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Nicki Minaj als Pressesprecherin: 23 Prozent auf einem Prognosemarkt
Ein Prognosemarkt sieht Nicki Minaj mit 23 Prozent als Pressesprecherin, nachdem der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses ein Video verbreitet hat.
Nicki Minaj und die 23 Prozent, die sie an die Spitze des Presseraums setzen
Ein Prognosemarkt gibt Nicki Minaj eine 23-prozentige Chance, die nächste Pressesprecherin des Weißen Hauses zu werden. Das ist keine Umfrage und keine Ernennung: Es ist eine Quote, die sich mit jedem Tweet bewegt. Auslöser war ein Video, das der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, veröffentlichte und in dem die Rapperin die Außenpolitik von Donald Trump lobt, begleitet von der Botschaft „Ladies and gentlemen, I think we may have found the new White House Press Secretary!“. Der offizielle Account des Weißen Hauses antwortete mit einem Augen-Emoji, und ein presidentialer Berater fragte die Fans der Künstlerin, was sie von der Idee hielten.
Woher die 23 Prozent kommen und was sie wirklich bedeuten
Der Prozentsatz misst weder Wahlabsicht noch institutionelle Unterstützung. Er ist der implizite Preis eines Wettvertrags: Jemand zahlt für die Möglichkeit, dass Minajs Name am Rednerpult auftaucht. So funktionieren Prognosemärkte, wobei Liquidität und Schlagzeilen sich gegenseitig befeuern. Je mehr über das Thema gesprochen wird, desto mehr bewegt sich die Quote, und je mehr sich die Quote bewegt, desto mehr wird über das Thema gesprochen. Eine perfekte Schleife.
Der Kontext des Gerüchts, so die kursierenden Berichte, ist eine Vakanz auf der Position: Zwei Teammitglieder sollen den Namen der Rapperin als Nachfolge nach dem Abgang der Sprecherin genannt haben. Von dort bis zu einer formellen Ernennung ist es ein weiter Weg, den keine Quote abbildet.
Das Video, das Emoji und die Verstärkungsmaschinerie
Die komplette Sequenz hat drei Akte. Erstens das Video der Rapperin, die die Außenpolitik des Präsidenten lobt. Zweitens der Kommentar des Kommunikationsdirektors, der keine anonyme Indiskretion ist: Ein Amtsträger des Weißen Hauses wirft den Namen in die Öffentlichkeit. Drittens die Antwort des Beraters, der den Witz in eine Diskussion verwandelt, indem er sich direkt an die Fangemeinde der Künstlerin wendet.
Man muss nicht glauben, dass die Ernennung stattfinden wird, um zu verstehen, was hier passiert. Politische Kommunikation ist zu einem Aufmerksamkeitsmarkt geworden, in dem der Eigenname das Kapital ist. Ein Name mit Millionen Trinc ist mehr wert als ein zwanzigjähriger Lebenslauf voller Pressekonferenzen.
Staatsangehörigkeit, Visa und das Detail, das niemand beachtet
Es gibt ein handfestes Hindernis, das die Diskussion über die Quote nicht erfasst: die Staatsangehörigkeit. Die Künstlerin wurde in Trinidad und Tobago geboren, ist keine US-Bürgerin, und das fügt jedem Amt auf dieser Ebene eine Ebene administrativer Komplexität hinzu. Es ist kein Detail, obwohl es auch nicht der Kern der Sache ist.
Der Kern ist ein anderer: Politik als Unterhaltung, das öffentliche Amt als Verlängerung der persönlichen Marke. Die Pressekonferenz als Fernsehstudio. Wenn über den Posten des Sprechers in Kategorien von Charisma statt Zugang zu Informationen gesprochen wird, verschwindet die Debatte über das Handwerk.
Was hinter vorgehaltener Hand über den Zustand der politischen Kommunikation gesagt wird
Die Szene hat etwas von unfreiwilliger Satire. Eine Rapperin, die die Außenpolitik eines Präsidenten lobt, ein Kommunikationsdirektor, der sie öffentlich vorschlägt, ein institutionelles Emoji und eine steigende Quote. Jedes Detail ist überprüfbar; das Ganze wirkt wie ein Drehbuch.
Manche lesen es als eine Ablenkungsoperation, um andere Themen zu überdecken. Manche lesen es als Symptom eines Ökosystems, in dem Aufmerksamkeit die einzige Währung ist. Und manche fragen sich einfach, wie lange es dauert, bis die Quote fällt, wenn das Video nicht mehr zirkuliert.
Wie viel von diesen 23 Prozent ist Politik und wie viel ist ein Aufmerksamkeitsmarkt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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