Falconetti segnet ein Baby auf den Kanaren: Foto sorgt in Spanien für Aufruhr

Ein Bild von Falconetti, der ein Baby auf den Kanarischen Inseln segnet, löst Kritik und Verschwörungstheorien aus. Gezielte Provokation oder harmlose Geste?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Falconetti imitiert den Papst und 'segnet' ein Baby auf den Kanaren: Das Foto löst Wut aus

Ein Bild sagt mehr als tausend Tweets. Der Schnappschuss von Antonio Falconetti, einer bekannten Figur der spanischen Politik, der bei einer Veranstaltung auf den Kanarischen Inseln so tut, als segne er ein Baby, hat in den sozialen Medien eine Flut von Kritik ausgelöst. Die Geste, die viele als Parodie des päpstlichen Segens deuten, wurde von den bissigsten Kommentatoren als "leichtsinnig" und "blasphemisch" bezeichnet.

Die Szene, deren Komposition an ein Gemälde von Velázquez erinnert, zeigt Falconetti mit erhobener Hand, während eine Mutter das Kind im Arm hält. Dahinter runden ein Selfie von Mena und die Aktivistin Charo im roten T-Shirt das Bild ab. "Das Baby kann noch nicht sprechen, aber wenn es könnte, würde es nicht lügen", heißt es in einem Analysis-Beitrag, der in den Netzwerken kursiert.

Harmlose Geste oder kalkulierte Provokation?

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Während manche ironisieren, Falconetti "rieche bereits seinen eigenen Heiligenschein", gehen andere weiter und vergleichen ihn mit dem Antichristen oder dem "Statthalter des Pazuzu". Die Theorie, das Baby könnte die Adrenochrom-Ration des Politikers sein, verleiht der Debatte einen verschwörerischen Ton. "Wenn er groß ist, wird das Kind ihn ausbuhen", prophezeit ein Nutzer.

Die Veranstaltung auf dem kanarischen Archipel hat die Debatte über die Grenzen politischer Inszenierung neu entfacht. Das offizielle Bild, das manche als "Canogiga" bezeichnen — ein Hybrid aus Canarias und Giga —, wurde laut unbestätigten Berichten vom Heiligen Stuhl und von Moncloa (Sitz des spanischen Ministerpräsidenten) genehmigt. Die Mutter des Babys zeigt sich ekstatisch vor dem "geliebten Führer dieses Regimes", in Anspielung auf den Ministerpräsidenten.

Die verblüffende Pointe

Das Kuriose an der Sache: Trotz des Skandals wollte sich keine Partei öffentlich distanzieren. Das Schweigen der Opposition und von Falconetti selbst nährt den Verdacht, dass die Kontroverse inszeniert ist. Was ist ein politischer Segen wert? Im Wahlkampf ist alles erlaubt. Aber wenn die Geste mehr einer Parodie als einem Glaubensakt gleicht, kann der Preis die Verärgerung von Wählern sein, die nichts vergessen.

Verwandte Diskussionen im Forum

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (39 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver