Ubuntu-Update von 18.04 auf 24.04 endet mit schwarzem Bildschirm
Kann man ein Betriebssystem um sechs Jahre auf einmal aktualisieren, ohne dass etwas kaputtgeht? Im vorliegenden Fall lautet die Antwort nein. Ein Ubuntu-Nutzer seit September 2012 – über zwölf Jahre Linux-Nutzung ohne einen einzigen Fehlerbildschirm – entschied sich, seinen Rechner auf den neuesten Stand zu bringen, da Version 18.04 keine Updates mehr erhielt und Menüs fehlten. Er klickte auf „Aktualisieren“, und das System sprang auf 20.04. Ergebnis: Schwarzer Desktop, keine Möglichkeit, irgendetwas einzurichten. Er versuchte es erneut. 22.04. Dasselbe Problem. Er probierte die neueste LTS-Version, 24.04, aber das Bild änderte sich nicht: Dokumente, Fotos, E-Mails und Audiodateien waren noch vorhanden, aber die grafische Umgebung war eine Wüste.
Der Rechner ist kein altes Modell: AMD Ryzen 7, 16 GB RAM, eine GTX 1660 Super und eine 500 GB SSD. Hardware im Überfluss für jede Desktop-Umgebung. Das Problem lag nicht an der Maschine, sondern am Sprung.
Was passiert, wenn man bei Ubuntu-Updates sechs Jahre überspringt
Laut einem Kommentar im Thread wurde die Unterstützung für Version 20.04 im April eingestellt, und 18.04 war bereits zwei Jahre lang nicht mehr abgedeckt. Eine wartungsarme Version weiterzuführen und zu versuchen, sie direkt hochzustufen, ist wie der Versuch, von Windows XP auf Windows 7 zu wechseln, nachdem Microsoft seine Server geleert hat: Das System verweigert den Dienst. Die Repositories der Zwischenversionen sind nicht mehr verfügbar, und der Update-Prozess wird zu einer Kette gebrochener Abhängigkeiten, die alte Konfigurationen auf neue Binärdateien zieht.
Das häufigste Ergebnis ist das, was der Betroffene beschreibt: Das System startet, die Daten sind da, aber der Desktop wird nicht gezeichnet. Kein Hintergrundbild, keine Systemeigenschaften, keine Menüs. Nur Browser und E-Mail funktionieren, da sie unabhängige Anwendungen sind.
Der Fehler „Oh No… Wrong“ und die Befehlszeile, die ihn beendete
Auf der Suche nach Lösungen fand der Betroffene eine Liste mit „24 Dingen, die du in deinem neuen Ubuntu tun solltest“. Darunter Anweisungen zur Konfiguration von GNOME – dem Standard-Desktop von Ubuntu – über Befehle. Er kopierte, fügte ein und startete neu. Dann erschien der weiße Bildschirm mit der Meldung „Oh No… Wrong“. Das System startete nicht mehr. Nicht einmal über das BIOS.
Die Diagnose, die unter denen kursiert, die diesen Fehler gesehen haben, ist, dass die GNOME-Oberfläche unbrauchbar geworden ist. Es ist kein kritischer Ausfall des Betriebssystems selbst: Die Dateien sind intakt. Die am häufigsten genannte Lösung besteht darin, eine andere grafische Umgebung wie XFCE über die Befehlszeile zu installieren, um ins System zu gelangen und von dort aus GNOME zu reparieren oder neu zu installieren.
Neuinstallation von Grund auf: die gewählte Lösung
Nach mehreren Tagen der Versuche entschied sich der Betroffene für den Weg, den die meisten Stimmen als kürzesten bezeichneten: Version 24.04.2 auf einem anderen Computer herunterladen, einen Boot-Stick erstellen und von Grund auf installieren, wobei die Festplatte formatiert wurde. Er hatte zuvor eine Sicherungskopie seiner persönlichen Daten auf einem USB-Stick gemacht, sodass nichts verloren ging.
Die Empfehlung, die am hartnäckigsten wiederholt wird, ist, die Partition [/I]/home[/I] von der Systempartition zu trennen. So kann das System neu installiert werden, ohne die persönlichen Dateien anzufassen, wenn es zusammenbricht. Eine weitere übliche Praxis ist die Verwendung von Dateisystemen mit Snapshots – BTRFS oder ZFS –, die es ermöglichen, in der Zeit zurückzugehen, ohne von manuellen Backups abhängig zu sein.
Ist Linux instabil oder macht der Nutzer Fehler?
Das Thema entwickelte sich zu einer klassischen Auseinandersetzung. Auf der einen Seite diejenigen, die behaupten, solche Desaster beweisen, dass Linux nichts für jedermann ist und Windows benutzerfreundlicher bleibt. Auf der anderen Seite diejenigen, die daran erinnern, dass der Betroffene zwölf Jahre lang Ubuntu ohne ernsthafte Probleme genutzt hatte, und dass der Fehler nicht von Linux kam, sondern vom Überspringen von sechs Jahresversionen ohne Durchlaufen der Zwischenstufen.
Manche weisen darauf hin, dass große Updates in jedem System Probleme verursachen, auch in Windows, und dass schrittweises Aktualisieren sinnvoll sei. Andere verteidigen, dass Rolling-Release-Distributionen – die kontinuierlich aktualisiert werden – langfristig tatsächlich stabiler sind, weil sie nie so große Versionsprünge ansammeln. Die Diskussion endete, wie fast immer, wenn Linux und Windows aufeinandertreffen, hitziger als das technische Problem selbst.
Am Ende installierte der Betroffene neu, aktualisierte die Pakete, konfigurierte den Browser und paschte Schriftarten und Farben an. Alles funktioniert. Die Lektion, falls jemand sie braucht: Sechs-Jahres-Sprünge sollte man weder bei Betriebssystemen noch bei Hypotheken machen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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