Pantera Bitcoin Fund: 25.004 % Rendität für fast nichts tun

Der Pantera Bitcoin Fund erzielte seit 2013 eine kumulierte Rendite von 25.004 %, indem er einfach Bitcoins kaufte und hielt. Manche Anleger sahen diese volle Rendite nie.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Pantera Bitcoin Fund: 25.004 % Rendität für fast nichts tun
Ein Bitcoin-Fonds vervielfachte sein Geld um das 250-Fache, ohne einen Finger zu rühren

2013 Bitcoin kaufen und sonst nichts tun. Das war die gesamte Strategie des Pantera Bitcoin Fund, und das Ergebnis laut dem Brief an seine Anleger vom Dezember 2017 war eine kumulierte Rendite von 25.004 %. Die Zahl, veröffentlicht vom The New York Times, war kein Tippfehler: Der Fonds wurde aufgelegt, als ein Bitcoin einen Bruchteil dessen wert war, was er vier Jahre später kosten sollte, und hielt die Münzen einfach, während der Preis stieg. Die Zahl wurde bei einem Bitcoin-Kurs von 15.500 US-Dollar berechnet; Tage später, am 19. Dezember 2017, hatte er 19.000 erreicht und korrigierte dann auf etwa 14.136.

Zur Einordnung: Der weltweit beste Hedgefonds des Jahres 2016 erzielte laut der Beratungsfirma Preqin eine Rendite von 148 %. Pantera übertraf ihn um zwei Größenordnungen. Die annualisierte Rendite seit 2013 lag bei rund 250 %.

Eine Entscheidung, die 2013 kaum jemand verstand

Dan Morehead, Gründer von Pantera Capital nach einer Karriere bei Goldman Sachs, brachte es so auf den Punkt: Schwierig war nicht die Verwaltung des Fonds, sondern der Entschluss, ihn aufzulegen, als Bitcoin vor allem als Währung für illegale Internetmärkte bekannt war. „Der erste schwierige Teil war die Entscheidung, einen Kryptowährungs-Fonds aufzulegen, als alle dachten, das sei Wahnsinn“, erklärte er.

Der Fonds betrieb kein ausgeklügeltes Trading und sicherte keine Risiken ab. Er kaufte und wartete. Jeder Kleinanleger mit einem Exchange-Konto hätte den Schachzug nachahmen können – nur dass es 2013 mehr Nervenstärke erforderte als heute.

Nicht alle Anleger sahen die 25.004 %

Hier liegt das Detail, das in den Schlagzeilen meist untergeht. Viele frühere Anteilseigner verkauften während des langsamen Absturzes 2014 und 2015, als der Preis ohne Pause fiel. Andere stiegen mitten im Boom ein und erwischten nur die letzte Etappe: rund 1.900 %. Auch nicht schlecht, aber eben nicht dasselbe.

In absoluten Zahlen schätzte Pantera, rund 2,1 Milliarden US-Dollar für seine Anleger verdient zu haben. Davon hatten die Kunden selbst etwa 1,7 Milliarden bereits in Bitcoins abgehoben, um die jährliche Gebühr von 0,75 % zu vermeiden. Der Fonds hielt Münzen im Wert von 400 Millionen, auf eine ursprüngliche Investition von rund 150 Millionen.

Der Run auf Krypto-Fonds 2017

Panteras Erfolg wirkte wie ein Magnet. In jenem Jahr wurden mehr als 150 Fonds aufgelegt, die sich auf virtuelle Währungen konzentrierten, weltweit insgesamt 175, laut der Analysefirma Autonomous Next. Die meisten kamen zu spät in einen Markt, dessen Preis sich bereits mehrfach vervielfacht hatte.

Der Fonds nahm nur akkreditierte Anleger mit einem Minimum von 50.000 US-Dollar auf, die Feier war also nicht für jeden offen. Der Vergleich mit der holländischen Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, den manche Analysten anstellten, schien auch nicht abwegig.

Bei diesen Zahlen würde jeder meinen, institutionelles Geld würde die Branche überfluten. Und doch hatte die Mehrheit dieser 175 Fonds keine Erfolgsbilanz vorzuweisen. Die vorsichtigste Prognose ist, dass Panteras 25.004 % ein einmaliger Fall bleiben – wobei niemand weiß, wie viele der später gestarteten Fonds noch existieren werden, wenn der Preis erneut korrigiert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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