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Modafinil: die Wunderdroge mit weniger epischen Effekten als ihr Ruf
Tägliche Nutzer beschreiben Tunnelblick, Angstzustände und einen Zustand, der weder stimuliert noch erholsam ist, laut einer Forumsdiskussion.
Modafinil macht dich nicht schlauer, es hält dich nur wach
Modafinil hat sich in den Machtzentren den Ruf einer Wunderdroge erworben. Die Realität, die jene beschreiben, die es ausprobiert haben, ist weniger episch: Es hält dich wach, macht dich aber nicht brillant. Und wenn man es viele Tage hintereinander einnimmt, zahlt der Körper seinen Preis. Das Ergebnis ist ein unangenehmer Zustand, der weder Konzentration noch Erholung ist.
Das Versprechen ist verlockend: rund um die Uhr leisten, wach bleiben ohne den Verschleiß durch Kaffee und ohne die Achterbahnfahrt von Kokain. Die offizielle Erzählung präsentiert es als Produktivitätswerkzeug. Die Erfahrung derer, die es täglich benutzt haben, deutet auf etwas anderes hin.
Welche Nebenwirkungen hat Modafinil?
Der Katalog der Nebenwirkungen, der in diesen Diskussionen genannt wird, umfasst **Tunnelblick** (sich so sehr auf eine Aufgabe konzentrieren, dass man den Überblick verliert), **Selbstüberschätzung** (glauben, dass Entscheidungen brillant sind, obwohl sie durchschnittlich sind) und psychiatrische Störungen von Angstzuständen bis hin zu Aggressivität, mit Psychosen am äußersten Ende. Es ist kein Multivitaminpräparat.
Manche, die es ausprobiert haben, beschreiben eine ganze Nacht lang *Kieferknirschen* wie ein Kokainkonsument, aber ohne etwas Illegales genommen zu haben und ohne in öffentlichen Toiletten zu enden. Das Problem kommt mit der Wiederholung: **viele Tage hintereinander** hinterlassen einen seltsamen Zustand, weder stimuliert noch ausgeruht. Körper und Geist verlangen eine Pause und bekommen sie nicht.
Die vorgeschlagene Lösung ist, Pausen zu machen, mit anderen Substanzen zu wechseln oder die Einnahmen zu strecken. Nichts, was das Grundproblem löst: Modafinil ist künstlich und passt nicht gut zum natürlichen Rhythmus des Organismus.
Modafinil gegenüber Methylphenidat: Was die Erfahrung sagt
Modafinil hat einen bekannteren pharmakologischen Verwandten, das **Retard-Methylphenidat**, das bei ADHS verschrieben wird. Die Berichte derer, die beide ausprobiert haben, sind aufschlussreich. Modafinil wurde in einem Fall kaum bemerkt und verursachte ein Gesichtszucken mit Kieferbewegung. Methylphenidat wirkte in einer Dosis von **54 mg** in den ersten Tagen mit einem deutlichen Hoch; bei einer Reduzierung auf **32 mg** ließ die Wirkung nach.
Das Problem kam an den Pausentagen: ein Gefühl des geistigen, körperlichen und seelischen Zusammenbruchs. Viele bevorzugen einen schlechteren, aber stabilen Zustand gegenüber den Tiefpunkten des Entzugs. Die Schlussfolgerung lautet, dass diese Pillen nicht umsonst sind: Das Energieleihverhältnis wird mit Zinsen zurückgezahlt.
Das kleine Wundermittel und die Silicon-Valley-Erzählung
In Machtkreisen spricht man von jemandem, der *unermüdlich* oder *rund um die Uhr auf Draht* wirkt. Das ist der Ruf von Modafinil: die Wunderdroge, das Lebenselixier einer Elite, die es sich nicht leisten kann zu schlafen. Die Realität ist prosaischer. Die meisten, die es ohne ärztliche Aufsicht nehmen, sind keine Genies: Es sind Menschen mit zu viel Arbeit und zu wenig Schlaf.
Der Freizeit- oder Berufskonsum ohne medizinische Kontrolle ist gefährlich. Es gibt keinen chemischen Abkürzungsweg zur geistigen Klarheit. Und der Preis wird in Form von Angst, Erschöpfung und Abhängigkeit bezahlt.
Manche vergleichen diese Substanzen mit älteren, wie dem **Sydnofen** und dem **Sydnocarb**, die als sicherer als Amphetamin dargestellt wurden und ein klareres Gesicht und einen schlankeren Körper versprachen. Mit der Zeit machten sich die Nebenwirkungen bemerkbar, besonders an der **Schilddrüse**.
Das Gespräch driftet zum Amphetamin, das in Kriegszeiten unter Kontrolle und in begrenzten Dosen erlaubt war und in den **80er Jahren** als Antidepressivum verwendet wurde, bis sich zeigte, dass sich die Depression nach der Behandlung verschlimmerte. Auch **Strychnin** wird erwähnt, ein Stimulans, das in derselben Dekade verwendet wurde und dessen Überdosis tödlich ist. Das 20. Jahrhundert war reich an Experimenten mit menschlichen Versuchspersonen.
Zum Konsum nach politischen Sektoren bietet das Gespräch eine ironische Lesart: Linke wären eher Pillenfreunde seit der Jugendzeit in Parks, während die extreme Rechte lieber Koks mit Schinken und Schaumwein bevorzugen würde. Es ist eine Karikatur, kein Fakt.
Nikotin und andere Alternativen zu Modafinil
Als Alternative zu Modafinil erwähnen manche **Nikotinbeutel** als verträglicheres Stimulans: kurz wirksam, sie erlauben guten Schlaf und schmecken besser. Nikotin ist ein Gift und ein pflanzliches Insektizid, und das merkt man in den ersten Anwendungen. Der Trick wäre, die Tage abzuwechseln.
Die unausweichliche Schlussfolgerung ist, dass es kein Stimulans ohne Preis gibt. Modafinil ist keine Ausnahme. Die offene Frage ist, wie viele derer, die sich als unermüdlich rühmen, einfach bei ihrem eigenen Körper verschuldet sind.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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