Nur jede vierte befragte Single-Frau datet aktiv, und fast die Hälfte glaubt nicht, einen Partner zu finden
Eine internationale Umfrage unter 169 heterosenshetero Single-Frauen liefert eine Zahl, die für sich spricht: Nur 25% daten aktiv jemanden. Unter denen, die es versuchen, hält fast die Hälfte das Dating heute für schwieriger als vor einigen Jahren, und 46,8% glauben schlicht nicht, im Moment einen Partner zu finden. Die Schlagzeile, wonach Frauen die Partnersuche aufgegeben haben, greift zu kurz: Die meisten haben nicht aufgegeben, sie haben die Spielregeln geändert.
Was die Daten über die Single-Frauen sagen
Die Psychologin Ana Lombardía, Sesso bei Womanizer, fasst den Stimmungswandel zusammen: Viele Frauen sind nicht mehr traurig darüber, keinen Partner zu finden, sie haben einfach aufgehört, damit zu rechnen. Die Studien, die sie zitiert, deuten in dieselbe Richtung. Eine in Social Psychological and Personality Science veröffentlichte Untersuchung mit 5.941 Singles ergab, dass Frauen im Durchschnitt zufriedener mit ihrer Beziehungssituation und ihrem Leben waren, eine etwas höhere sens Zufriedenheit angaben und ein geringeres Verlangen nach einer Partnerschaft hatten als Männer. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Frauen sich offenbar besser in der Singleschaft zurechtfinden, wobei die Ergebnisse nicht bedeuten, dass alle lieber allein sind.
Die Zahl des Pew Research Center zu 4.860 US-Erwachsenen fügt eine weitere Ebene hinzu: 61% der Single-Männer suchten eine Beziehung oder Dates, gegenüber 38% der Single-Frauen. Unter den Frauen ab 40 Jahren gaben 71% an, weder eine Beziehung noch Dates zu suchen. Die häufigsten Gründe für die Nichtsuche waren andere Prioritäten (47%) und die Freude am Singleleben (44%).
Warum Frauen nicht mehr aktiv einen Partner suchen
Wenn man fragt, was schiefläuft, überraschen die Antworten niemanden, der in diesem Bereich arbeitet: 35% treffen auf Leute, die nur Casual Sens wollen, 30% stoßen auf unklare Erwartungen oder inkonsistente Kommunikation, und 21% finden niemanden, der echte Verbindlichkeit sucht. Es ist ein verwirrendes Terrain, auf dem niemand nach denselben Regeln zu spielen scheint. Dazu kommt, dass Männer wie Frauen schneller Ergebnisse erwarten, ohne Risiken einzugehen, Unbehagen um jeden Preis vermeiden und nicht bereit sind, in eine Beziehung zu investieren, um sie aufzubauen.
Das Gefühl, dass Dating komplizierter geworden ist, zeigt sich auch in der Pew-Studie: 47% der Erwachsenen hielten Dating für schwieriger als noch vor einem Jahrzehnt, gegenüber 19%, die das Gegenteil meinten. Unter den Singles, die ausschließlich eine feste Beziehung suchten, stieg der Anteil derer, die Dating für schwieriger hielten, auf 62%. Jemanden zu finden, der dieselbe Art von Beziehung will, ist eines der größten Hindernisse: 53% hatten Schwierigkeiten, Dates zu bekommen, und 43% nannten die Schwierigkeit, jemanden zu finden, der ihre Erwartungen erfüllt.
Die schlechten Erfahrungen, die beim Dating nachwirken
Ein weiterer Faktor hilft, die Ernüchterung zu verstehen: Das Erlebnis ist nicht immer nur frustrierend, sondern kann in manchen Fällen unangenehm oder einschüchternd sein. Die Pew-Daten zeigen erhebliche Unterschiede. 42% der Frauen sagten, dass jemand, mit dem sie verabredet gewesen waren, sie zu Sens gedrängt hatte, gegenüber 19% der Männer. 35% von ihnen gaben an, auf eine Weise berührt worden zu sein, die sie sich unwohl fühlen ließ, gegenüber 9% der Männer. Insgesamt hatte 57% der befragten Frauen mindestens eines der von Pew untersuchten Belästigungsverhalten durch jemanden erlebt, mit dem sie ausgegangen waren.
Der Kontrapunkt: Hypergamie und Erwartungen
Nicht alle Deutungen stimmen überein. Manche argumentieren, die Schlagzeile falle mit den Daten des eigenen Artikels in sich zusammen: Jede Vierte datet weiterhin aktiv, und die Hälfte derer, die daten, sagt, sie finde niemanden, der es wert sei. Das heißt, sie haben nicht aufgehört zu suchen, sondern die Messlatte höher gelegt und den Zeitrahmen verlängert. Es wird argumentiert, dass die wirtschaftliche Freiheit der Frauen dazu geführt hat, dass sie wählen können, mit wem sie sich paaren, und dies tun, indem sie jemanden mit höherem Status suchen – oder sich gar nicht binden. In diese Richtung wird darauf verwiesen, dass die eigentliche Asymmetrie darin besteht, dass Frauen ohne Partner weiterhin Dates bekommen, während ganz normale Männer jahrelang ohne ein einziges Date auskommen, weil sie schlicht als nicht geeignet gelten.
Die optimistischste Rechnung geht davon aus, dass sich der Markt gerade neu justiert; das pessimistische Szenario beginnt mit der Prämisse, dass die Regeln nicht für alle gleich sind. Vor diesem Hintergrund bleibt die Frage, ob es sich um ein vorübergehendes Phänomen handelt oder ob die Single-Frauen da sind, um zu bleiben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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