NASA versprach Mondrückkehr für 2020; offizieller Plan nun auf 2024

Die NASA plante die bemannte Rückkehr zum Mond vor 2020 und eine permanente Basis um 2024. Keine Frist wurde eingehalten, der Zeitplan wird erneut verschoben.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

NASA versprach Mondrückkehr für 2020; offizieller Plan nun auf 2024

Im August 2009 titelte ein populärwissenschaftliches Magazin mit „Return to the Moon“ über die geplante Rückkehr zum Erdtrabanten. Auf ihrer eigenen Website illustrierte die NASA den Plan mit Zeichnungen einer Außenstation am Krater Shackleton am Südpol des Mondes und schloss mit einem Satz, der sich als Fehlschlag erwies: Astronauten würden „vor 2020“ zurückkehren. Wer bei Google „NASA returns to Moon 2020“ eingibt, sucht kein Rätsel. Er will wissen, ob es dazu kam. Es kam nicht.

Dasselbe offizielle Material verteilte weitere Daten. Ein Dokument sprach von einer Rückkehr „before 2020“, ein anderes davon, dass Astronauten die Oberfläche „before the end of the next decade“ erkunden würden. Eine frühere Notiz kündigte an, dass vier Astronauten bis 2018 auf dem Mond sein sollten. Drei Kalender, drei verschiedene Jahre und keine einzige bemannte Mission in keinem davon.

Wann sollte die NASA zum Mond zurückkehren?

Der damals vorgestellte Plan stützte sich auf zwei bereits in Entwicklung befindliche Fahrzeuge: das Raumschiff Orion und die Rakete Ares. Das Ziel war, vier Besatzungsmitglieder in kurzen Missionen ohne längeren Aufenthalt auf der Oberfläche zu positionieren. Die BBC griff die Ankündigung mit einer heute ironisch klingenden Schlagzeile auf: „Nasa plans return to Moon by 2020“. Ähnlich berichteten US-Medien und einige populärwissenschaftliche Zeitschriften, die die Mondrückkehr auf ihre Titelseiten setzten.

Das Kleingedruckte kam separat. Ein Verantwortlicher der Agentur präzisierte, dass die erste Mission vier Personen auf der Oberfläche absetzen würde und die voll funktionsfähige Basis, mit kontinuierlichen Rotationsbesatzungen wie auf der Internationalen Raumstation, erst um 2024 herum fertig sein würde. Das bedeutet: Schon damals war klar, dass 2020 nur ein Schaufenstertermin war und die reale Infrastruktur vier Jahre später folgen sollte. Der dokumentweise Vergleich zeigt, was jedes PDF angab und in welchem Jahr – eine Spur von Versionen, die nicht zusammenpassen.

Permanente Basis im Krater Shackleton: Von der Zeichnung zum Modell

Die Außenstation wurde nahe dem Krater Shackleton am Südpol gezeichnet. Auf dem Papier eine Kolonie.

Auf dem Papier. Was bekannt wurde, waren Missionsembleme – die Logos des Constellation-Programms – statt operativer Landemodule. Ein Teil der Analyse besagt, dass das Projekt nie über das Stadium eines Modells hinausging, weil das Budget nicht ausreichte. Dagegen spricht ein oft wiederholtes Faktum: Die nukleare Kapazität der USA war deutlich höher als die der Sowjetunion, als behauptet wurde, die UdSSR gewinne das Weltraumrennen. Wenn die politische Macht vorhanden war, musste die technologische folgen.

Mondspiegel und Laser: Ein zweischneidiges Argument

Das am häufigsten zitierte Mittel zur Beendigung der Debatte sind die Retroreflektoren. Nach der offiziellen Darstellung haben die Apollo-Missionen Spiegel auf der Oberfläche hinterlassen; zielt man von der Erde mit einem Laser auf diese Koordinaten, kehrt der Strahl zurück. Die Entfernung beträgt etwa 380.000 Kilometer. Bei der Streuung des Schusses auf 365.000 Kilometern sprechen manche von Dutzenden Quadratmetern.

Manche drehen das Argument um. Erstens, weil auch die Sowjetunion Spiegel hinterließ, die dort von Robotern platziert wurden, nicht von Menschen. Zweitens, weil der Empfang des Reflexionsstrahls an derselben Station, die ihn aussendet, während sich die Erde bewegt, eine Präzision erfordert, die einige als fragwürdig einstufen. Keiner dieser Einwände ist bewiesen; sie machen den physikalischen Beweis auch nicht falsch.

Warum zurückkehren: Propaganda, Musk und öffentliche Haushalte

Die zugrunde liegende Frage ist ökonomischer Natur. Befürworter der Rückkehr sprechen vom Testen von Technologien für den Mars. Skeptiker entgegnen, dass für Washington der einzige Nutzen propagandistischer Art sei, und dieser sei bereits erzielt worden: Das eigentliche Interesse liege bei China, und aus Scham folge der Rest.

Parallel dazu ist der Weltraum zum Geschäft der Superreichen geworden. Die beiden ersten der Liste, Musk und Bezos, sind aggressiv eingestiegen. Und dort vermischen sich die Rechnungen: Modelle, Videos und audiovisuelle Montagen, die mit Millionenetats bezahlt werden. Die Frage lautet nicht mehr, ob sie zurückkehren werden, sondern wer den Film unterschreibt.

Theorien ohne Beweise zur Mondlandung

Am Rand des Spektrums kursieren unbelegte Behauptungen. Dass der Mond nicht betretbar sei, dass er ein Plasma-Licht sei, dass die Erde flach sei und dass alles Fake Space sei. Auch wird vertreten, die Apollo-Missionen seien eine im Studio gedrehte Inszenierung gewesen. Dies sind Hypothesen, die keinen überprüfbaren Beweis geliefert haben.

Ein kurioser Verbündeter des Skeptizismus: Dass nach einem halben Jahrhundert keine vollständige Freigabe der Dokumente des Programms vorliegt, obwohl die übliche Frist in den Vereinigten Staaten fünfzig Jahre beträgt. Und ein Detail, das ebenfalls nicht hilft: Moskau widerlegte die offizielle Version nicht, obwohl es alle Anreize dafür hatte.



Mit dem aktuellen Kalender ist die Liste der versprochenen Daten für die Rückkehr zum Mond – 2018, 2020, 2024, 2025 – bereits länger als die Liste der Jahre, in denen eines davon eingehalten wurde. Und die verwirrende Tatsache ist keine davon. Es ist ein spiegelgroßer Reflektor, 380.000 Kilometer entfernt, der einen Lichtblitz an jeden zurückwirft, der genau zielt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (231 Antworten).

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