Nutzer verwirft Solarthermie für Heizung: 12 kWh statt 300

Eine im Diskurs verbreitete Rechnung schließt Solarthermie zur Heizung aus: 10 m² Kollektoren liefern 12 kWh täglich gegenüber den benötigten 300.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Nutzer verwirft Solarthermie für Heizung: 12 kWh statt 300
Solarthermie zur Heizung: 12 kWh gegenüber 300 benötigten

Ein 140 Quadratmeter großes Haus auf zwei Etagen in einem Dorf im Norden Spaniens ist kalt und feucht. Es ist 18 Jahre alt und nutzt eine gemeinschaftliche Ölkesselheizung, die jedes Mal entlüftet werden muss, wenn sie gestartet wird. Der Eigentümer betritt das Anwesen nur im Frühling und Sommer. Die Frage, die die Diskussion eröffnete, war, ob eine Installation von Solarthermie verhindern könnte, dass die Wohnung bei der Ankunft an einem Winterwochenende 8 Grad statt 15 Grad hat. Die erste Berechnung in der Konversation beendete die Idee sofort.

Das Problem: 140 kalte, feuchte Quadratmeter, nur halbjährig genutzt

Das Haus ist nicht aus Stein, verhält sich aber so. Sein Besitzer beschreibt ein feuchtes Klima ohne sichtbare Flecken an den Wänden und einen keramischen Boden im Erdgeschoss, der ewig braucht, um zu trocknen, selbst wenn die Fenster offen sind. Seine Theorie besagt, dass diese Feuchtigkeit dafür sorgt, dass es im Sommer innen kühl bleibt und es im Winter schwerfällt, die Temperatur zu erhöhen.

Das erklärte Ziel war nicht, dort im Januar zu leben, sondern etwas Bescheideneres: die Sonnenstunden nutzen, um die Kälte aus dem Haus zu nehmen, sodass man bei der Ankunft das Thermometer von 15 auf 20 Grad treiben müsste, statt bei 8 zu starten. Eine vernünftige Erwartung. Und laut der Berechnung eines Teilnehmers unmöglich mit Kollektoren.

Warum erwärmt Solarthermie ein Haus im Winter nicht?

Die Berechnung, die zur Schließung der Debatte diente, geht von einer Wohnung aus, die nicht schlecht gedämmt ist und durchschnittlich 100 kWh pro Tag allein zur Aufrechterhaltung der Temperatur verbraucht. Aufgrund des Alters und der Lage würde dieser Wert leicht verdreifacht. Das bedeutet etwa 300 kWh täglich.

Auf der anderen Seite der Waage steht die verfügbare Winterstrahlung: großzügig gerechnet etwa 300 W pro Quadratmeter über acht Stunden am Tag. Mit 10 m² Solarkollektoren – was bereits viel ist – und einem Wirkungsgrad von 50 % bleibt die tägliche Zufuhr bei 12 kWh. Das Verhältnis beträgt eins zu fünfundzwanzig. Kein Pufferspeicher kann diese Lücke schließen.

Manche argumentieren, dass Solarthermie als Unterstützung taugt, aber nur mit Niedertemperatur-Emittoren: Fußbodenheizung bei etwa 40 Grad, keine herkömmlichen Heizkörper. Und Fußbodenheizung ist Neubaumaßnahme, keine improvisierte Renovierung.

Wo es sinnvoll ist: Warmwasser und hoher Verbrauch

Die eingebrachte Praxiserfahrung zeigt in eine andere Richtung. In einem Privathaus mit seit acht Jahren installierten Kollektoren ist das Erwärmen von Wasser kostenlos, unterstützt durch einen Gas-Durchlauferhitzer für trübe Perioden: In dieser Zeit wurde nur eineinhalb Butanflaschen verbraucht. Der große Sprung liegt in der Gastronomie: Ein Hostel mit 70 Zimmern, das Kollektoren für Warmwasser nutzt, reduzierte die Rechnungen erheblich.

Dagegen steht das Einwand der Skalierung. Brauchwarmwasser ist ein kleiner, vorhersagbarer Verbrauch; die Heizung eines kalten Hauses im Winter ist es nicht. Ein Nutzer gibt an, dass seine Kosten für Brauchwarmwasser mit Gas bei rund zwei Euro pro Monat und Person liegen, heiße Duschen inklusive.

Innen oder außen dämmen: die ungelöste Debatte

Hier spaltete sich die Konversation in zwei Lager. Eine Strömung verteidigt die Innendämmung – Vorsatzschalen aus Gipskarton mit Wolle an Wänden und Decken, dicke Teppiche, Abdichten von Türen und Fenstern –, weil sie günstiger ist, nur das bewohnte Volumen erwärmt und keine Fassadengenehmigungen erfordert. Bei gut eingehüllter Wohnung wird das Heizsystem sekundär.

Die Gegenposition hält die Außendämmung für technisch überlegen, räumt aber ein, dass es bei einem Wochenendhaus aufgrund der Kosten absurd wäre. Ein dritter, radikalerer Weg leugnet die Prämisse direkt: Manche erinnern daran, dass man in Kastilien jahrhundertelang in Lehmzieelhäusern mit Holzofen gelebt hat, weil Lehm nicht isoliert, sondern speichert. Der vollständige Fall mit Investitionssummen gegenüber Jahresverbrauch ist derjenige, der nie ganz abgeschlossen wurde.

Holz, Öl und Kohle: die reale Rechnung jedes Systems

Der Kostenvergleich dominiert die zweite Hälfte des Austauschs. Ein Zeugnis beziffert den letzten Winter mit Kohlekessel auf 1.200 Euro plus sieben bis acht Butanflaschen; beim Umstieg auf Öl sprang die Rechnung im ersten Jahr, als die Kraftstoffpreise explodierten, auf 2.200 Euro. Auf der Gegenseite blieb ein Haus über 400 Quadratmeter in Kanada, konstant 26 Grad mit Erdgas, bei 70–80 Dollar monatlich.

Die Dämmung erklärt diesen Unterschied besser als der Brennstoff. Für gelegentliche Nutzung gewinnt der einfachste Vorschlag Anhänger: ein geschlossener Kamin oder Warmluftkachelofen mit Anschlüssen für zwei oder drei Heizkörper, Holz als Brennstoff und kein Bauaufwand. Und um nicht in ein eingefrorenes Haus zu kommen, ein Timer, der die Heizung Stunden vorher startet, die thermische Trägheit nutzt und vor der Abreise abschaltet.

Die Feuchtigkeit, die niemand vollständig erklärt

Ein loser Faden bleibt ungeklärt. Der Eigentümer sorgt sich, ob das Mieten eines industriellen Luftentfeuchters für ein Wochenende ausreicht, um das Haus auf vernünftige Werte zu bringen. Die plausibelste gegebene Erklärung ist, dass das Unbehagen nicht vom Wasserdampf kommt, sondern von der Oberflächentemperatur: Bei Wänden, Böden und Decken mit 7 Grad kann die Luft warm sein und sich dennoch kalt und feucht anfühlen, bis diese Masse temperiert ist.

Mit diesen Zahlen lautet die technische Schlussfolgerung, dass Solarthermie die Heizung nicht trägt, Innendämmung hilft und die Kompartmentalisierung der Etagen – Treppenhaus mit Schiebetür schließen – auf dem Tisch liegt. Was unbeantwortet bleibt, ist, wie viel dieser Kälte echte Feuchtigkeit ist und wie viel einfach Wände sind, die sich nicht erwärmen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (117 Antworten).

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