Operation Prosperity Guardian scheitert im Roten Meer

Trotz US- und britischer Angriffe auf den Jemen hält die Operation Prosperity Guardian Huthi-Angriffe nicht auf: 14 Drohnen abgeschossen, Tanker dreht um.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Operation Prosperity Guardian scheitert im Roten Meer
Rotes Meer: Die Operation Prosperity Guardian kommt nicht voran

Am selben Tag, an dem der Name der neuen Seeallianz bekannt wurde, schoss die USS Carney 14 Drohnen ab, und die HMS Diamond meldete eine weitere. Beide gehörten zur gleichen Angriffswelle. So begann die Operation Prosperity Guardian mit einer eingebauten Paradoxie: Ein internationaler Schild für den Schiffsverkehr im Roten Meer wurde angekündigt, während die Angriffe weitergingen. Ein US-Militärvertreter hatte den Plan in einer Nachricht vorgestellt, die Schutz für die Schifffahrt versprach. Was folgte, war ein Tanker mit fast einer Million Barrel US-Rohöl, der mitten im Roten Meer umdrehte.

Was ist die Operation Prosperity Guardian?

Sie wurde als internationale Anstrengung vorgestellt, um Handelsschiffe zu schützen, die das Rote Meer durchqueren. Das Konzept auf dem Papier ist das übliche: Eine multinationale Seestreitmacht eskortiert Frachter und soll Angreifer von der jemenitischen Küste abschrecken. Keine Blockade. Keine Invasion. Nur Eskorte.

Das Design kombiniert die Abfangung von Drohnen und Raketen mit einer Abschreckungspräsenz. Das Problem ist, dass die Liste der Vorfälle keinen einzigen Tag ruhte. Jeder neue Angriff untergräbt das zentrale Argument der Mission. Wenn der Korridor weiterhin gefährlich bleibt, wozu dient dann die Eskorte?

Angriffe, die die Eskorte nicht gestoppt hat

Der Tanker, der US-Rohöl transportierte, führte eine 180-Grad-Wende durch, ein ungewöhnliches Manöver für ein Schiff dieser Größe und Ladung. Dann kam der Massengutfrachter Tutor, dessen Heck laut verbreiteten Bildern beschädigt wurde. Der Einschlag wird einem unbemannten Fahrzeug zugeschrieben, und es gibt ein Detail, das unerklärt bleibt: Die bewaffnete Besatzung feuerte nicht zurück.

Hinzu kommt der Start einer ballistischen Rakete, die Berichten zufolge in einem Wüstengebiet einschlug, ohne nennenswerte Folgen. Und die Luftangriffe der Vereinigten Staaten und des Vereinigten Königreichs auf Hodeida, Taiz, Zabid und Sanaa, die eine weitere Eskalation markieren: Es werden nicht mehr nur Drohnen abgefangen, sondern Ziele an Land getroffen.

Was den Huthis zugeschrieben wird und was unbestätigt bleibt

Den Huthis werden die Schiffsangriffe zugeschrieben, und einige Nutzeranalysen fügen viel mehr hinzu: dass sie seit acht Jahren Krieg gegen eine Länderkoalition führen und mehrere US-Drohnen abgeschossen haben, darunter einige der teuersten im Inventar. Es wird auch über die Schließung des israelischen Hafens Eilat und iranische Berater vor Ort gesprochen. Nichts davon wird durch unabhängige Überprüfungen bestätigt, daher sollte man es als das behandeln, was es ist: unbestätigte Behauptungen.

Fakt ist jedoch der spöttische Ton, der die Entsendung in weiten Teilen der Diskussion begleitet, wobei das Tag Prosperity Guardian 404 als Zusammenfassung der Bilanz kursiert. Die Kluft zwischen Ankündigung und Ergebnissen ist heute das Hauptargument der Skeptiker der Operation. Auch jene, die sich weigern, Partei zu ergreifen und den Konflikt als fremdes Opfer sehen, von dem sie nur Schaden auf beiden Seiten erwarten, fehlen nicht.

Wer hat sich angeschlossen und mit welchen Mitteln?

Hier schrumpfen die Zahlen schnell. Von Singapur hieß es, es stelle Militärpersonal bereit, mit einer unbequemen Präzisierung: als Beobachter. Sri Lankas Beitritt erfolgt, während das Land bankrott ist, mit der Erwartung, etwas dafür zu erhalten. Dies sind eher politische Unterstützung als operative Fähigkeiten, und man sollte sie so lesen, bevor man sie als reale Kraft auf dem Wasser zählt.

Handelskosten und Terrorliste

Parallel verlagert sich die Debatte auf die Märkte. Manche behaupten, der Handel in der Zone gehe weiter und der Ölpreis sinke, was die Dringlichkeit des Problems mindere.

Ein letztes Element bringt zusätzliche Unruhe. Laut geteilten Informationen könnten die USA die Huthis von der Terrorliste streichen, falls sie ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer einstellen. Derselbe Akteur, der bombardiert wird, könnte als Verhandlungsmasse von der schwarzen Liste genommen werden. Militärischer Druck und Verhandlungen koexistieren, ohne dass eines sich vollständig durchsetzt.

Wie lange hält eine Koalition durch, die nicht einmal einen einzelnen Frachter davon abhalten kann, umzudrehen?

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (121 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver