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Spaniens Anerkennung Israels wird 40 – und bleibt umstritten
Spanien erkannte Israel 1986 an. Vier Jahrzehnte später fordert ein Teil der öffentlichen Meinung, diese Anerkennung zurückzuziehen und nur Palästina anzuerkennen. Die Debatte…
Spanien erkannte Israel 1986 an – und der Schritt sorgt bis heute für Streit
Die offizielle Anerkennung des Staates Israel durch Spanien geht auf das Jahr 1986 zurück. Vier Jahrzehnte später gerät dieser diplomatische Schritt erneut ins Visier eines Teils der spanischen öffentlichen Meinung, der seine Rücknahme und die ausschließliche Anerkennung Palästinas fordert. Die Diskussion vermischt jüngere Geschichte, Außenpolitik und eine unbequeme Frage: Kann ein Land eine diplomatische Anerkennung rückgängig machen?
Die Kontroverse geht von einer konkreten Tatsache aus: Weder die Diktatur noch die Regierungen der Transition erkannten Israel an. Nach der im Debatte kursierenden Version erfolgte die Anerkennung 1986, nach einem Anschlag in Madrid. Dieser zeitliche Rahmen dient manchen als Argument, die Entscheidung sei eine äußere Auferlegung und keine souveräne Überzeugung gewesen.
Was geschah 1986 und warum wird es jetzt wieder aufgegriffen?
Die vorherrschende Erzählung verortet die Anerkennung im Jahr 1986 unter einer sozialistischen Regierung und verknüpft sie mit einem vorherigen Anschlag in der Hauptstadt. Diese Abfolge wird als Argument benutzt: Wurde die Anerkennung unter Druck geboren, so manche, könne sie auf demselben Weg rückgängig gemacht werden. Die Logik verdankt mehr Parolen als dem Völkerrecht, erklärt aber, warum das Thema jedes Mal wieder auftaucht, wenn der Konflikt im Nahen Osten eskaliert.
Manche gehen weiter und fordern den Abbruch aller Beziehungen zu Israel und die Anerkennung ausschließlich Palästinas. Der Vorschlag konkretisiert nicht, was das wirtschaftlich, handelspolitisch oder bei der Zusammenarbeit bedeuten würde – und genau dort entsteht eine Lücke, die keine der Positionen schließt.
Das Argument, das dem Franco-Regime das Gegenteil vorwirft
Die Diskussion nimmt eine kuriose Wendung, wenn darauf hingewiesen wird, dass das Franco-Regime in den 60er Jahren sephardische Aktivitäten erlaubte und in den 40ern Nnnn über die Pyrenäen einreisen ließ. Für einen Teil der Debatte widerlegt das die Vorstellung, die Nichtanerkennung Israels sei ein Erbe des früheren Regimes. Deren Fazit: Die spanische Außenpolitik war Israel gegenüber schon lange vor der Demokratie widersprüchlich.
Der Gegensatz kommt von denen, die das Gegenteil behaupten: Die Nichtanerkennung des Staates Israel sei Francoismus, denn erst 1986 habe Spanien ihn anerkannt – wer ihn anerkenne, handle also wie ein modernes Land. Beide Lesarten benutzen dasselbe Datum, um zu gegensätzlichen Schlüssen zu kommen. Keine setzt sich durch.
Von der diplomatischen Anerkennung zur territorialen Drohung
Das Gespräch driftet in Gefilde ab, die mit Israel kaum noch zu tun haben. Ceuta und Melilla erscheinen als Verhandlungsmasse, mit Botschaften, die ihre Übergabe an Marokko fordern und Konsequenzen androhen, falls dies nicht geschieht. Der Sprung vom Nahen Osten nach Nordafrika zeigt, wie das Thema zum Katalysator unterschiedlichster Ressentiments wird.
Der Ton steigt, der Inhalt sinkt. Was als außenpolitische Forderung beginnt, endet in einem Schlagabtausch von Herabsetzungen, der keinen einzigen Fakt beiträgt. Die Diskussion über die Anerkennung steht exakt dort, wo sie begann: bei der Forderung nach Rückzug, ohne dass jemand erklärt hätte, wie das gehen soll und was es kosten würde.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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