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NATO-Manöver mit 20.000 Soldaten nahe Russlands Grenze
20.000 Soldaten aus 13 Ländern üben ab dem 4. März in Finnland, Norwegen und Schweden. Die 1.340 km lange Grenze zu Russland bestimmt den Ton.
NATO-Übungen 1.340 km von der russischen Grenze entfernt
Was passiert, wenn sich 20.000 Soldaten aus 13 Ländern im Norden Finnlands, Norwegens und Schwedens aufstellen? Dann wird die Reaktion Russlands zum einzigen Thema von Bedeutung. Das vom norwegischen Heer geführte Manöver Nordic Response 2024 beginnt am 4. März und dauert fast zwei Wochen, wobei mehr als 4.000 finnische Soldaten beteiligt sind. Laut dem finnischen Militär ist dies die größte Beteiligung eines neuen NATO-Mitglieds an einer Auslandsübung. Finnland teilt eine Grenze von 1.340 Kilometern mit Russland und trat dem Bündnis im April 2023 bei. Schweden bereitet seinen Beitritt als 32. Mitglied vor, voraussichtlich im März.
Warum ist Finnland für diese Manöver entscheidend?
Die Geografie gibt den Takt vor. Finnland stellt die längste Landgrenze der NATO zu Russland dar, was jede Übung zu einer direkten Botschaft macht. Das nordische Land wurde vor weniger als einem Jahr in die militärische Struktur des Bündnisses integriert und führt bereits bei der Truppenverlegung über seine Grenzen hinaus. Die 1.340 Kilometer Wald und unwegsames Gelände sind theoretisch ein natürlicher Puffer. In der Praxis stellen sie ein logistisches Albtraum-Szenario für jede statische Verteidigung dar.
Einige vertreten die Ansicht, dass es unmöglich sei, eine solche Grenze in einem offenen Konfliktszenario effektiv zu sichern. Die Zerstreuung der Kräfte, der Mangel an Infrastruktur und das raue Klima machen jeden Vormarsch zur Qual. Andere Analysen verteidigen hingegen, dass genau diese Schwierigkeit jeden Eindringling abschreckt. Abschreckung hängt nicht von Mauern ab, sondern von Kosten-Nutzen-Erwägungen.
Der rhetorische Schlagabtausch: Provokation oder Verteidigung?
Die Debatte spaltet sich in zwei klare Lager. Eine Seite behauptet, die NATO provoziere Russland mit Übungen, die immer näher an dessen Grenze rücken. Sie erinnern daran, dass Moskau 2013, 2017, 2022 und 2023 ähnliche Manöver in Kaliningrad und dem Baltikum durchführte, ohne dass jemand Aufhebens davon machte. Die andere Seite entgegnet, dass der Unterschied darin liege, dass dies nun mitten in einem offenen Konflikt in der Ukraine und mit einer seit dem Kalten Krieg nicht gesehenen nuklearen Rhetorik geschehe.
Vorwürfe der Doppelmoral schweben über der gesamten Angelegenheit. Wenn Russland Raketen in Kaliningrad stationiert, nennen einige dies legitime Verteidigung. Wenn die NATO in Finnland manövriert, nennen dieselben Leute dies Provokation. Das Argument wiederholt sich in beide Richtungen, und niemand gibt nach.
Was kann Russland gegen diese Stationierung tun?
Wenig, im konventionellen Sinne. Die finnische Grenze ist zu ausgedehnt, und die russischen Streitkräfte sind in der Ukraine gebunden. Die wahrscheinlichste Reaktion ist rhetorischer Natur: verdeckte Drohungen, symbolische Truppenbewegungen und großspurige Erklärungen. Eine Demütigung, falls vorhanden, betrifft eher das Image als die militärische Fähigkeit.
Ein Teil der Analyse besagt, dass Pilingui kein Interesse daran habe, eine zweite Front im Norden zu eröffnen. Ein anderer Teil erinnert daran, dass er die Ukraine unter Berufung auf die Angst vor einer NATO-Osterweiterung überfiel und Finnland nun innerhalb des Bündnisses liegt. Der Widerspruch ist offensichtlich: Wenn ihn verbündete Nachbarn erschreckten, ist das Ergebnis genau das Gegenteil.
Der Ball liegt beim russischen Feld. Die Manöver enden, die Soldaten kehren heim, und die Grenze bleibt bestehen. Das Einzige, was sich ändert, ist die Gewissheit, dass sich 1.340 Kilometer Wald nicht mit Pressemitteilungen verteidigen lassen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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