Pardo de Vera: Lehnte 20 SPD-nahe Lebensläufe bei Adif ab

Isabel Pardo de Vera behauptet, sie habe fast 20 SPD-freundliche Bewerbungen für die Adif-Führung abgelehnt und nur Jésicas auf Koldos Bitte weitergegeben.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Pardo de Vera: Lehnte 20 SPD-nahe Lebensläufe bei Adif ab
Pardo de Vera: Lehnte 20 SPD-nahe Lebensläufe bei Adif ab

Isabel Pardo de Vera steht seit 18 Monaten unter Anklage und hat sich zum Sprechen entschlossen. Die ehemalige Präsidentin von Adif, dem spanischen Staatsunternehmen für Schieneninfrastruktur, wird wegen der Einstellung von Jésica Rodríguez – Ex-Partnerin des ehemaligen Ministers Ábalos – und angeblicher Unregelmäßigkeiten im öffentlichen Bauwesen untersucht. Sie behauptet, Regierungsvertreter hätten sie gebeten, Personen mit Nähe zur PSOE (Sozialistische Arbeiterpartei Spaniens) in der Unternehmensführung zu platzieren. „Fast 20 Lebensläufe“, versichert sie. Und fügt hinzu, was jeder Leser wissen will: Sie sagte Nein zu allen.

Wer forderte die Ernennungen und warum sie ablehnte

Laut Pardo de Vera kamen die Bitten vom Minister oder anderen Regierungsmitgliedern. Sie nennt keine Namen, lässt aber offen: „Wenn es dem Verfahren hilft, würde ich es dem Richter sagen.“ Ihr Ablehnungsgrund war technisch, nicht sarracena: Die Kandidaten erfüllten nicht die Qualifikationen für die Adif-Führungsebene. Manche sehen darin eine Ausrede, andere den Beweis für systematische Vetternwirtschaft in Staatsunternehmen. Entscheidend ist, dass die Beschuldigte den Finger auf die Regierung legt, nicht auf einen einzelnen Berater.

Jésicas Lebenslauf: Wer schickte ihn und wer stellte ein?

Hier wird es kompliziert. Pardo de Vera gibt zu, Jésica Rodríguez' Lebenslauf an die Präsidentin von Ineco (eine staatliche Beratungsgesellschaft) weitergeleitet zu haben. „Koldo bat mich im Auftrag von Ábalos“, sagt sie. Sie beruft sich auf Zuständigkeitsgrenzen: Sie hatte keine Kompetenz bei Ineco, daher lägen die Erklärungen zur Einstellung bei deren Präsidentin. Der Oberste Gerichtshof stellte in seinem Urteil gegen den Ex-Minister (24 Jahre Haft) fest, dass Pardo de Vera direkte Maßnahmen zur Sicherung dieser Einstellung veranlasst habe. Sie bestreitet dies. Der Widerspruch bleibt bestehen und muss vom Nationalen Gerichtshof geklärt werden.

Koldo, Aldama und der VIP-Zugang zum Ministerium

Sie beschreibt Koldo García als „inakzeptable Person ohne Ausbildung und mit fragwürdiger Vergangenheit“. Akten zeigen eine Nachricht, in der er sie bezüglich ihrer Führung als „große Hure“ bezeichnete. Über den Vermittler Víctor de Aldama räumt sie ein, dass sie überrascht war, wie leicht er sich in den noblen Bereichen des Verkehrsministeriums bewegte. Gab es weitere Unternehmer mit diesem Zugang? „Ja“, antwortet sie, nennt einen bekannten Namen und erwähnt andere, um ihren Ruf nicht zu schädigen. Die UCO (Zivilschutzeinheit der Guardia Civil) argumentiert, Koldo habe Einfluss auf ihre Auftragsvergaben gehabt. Ihre Antwort ist vernichtend: Die Adif-Präsidentin sei nicht Teil der Kette bei Dutzenden Vergabeverfahren, sodass ein „Ignorant“ wie Koldo diesen Einfluss erfunden haben könnte, um Provisionen zu kassieren.

Die UTE-Nachricht, die niemand erklärt

Unter den abgefangenen Nachrichten befindet sich eine von Koldo mit Ergebnissen einer Hochgeschwindigkeitsbahn-Ausschreibung in Extremadura: Eine UTE (Arbeitsgemeinschaft) hervorgehoben, das Angebot eines anderen Unternehmens blasser dargestellt. Pardo de Vera fand dies unangebracht, informierte Ábalos und gab zu, nichts verstanden zu haben: Die beiden markierten Unternehmen waren nicht die Zuschlagsempfänger. „Was soll das bedeuten?“, fragte sie. „Ich weiß nicht, ob er mich testen wollte“, fügt sie hinzu. Sie fordert eine umfassende Untersuchung. Hier starren Verteidigung und Anklage einander ohne Blinzeln an.

Beziehung zu Ábalos und Ursprung der Ernennung

Pardo de Vera besteht darauf, Ábalos erst am Tag vor der Jobofferte kennengelernt zu haben und niemanden aus der PSOE zu kennen; sie war Generaldirektorin unter der PP (Volkspartei) mit drei Ministern dieser Partei. Sie räumt ein, dass sich nach drei Jahren mehr Vertrauen entwickelte, aber stets professionell. „Er hat mich immer respektiert“, sagt sie. Hier stockt die Analyse: Wenn die Beziehung rein beruflich war und sie zwanzig Lebensläufe ablehnte, warum leitete sie Jésicas weiter? Die Antwort – „Koldo bat im Auftrag von Ábalos“ – stellt sie ins Zentrum der Ermittlungen. Sie vertraut darauf, dass der Nationale Gerichtshof die „absolute Wahrheit“ klärt. Unterdessen bleibt sie nach 18 Monaten angeklagt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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