heute eingestellt. Preise von 40 bis 70 Euro pro Stück – mit einem Haken.