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Ölpreis bei 45 Dollar: Der Bär erwacht an den Börsen
Der Markt-Bär erwacht: Öl fällt auf 45 Dollar, während Szenarien eines 30%-Korrekturen in Aktienkursen diskutiert werden.
Jetzt kaufen oder abwarten, bis die Kurse noch tiefer fallen? Diese Frage stellt sich seitdem die Märkte nicht mehr steigen, sondern Gewinne abgeben. Der Markt-Bär hat sich nach einer langen Winterruhe gestreckt, mit dem Ölpreis im Fokus: Ein Teilnehmer sieht das Barrel bei rund 45 Dollar, ein anderer erinnert daran, dass der WTI selten so stark eingebrochen ist wie in dieser Sitzung. In den USA verloren die Indizes zeitweise 800 Punkte, bevor sie fast im grünen Bereich schlossen, was laut einem Forumsteilnehmer die Nervosität widerspiegelt.
Ist Corona die Ursache oder nur der Vorwand für den Absturz?
Zwei Narrative prallen aufeinander. Das eine besagt, dass der Rückgang schon länger brodelte: Bei einer globalen Mega-Blase stiegen die Märkte wild weiter, und das Bicho war nur der Funke, nicht das Feuer. Das andere fokussiert sich auf die Epidemie und ihren Zeitplan: Quarantänen zur Vermeidung von Krankenhauskollapsen, Ausbreitung in den USA und ein Impfstoff, der erst Mitte des Sommers verfügbar sein könnte. Manche fassen den Horizont in einem Satz zusammen: „Mindestens bis Juli dauert es noch.“
Wer nach China blickt, relativiert die Dramatik. Ein Nutzer argumentiert, dass die Lage dort in weniger als zwei Monaten besser wurde und außerhalb Hubeis keine vergleichbaren Quarantänen galten. Daraus zieht er eine unbequeme Schlussfolgerung: Ein luftübertragbares Bicho lässt sich ohne brutal strenge Isolierung kaum eindämmen. Diese Nuance ist entscheidend, denn davon hängt alles Weitere ab.
Wie weit kann der Aktienmarkt vom Hoch fallen?
Die kursierenden Szenarien nennen konkrete Zahlen. Einer berechnet, dass eine Korrektur um rund 30% ansteht, wenn der S&P 500 das Tief von 2018 erreicht – was er als nahezu sicher ansieht –, was einer teilweisen Einstiegschance nach Lehrbuch entspricht. Wenn die Epidemie durch gutes Wetter und Gesundheitsmaßnahmen eingedämmt wird, könnte die Erholung heftig ausfallen; andernfalls würde der Index auf 1500 sinken, ein Minus von 55% vom Hoch. In diesem Worst-Case-Szenario bliebe noch Liquidität, um nachzukosten.
Kaufen in Panik: Die Versuchung des Schnäppchens
Hier entscheidet sich die Partie. Manche plädieren dafür, zu kaufen, während andere verkaufen, warnen aber vor dem Dead-Cat-Bounce, der Anleger in die Falle locken kann. Persönliche Daten illustrieren die Lage: Ein Nutzer gibt an, weniger als 5% Cash im Portfolio zu haben; ein anderer verfügt über 4797 Euro zum Investieren, ist arbeitslos und kann kein Geld nachzahlen, genau jetzt, wo seine Lieblingsunternehmen zu Schnäppchenpreisen stehen; ein dritter hat Geld in Festgeldanlagen gebunden, die erst im Mai fällig werden.
Das wiederkehrende Vorbild im Thread ist 2009: Einige erinnern daran, dass der Aktienmarkt ein großartiges Jahr hatte, als die Stimmung am schlechtesten war. Niemand hat eine Glaskugel, aber wer auf das absolute Tief wartet, kommt oft zu spät.
Der Bär streckt sich unterdessen weiter. Und jene, die ihre Bunkerfestung auf Oktober ausrichteten, haben nun die Antwort: Es war nicht Oktober.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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