Nacho Escolar setzt seine Zeitung in einem Machtkampf mit Julio Iglesias aufs Spiel

Der Chefredakteur von elDiario.es riskiert die Existenz des Mediums mit einer Offensive gegen Julio Iglesias, die manche Analysten als selbstmörderisch bezeichnen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Nacho Escolar und der Machtkampf mit Julio Iglesias: berufliche Selbstaufgabe?

Nacho Escolars Entscheidung, Julio Iglesias offen herauszufordern, wird in Kreisen des digitalen Journalismus als hochriskantes Manöver betrachtet. Was als ein journalistischer Beitrag begann, hat sich in einen persönlichen Krieg verwandelt, der den Chefredakteur von elDiario.es und die Glaubwürdigkeit der Zeitung selbst zu verschlingen droht.

elDiario.es vor dem Spiegel seiner eigenen Widersprüche

Im Hintergrund verweisen manche auf einen politischen Stimmungswechsel. Nach Angaben aus dem Umfeld der Sozialisten ist die Unterstützung, auf die Escolar sich offenbar verlassen hatte, geschwunden, was ihn angreifbar macht. Derweil scheint Julio Iglesias, bekannt für seine juristische Hartnäckigkeit, entschlossen, den Rechtsstreit bis zum Ende zu führen. Das Image von elDiario.es, das auf der Kritik an der Macht aufgebaut wurde, sieht sich nun mit der Prüfung der eigenen Methoden konfrontiert.

Die Kosten eines Kriegs ohne Gnade

Die Paradoxie: In seinem Versuch, einen Giganten zu stürzen, gräbt Escolar sich womöglich sein eigenes berufliches Grab. Die beunruhigende Zahl: Die Kosten eines langwierigen Prozesses könnten die Werbeeinnahmen übersteigen, die das Medium in einem ganzen Jahr erzielt. Ein Wagnis, das nach Ansicht von Analysten nur als konsequente ideologische Überzeugung erklärbar ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (54 Antworten).

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