NS-Gaskammern: die falsche Debatte um die Glasfenster

Fotos von Glasfenstern in Auschwitz widerlegen die Gaskammern nicht: Das Zyklon B wurde durch das Dach eingebracht, nicht durch die Duschen. Das Museum stellt die Dinge klar.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

NS-Gaskammern: Warum Glasfenster sie nicht widerlegen

In den letzten Tagen ist in Geschichtsforen erneut ein alter Holocaustleugner-Trugschluss kursiert: Die Gaskammern von Auschwitz-Birkenau hätten Glasfenster besessen und könnten daher nicht für Vergasungen mit Zyklon B genutzt worden sein. Die gezeigten Bilder, die aus Museumsnachbauten oder echten Duschräumen stammen, ignorieren die historischen Daten und die elementare Physik bewusst. Die Holocaustleugnung, die in Spanien unter Strafe steht, folgt immer demselben Muster: ein Foto aus dem Kontext herausreißen und die dokumentarische Beweislage leugnen.

Tatsächlich waren die Gaskammern von Auschwitz-I und Auschwitz-II so konstruiert, dass sie nach dem Schließen der Türen luftdicht waren, und die Glasscheiben waren Sicherheitsglas, das oft mit Dichtungen abgedichtet war. Das Zyklon B, ein Pestizid auf Basis von Blausäure, wurde durch Öffnungen im Dach oder durch die seitlichen Gitter eingebracht – nicht durch die Duschen, die nur Attrappen waren und den Opfern eine falsche Sicherheit vortäuschen sollten. Die berühmte Tür der Gaskammer von Auschwitz-I, heute im Museum zu sehen, ist aus Metall mit einem Sichtfenster und hat keine Fenster. Die Fotos angeblicher „Wasserduschen“, mit denen die Revisionisten argumentieren, stammen meist aus den echten Duschräumen, die in den Lagern neben den Gaskammern existierten.

Das Auschwitz-Museum erklärt deutlich, dass die ursprüngliche Gaskammer von Auschwitz-I nach der Verlagerung der Vernichtung nach Birkenau in einen Luftschutzbunker umgewandelt und 1947 in ihren Zustand von 1942 zurückversetzt wurde. Es gibt keinen Widerspruch zwischen Glasfenstern und der Funktion als Gaskammer: Das Gas wurde vor dem Betreten durch Lüftung entfernt, und die Fenster ließen etwas Licht hinein (wenn sie auch meist undurchsichtig oder abgedeckt waren). Die Protokolle der SS beschreiben den Ablauf im Detail, und Nachkriegsuntersuchungen bestätigten Cyanidrückstände an den Wänden.

Wer weiterhin darauf beharrt, Glasfenster hätten Vergasungen unmöglich gemacht, zeigt nur, dass er nicht versteht, wie Zyklon B eingesetzt wurde. Das ist keine historische, sondern eine ideologische Debatte.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).

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