Nuklearer Skeptizismus und Einstein im Streitgespräch

Ein Forumsthread stellt die Atombombe und das Manhattan-Projekt in Frage, schreibt Einstein angebliche Zweifel zu und diskutiert über die Kosten und Japans Kapitulation.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Nuklearer Skeptizismus und Einstein im Streitgespräch
Einstein und die Nobelpreisträger, die an der Atombombe zweifelten

1940 verweigerte der US-Geheimdienst Albert Einstein die Sicherheitsfreigabe für die Arbeit am Manhattan-Projekt. Der Physiker, der 1934 Kernenergie als ferne Möglichkeit beschrieben hatte, war an der Entwicklung der Waffe, die den Krieg verändern sollte, nicht beteiligt. Die Gleichung E=mc² erklärte die freigesetzte Energie, aber nicht, wie man eine Bombe baut. Von dort aus vertritt ein Teil der Diskussion die Auffassung, mehrere Physik-Nobelpreisträger hätten die Atombombe für unmöglich gehalten, und das Projekt sei ein Betrug gewesen, um enorme Ausgaben zu rechtfertigen.

Die Kostenangabe ist konkret: Das Manhattan-Projekt verschlang zwischen 1 % und 2 % des US-BIP. Für Skeptiker erforderte dieser Aufwand eine öffentliche Demonstration, und die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki wären diese Inszenierung gewesen. Japans Kapitulation, so heißt es, habe nichts mit den Bomben zu tun gehabt, sondern mit der Nichtverlängerung des sowjetischen Nichtangriffspakts. Die Diskussion driftet zur Tragfähigkeit von Kernkraftwerken und zur Glaubwürdigkeit der Tests.

Die wissenschaftliche Methode und Einsteins Autorität

Die erste Argumentationslinie stützt sich auf die wissenschaftliche Methode: Wenn Einstein nicht erklärte, wie man eine Atombombe baut, und sie in früheren Jahren für unmöglich hielt, verdient die offizielle Darstellung Misstrauen. Es wird zitiert, dass er 1934 erklärte, Energie durch Umwandlung von Atomen zu gewinnen sei eine sehr ferne Möglichkeit. 1938 wurde die Kernspaltung entdeckt, und 1939 erkannte Einstein die Möglichkeit des Baus von Atombomben bereits an und unterzeichnete den von Leó Szilárd verfassten Brief an Roosevelt. Die Entwicklung seiner Haltung ist ein Fakt, widerlegt aber die skeptische These nicht: Ihm wurde die Sicherheitsfreigabe verweigert, und er hatte nie Zugang zu militärischen Geheimnissen.

Die Kosten des Manhattan-Projekts und Japans Kapitulation

Das ökonomische Argument hat die größte Wirkung. Das Projekt verschlang zwischen 1 % und 2 % des BIP, eine Zahl, die nach dieser Lesart eine Inszenierung eines Ergebnisses erforderte. Kernwaffentests waren stets stark eingeschränkt, ohne öffentlichen Zugang, und manche behaupten, es könnten kontrollierte Detonationen großer Mengen konventioneller Sprengstoffe gewesen sein. Zur japanischen Kapitulation wird behauptet, Japan sei 1945 bereits zerstört gewesen, und der entscheidende Faktor sei die UdSSR gewesen. Die konventionelle Schule hält dagegen, dass die Bomben das Ende beschleunigten; die Skeptiker bestreiten das.

Kernwaffentests: Was lässt sich überprüfen?

Die Diskussion über die Überprüfbarkeit ist zentral. Es werden Zeugnisse von Tests seit den 1940er Jahren in den USA, der UdSSR, Frankreich, Indien und Pakistan genannt. Dem wird entgegnet, diese Tests seien abgeschlossen gewesen und niemand habe sie sehen können. Die konventionelle Antwort lautet, Radioaktivität sei messbar und die Nichtverbreitungsverträge beruhten auf diesen Beweisen. Die Pattsituation ist total: Für die einen macht das Fehlen öffentlicher Beobachtung den Test ungültig, für die anderen ist die Messung von Isotopen ausreichender Beweis.

Kernkraftwerke: dieselbe Infragestellung

Der Verdacht erstreckt sich auf die Kernkraftwerke. Wenn die Waffe eine Inszenierung ist, dann auch die Kraftwerke, die komplexer und schwerer zu bauen sind. Die technische Antwort lautet, Kernspaltung sei ein nachgewiesenes Phänomen und die wasser- oder gasgekühlten Kraftwerke arbeiteten mit bekannter Technologie. Die Diskussion driftet zur theoretischen Physik und zur Glaubwürdigkeit der Gleichungen. Die Ironie über die Tragfähigkeit der Kernenergie bleibt in der Luft, ungelöst.

Die Grenze der Analyse: wo die Daten ausgehen

Der genaue Punkt, an dem die Analyse festhängt, ist die Überprüfbarkeit. Es gibt keinen öffentlichen Beweis, der die Existenz oder Nichtexistenz von Atomwaffen klärt, und die historischen Tests sind der Interpretation ausgesetzt. Die Diskussion über die Kosten, Japans Kapitulation und Einsteins Autorität läuft nicht zusammen. Auf dieser Grundlage hat der Skeptizismus Spielraum, aber auch eine Grenze: Die Kernphysik erschöpft sich nicht im Zweifel.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (136 Antworten).

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