Passfoto: im Laden 9 Euro, selbst gedruckt für Centbeträge

Vier Passfotos plus ein Porträtformat kosteten im Laden 9 Euro; ein 10x15-Abzug mit sechs oder acht Bildern kostet nur Centbeträge. Die Anforderungen für den spanischen Personalausweis…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Passfoto: im Laden 9 Euro, selbst gedruckt für Centbeträge
Neun Euro für vier Passfotos und ein Porträtformat

Ein Passfoto kostet im Laden etwa so viel wie ein Mittagsmenü. Der jüngste Fall, der in einem Gespräch zum Thema auftauchte: vier kleine Fotos für den DNI (den spanischen Personalausweis) plus ein großes Porträtformat, neun Euro. Man zahlt die Stange, weil es keine offensichtliche Alternative gibt und weil das Verfahren nicht jedes Foto akzeptiert: 32x26 Millimeter, Farbe, glatter weißer Hintergrund ohne Schatten, unbedecktes Gesicht, neutraler Ausdruck, keine Sonnenbrille und keine Reflexionen, scharf und auf Fotopapier gedruckt, nicht auf normalem Druckerpapier. Wer ein Handy hat, kann sich den Fotografen sparen. Wer keins hat, wie die Person, die diese Diskussion eröffnet hat, bleibt am Ladentisch stehen.

Der 10x15-Abzug und der Trick mit dem geklonten Gesicht

Die günstige Methode, die im Umlauf ist, ist einfach: das Foto mit dem Handy machen, auf eine 10x15-Zentimeter-Vorlage mit sechs oder acht Passbildern setzen und es an einem Fotodruckautomaten in einem Supermarkt oder Fotoladen ausdrucken lassen. Centbeträge pro Blatt. Danach mit der Schere ausschneiden. Der Clou: **Auf einem einzigen Blatt passen viele Kopien zum selben Preis**, und laut einem Teilnehmer fragt am Schalter niemand, wie das Foto entstanden ist, solange es die Vorgaben erfüllt.

Das Problem ist der Schritt davor. Ohne Handy mit Kamera, ohne Computer und ohne Verständnis für die Schritte verpufft die Ersparnis. Und dann taucht das zweite Problem auf, weniger technischer Natur: **Die vier übrigen Fotos gehen verloren**. Ohne feste Wohnadresse verliert sich jedes Papier, und man muss erneut zahlen. Die häusliche Lösung — ein Schuhkarton bei jemandem, dem man vertraut — setzt voraus, dass man jemanden hat, dem man vertrauen kann.

Berechnet die Kopierstelle die Tinte?

Die Frage ist berechtigt: Wenn eine Kopie viel Tinte verbraucht und eine andere fast keine, warum zahlt man denselben Preis? Die Antwort ist wirtschaftlich, nicht technisch. **Abgerechnet wird pro Blatt, nicht pro Tinte**, denn der exakte Verbrauch jedes Ausdrucks zu messen würde mehr kosten als der ohnehin angesetzte Durchschnitt. Manche Blätter verbrauchen viel, andere wenig; der Schnitt rechnet sich. Der Abzug auf Fotopapier wird allerdings separat und pro Stück berechnet.

Die Polizeiwache: Wird das Foto dort gemacht?

Hier passen offizielle Darstellung und Erfahrung nicht ganz zusammen. Die verbreitete Version lautet, dass die Polizeiwachen der Policía Nacional das DNI-Foto nicht machen: Der Antragsteller bringt es mit. Aber manche behaupten das Gegenteil mit einer sehr konkreten Szene: Wenn das mitgebrachte Foto retuschiert wirkt, setzt der Beamte einen hin und macht das Foto selbst. **Nach dieser Version wird das Foto auf der Wache gemacht, wenn es nötig ist**, und das Verfahren läuft weiter. Es gibt keine feste Bestätigung, dass dies überall umgesetzt ist, oder dass die Selbstbedienungsautomaten zur Verlängerung des Ausweises noch funktionieren. Im Zweifel: vorher fragen, bevor man Geld ausgibt.

Wenn das Problem nicht das Foto ist

Wenn das Hindernis das Geld und die Straße sind, ändert sich das Angebot an Hilfen. Obdachlosenhilfen in der Stadt Valencia, Cáritas und die Sozialdienste des Rathauses helfen bei Formalitäten, übernehmen manchmal Fotos und Gebühr und bewahren an manchen Orten Dokumente unter dem Namen der Person auf. Der erste Schritt ist in jedem Fall die Anzeige des Diebstahls.

Es bleibt die unbequeme Frage: Wenn das System ein Foto im Format 32x26 Millimeter verlangt, damit man administrativ existiert, warum hängt der Preis dieses Fotos davon ab, ob man eine Wohnung hat, um es aufzubewahren?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (24 Antworten).

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