Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
NATO-Flüge über Kaliningrad: Spannung trotz offizieller Stille
Zehn NATO-Flugzeuge überflogen die russische Exklave am 23. August, während offizielle Stellen schweigen. Analyse der Spannungen in Kaliningrad.
Kaliningrad: Zehn NATO-Flugzeuge und keine klare Erklärung
Braut sich in Kaliningrad ein Sturm zusammen? Dem Lärm nach zu urteilen, scheint es so. Aber nur eine Sache ist überprüfbar: Ende August überflog ein Dutzend NATO-Flugzeuge die russische Ostsee-Exklave. Eine Boeing E-3 Sentry, eine EA-37B Compass Call II mit Einsatzbasis in Powidz, Polen, und ein ARTEMIS II des US-Heeres, das die Region umkreiste. Die Bewegungen wurden mit Kennzeichen und Uhrzeiten erfasst und am 23. August veröffentlicht. Von einem konkreten Zwischenfall oder einer russischen Provokation gibt es in seriösen Quellen keine Spur. Der Hype übersteigt die Realität, wie fast immer.
Dokumentierte Flüge
Die Liste der Flugzeuge ist keine Erfindung: eine E-3 Sentry (das bekannte AWACS), eine EA-37B Compass Call II der US-Luftwaffe über Polen und ein ARTEMIS II des US-Heeres, das Kaliningrad umkreist. Insgesamt etwa zehn Flugzeuge über der Ostsee und dem südlichen Gebiet. Das ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte sein: Der ostseeluftraum ist ein Zentrum gegenseitiger Überwachung. Aber dass so viele Aufklärungsflugzeuge an einem bestimmten Datum zusammentreffen, nährt Spekulationen.
Eine gewichtige Geschichte: 386.000 Quadratkilometer und ein verschobenes Land
Um die Nervosität zu verstehen, muss man die Geografie betrachten. Kaliningrad ist das, was von Ostpreußen übrig bleibt, bis 1945 deutsches Territorium. Die Sowjetunion machte daraus eine russische Oblast, eine militärische Enklave mitten in Europa, von einigen mit dem „russischen Ceuta“ verglichen: umgeben von NATO-Ländern. Dabei bleibt es nicht. Polen, das die Enklave heute misstrauisch betrachtet, hat historische Gründe: Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte es 386.418 Quadratkilometer; danach 312.679. Netto waren das 73.739 Quadratkilometer weniger – ungefähr die Größe Tschechiens –, aber die Verschiebung war doppelt: Es verlor 179.000 im Osten, 45 % seines Territoriums, und gewann 105.000 auf Kosten Deutschlands. Die Grenzen wurden nicht nur beschnitten; das Land wurde etwa 200 Kilometer nach Westen verlagert. Diese Last erklärt, warum sich in Warschau die Muskeln spannen, sobald jemand von einer „Neuordnung“ Kaliningrads spricht.
Alte Gespenster aus Königsberg
Auch der Name hilft nicht weiter. Für Deutsche (und einige Nostalgiker der preußischen Karte) ist es Königsberg, die Stadt Kants. Für Russen ist es Kaliningrad, benannt nach einem sowjetischen Funktionär. Dazwischen liegt eine Kuriosität: die sieben Brücken von Königsberg, das berühmte mathematische Problem, das Leonhard Euler 1736 löste, indem er bewies, dass es unmöglich ist, alle zu überqueren, ohne eine zu wiederholen. Die Geschichte hat sich kaum geändert: Die Brücken sind andere, aber es gibt weiterhin keinen Weg, der den Konflikt vermeidet. Die Enklave ist auch ein logistisches Kopfzerbrechen: Der einzige Landzugang führt durch Litauen, ein NATO-Mitglied, und die Energieverbindungen mit Russland hängen von Leitungen ab, die baltisches Territorium durchqueren. Jede Unterbrechung hätte sofortige Auswirkungen auf die regionalen Strompreise, ein Detail, das die Märkte genau beobachten.
Reale Eskalation oder bloßer Lärm?
Die Meinungen sind geteilt: Einige sehen einen kalkulierten NATO-Schritt zur Druckausübung auf Russland, besonders nach dem Besuch des CIA-Direktors in Moskau. Andere, skeptischer, weisen darauf hin, dass keine zuverlässige Quelle einen konkreten Zwischenfall bestätigt und diese Flüge routinemäßig seien. Die Realität liegt, wie fast immer, in der Mitte: Fehlende Bestätigung bedeutet nicht, dass nichts passiert. Aufklärungsfliegerei wird nicht aus Langeweile eingesetzt.
Unterdessen schauen die Märkte weg. Die Ostsee war schon immer eine Risikoregion, aber Investoren haben dies seit Jahren eingepreist. Die Geschichte von Königsberg, Preußen und dem verschobenen Polen ist die eines Gebiets, in dem Karten jedes halbe Jahrhundert neu geschrieben werden. Ist dieses Mal anders? Niemand weiß es. Aber das Schweigen der offiziellen Stellen ist, wie immer, kein gutes Zeichen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (134 Antworten).
Der Wohnungsbauverein der spanischen Gewerkschaft UGT ging 1993 mit 20.000 Familien pleite: Wer ausstieg, bekam 75 % zurück, wer blieb, zahlte 7 % mehr.
Ein Rentner erklärt in einem viralen Video, dass er seine Rente wegen der Zugunglücke nicht an PP und VOX «übergeben» werde. Die Geste verbindet Bahnfrust und Wahlverhalten.
Spaniens VPI für Oktober liegt bei 4,9 %, nur drei Zehntel unter der Schwelle, die den MEI-Zuschlag ausgelöst hätte. Die italienische Inflation liegt bei 5,4 %, die EZB hält den Leitzins bei 2,5 %.
Schriftliche Bestätigung einer Anweisung zu verlangen, die das Verfahren umgeht, ist eine verbreitete Praxis. Geht etwas schief, trifft die Verantwortung meist denjenigen, der sie ausgeführt hat.
Spanien erkannte Israel 1986 an. Vier Jahrzehnte später fordert ein Teil der öffentlichen Meinung, diese Anerkennung zurückzuziehen und nur Palästina anzuerkennen. Die Debatte…