Mileis $libra: Fast 75.000 Geschädigte laut Zählung

Eine Zählung beziffert die von Mileis $libra betroffenen Anleger auf fast 75.000, darunter 25 mit Verlusten über eine Million Dollar und rund 150 Anzeigen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Mileis $libra: Fast 75.000 Geschädigte laut Zählung
Mileis $libra hinterlässt fast 75.000 Geschädigte und 150 Anzeigen

Wie viele Investoren blieben in der von Javier Milei beworbenen $libra hängen? Die Schätzungen zum Fall sprechen von fast 75.000 Betroffenen, von denen 25 Verluste von einer Million Dollar oder mehr erlitten haben. Hinzu kommen knapp 150 Anzeigen aus verschiedenen Ländern. Es gibt keine offizielle Bestätigung dieser Zahlen; sie ergeben sich aus On-Chain-Bewegungen und Berechnungen der Geschädigten selbst, gestützt auf öffentliche Blockchain-Analyse-Dashboards. Eine im Aufbau befindliche Erhebung, so groß, dass man es kaum glauben kann, und so konkret, dass man sie nicht ignorieren kann.

Was geschah mit der von Milei angekündigten $libra?

Das Drehbuch ist kurz. Eine Kryptowährung kommt auf den Markt, wird vom Präsidenten-Konto beworben, und Stunden später verschwindet die Nachricht und der Preis stürzt ab. Der Token fiel um mehr als 90% und ließ jene, die am Höchststand eingestiegen waren, mit einem Portfolio voller Luft zurück. Diese Abfolge lässt wenig Interpretationsspielraum: Wer einen schnellen Gewinn ankündigt und ihn eilig löscht, verwaltet keine Anlageempfehlung, sondern bekämpft einen Brand.

Hinter dem Geschäft steht immer wieder ein Name: Hayden Davis, der als Projektleiter beschuldigte Promoter. Den kursierenden Vorwürfen zufolge hatte er zuvor bereits eine andere Memecoin gestartet, die an eine prominente Persönlichkeit gebunden war, mit einem Absturz von über 99% und derselben Choreografie aus Launch, Pump und Rückzug. In dieser Erzählung hätte das Geld aus der ersten Operation die zweite finanziert. Zudem unterscheidet die Zählung zwischen jenen, die ihre Tokens noch halten, und jenen, die unterwegs verkauft haben, als der Preis bereits zerstört war.

Unter den kursierenden Berechnungen gibt es eine, die nicht in einen Tweet passt: 80 Millionen Dollar, verteilt innerhalb weniger Stunden auf einige wenige Wallets. Hier liegt die Grenze zwischen einem schlechten Geschäft und einem gut organisierten Coup.

Der Präzedenzfall von 2021 und die Immunität des Präsidenten

Die Kritiker gehen weiter zurück. Sie behaupten, dies wäre nicht der erste Fall dieser Art: Bereits 2021 habe er an einem Schneeballsystem teilgenommen, bei dem seine vermeintlichen Komplizen ins Gefängnis kamen, während er dank seines Status als Abgeordneter und der damit verbundenen Immunität (Aforamiento) davongekommen sei. Es wird sogar auf eine dritte Operation nach demselben Muster hingewiesen. Dies sind Behauptungen, die stark kursieren, aber ohne gerichtliche Klärung bleiben, daher sollte man sie als das lesen, was sie sind: Anschuldigungen, keine Urteile.

Was jedoch feststellbar ist, ist das Muster: Bewerben, auf den Höhepunkt warten und verschwinden.

Wird die Rückerstattung mit öffentlichen Geldern bezahlt?

Hier beginnt der Teil, der jeden Geldbeutel betrifft. Eine der im Diskurs diskutierten Hypothesen ist eine Rückerstattung von über hundert Millionen, damit die Geschädigten auf Anzeigen verzichten. Die sofortige Frage lautet: Wer unterschreibt diesen Scheck? Die wiederkehrende Antwort, ohne offizielle Bestätigung, ist unangenehm: die Steuerzahler. Irgendwer zahlt immer die Rechnung anderer, und selten ist es derjenige, der sie verursacht hat.

Wurden sie betrogen oder gingen sie ein bekanntes Risiko ein?

Nicht alle kaufen die Geschichte vom Betrug. Ein Teil argumentiert, dass eine Memecoin genau das sei, eine Wette ohne Projekt dahinter, und wer sein Erspartes dort hineinsteckt, kennt die Spielregeln. Es wird angeführt, dass schon der Name des Assets alles sagt und diese Konstrukte keine Investmentvehikel sind, sondern ein Casino mit hübschen Grafiken.

In diesem Sinne kursiert auch die Idee, dass die Geschädigten überwiegend ausländische Investoren seien und kein lokaler Sparer einen Peso eingesetzt hätte. Dies ist eine extreme These ohne datengestützte Belege. Das Gegenargument ist einfach: Wenn derjenige, der das Asset startet und bewirbt, das Staatsoberhaupt ist, verliert die Warnung dies ist eine Shitcoin fast ihre gesamte Wirkung.

Fruta und politische Konsequenzen

Auch die politischen Kosten werden diskutiert. Es wird darauf hingewiesen, dass die Anzeigen aus mehreren Ländern die Auslandsreisen des Präsidenten erschweren könnten, aufgrund des Risikos, auf einen gewöhnlichen Richter zu treffen, der sich von Immunitäten wenig beeindrucken lässt. Und man erinnert an die Medaille, die er in Madrid erhielt, verbunden mit führenden Persönlichkeiten der spanischen Rechten. Diese Flanke, die des institutionellen Fotos, ist diejenige, die seine Partner am meisten beunruhigt.



Mit diesen Zahlen auf dem Tisch scheint die Rückerstattung für alle außer dem Zahler die am wenigsten schlechte Lösung zu sein. Wenn klar ist, wer sie unterzeichnet, erhält man vielleicht sogar eine weitere Medaille.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (219 Antworten).

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