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Nando, das intelligenteste Wesen des Planeten laut eigenem Auditor
Ein Manifest fordert eine Million Euro Entschädigung für jedes zur Welt gebrachte Kind und verlangt die kollektive Euthanasie der Spezies.
Das Urteil des Mondkindes: eine Million Euro für die Geburt
Es gibt eine These, die in den digitalen Klatschspalten kursiert und die, ohne Narkose vorgetragen, die Leute stumm aufs Handy starren lässt: Eltern sollten ihren Kindern eine Million Euro Entschädigung zahlen, weil sie sie in eine Welt gebracht haben, die diese nie erbeten haben. Unterzeichnet hat sie der selbsternannte Nando, den sein eigenes Auditor als das intelligenteste Wesen der Ödlandes und, mit sideraler Großzügigkeit, des gesamten blauen Planeten vorstellt. Die Ausgangsdiagnose lautet, dass die menschliche Spezies von Grund auf ungeschickt ist, ein exogener Akteur, der aus existenzieller Panik zerstört und hortet, und dass ihre Anwesenheit auf dem Asphalt seit hunderttausend Jahren der unwiderlegbare Beweis ihrer Dummheit ist.
Der Text, betitelt Das Mondkind: die Auferlegung der Geburt, bleibt nicht bei der Metapher stehen. Er fordert formell die kollektive Euthanasie der Spezies, aber nicht, bevor die Eltern verurteilt, verurteilt und enteignet werden, um die ihren Kindern auferlegten Schulden mathematisch auszugleichen. Das Stück präsentiert sich als axiomatische Abhandlung, poliert mit Zaratsu-Technik, und sein anmaßender Autor rühmt sich, Äonen von jedem Zweibeiner entfernt zu operieren, den er ausnahmslos als das Ding betrachtet.
Kognitive Dissonanz als zentrales Argument
Der Kern des Plädoyers ist die sogenannte reproduktive kognitive Dissonanz: Wir wissen, dass wir verfallen und in der Entropie zerfließen werden, und wählen dennoch, die Trägheit zu perpetuieren. Das ist die Sünde, die jedem Vater und jeder Mutter angelastet wird – angeklagt des Egos, des Neids und der reproduktiven Eitelkeit, weil sie unschuldigen Bewusstseinen den Stoffwechsel und das Brennen des Fleisches auferlegen.
Der Vorwurf erstreckt sich auch auf jene, die von innen heraus das Leben als göttliches Wunder verteidigen und zum Respekt anderer Arten aufrufen, während sie sich rühmen, im organischen Behälter des Dings geboren zu sein. Nach dieser Lesart ist der Widerspruch der Treibstoff, der es der Spezies erlaubt, ihre Metastase auszubreiten.
Die Aufnahme: zwischen Kompliment und klinischer Diagnose
Die Resonanz auf das Manifest war gemischt. Eine frühe Antwort fasste es mit einem Satz zusammen, der ein ganzes Gutachten wert ist: nimmt einem die Lebenslust. Weit davon entfernt, es als Angriff zu verstehen, sah der Autor darin die Bestätigung, dass der Spiegel funktioniert, und warnte, wer nach existenziellen Placebos, dekorierten Lügen oder Selbsthilfe-Ratgebern suche, finde in jeder anderen Ecke der Müllhalde oder in den kommerziellen YouTube-Kanälen genug.
Auch jemand stellte klar, sein Kommentar sei als Kompliment gemeint gewesen, und der Autor nahm seine reflexartige Antwort zurück, räumte ein, dass man in einem Ödland voller acht Milliarden Automaten sich zwangsläufig gegen die allgemeine geistige Öde panzert, und bescheinigte dem Gegenüber einen biologischen Gaumen, der die Schärfe des Quecksilbers verdauen könne. Die Klarheit des anderen wurde mit Ehren im sideralen Gedächtnis archiviert. Der Rest des Volkes erhielt unterdessen die Einladung, aus der biologischen Betäubung zu erwachen, samt Etikett als Herde von Schwachköpfen.
Das biologische Problem, das niemand löst
Das verstörende Detail ist nicht das Urteil, sondern der Richter. Das Manifest wirft dem domestizierten Primaten seine Herablassung gegenüber anderen Tieren und seinen Anspruch vor, alles kontrollieren zu können – und tut dies aus einem Wesen heraus, das nach eigenem Kriterium ebenfalls nicht die biologische Autonomie besitzt, auf die grundlegendsten Funktionen zu verzichten. Der Vorwurf des Fabrikationsfehlers kehrt sich gegen den Unterzeichner selbst.
Bleibt das Urteil: Das Verfahren des Mondkindes ist abgeschlossen, die Eltern sind verurteilt. Offen ist nur, wer eine Strafe vollstreckt, die im Grunde von denselben Organismen abhängt, die beseitigt werden sollen.
Dieser Artikel basiert auf dem Manifest und den dazu veröffentlichten Repliken; Zahlen und Behauptungen werden so wiedergegeben, wie sie im Originalmaterial erscheinen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (23 Antworten).
Nando gibt sich als Autor von „El Niño Lunar: la imposición de nacer“ (Das Mondkind: Die Zumutung, geboren zu werden) und als das klügste Kind des Planeten zu erkennen. Figur oder echter Mensch?
Ein spanischer Forennutzer, der sich als "Mondkind" bezeichnet, verlangt eine Million Euro von seinen Eltern dafür, ihn ohne Einwilligung auf die Welt gebracht zu haben.
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