Migranten in Ceuta (Spanien) kehren freiwillig nach Marokko zurück

Laut Beiträgen aus der Debatte kehren 150 Migranten innerhalb von zwei Stunden freiwillig nach Marokko zurück, während die Bilanz von Ein- und Ausreisen in Ceuta nicht aufgeht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Migranten in Ceuta (Spanien) kehren freiwillig nach Marokko zurück
Migranten in Ceuta kehren nach Marokko zurück

An der Grenze von Ceuta hat sich in diesen Tagen ein umgekehrter Tröpfelprozess abgespielt: Nach Angaben, die im Fernsehen genannt wurden, sind mehr als 150 Personen in nur zwei Stunden freiwillig nach Marokko zurückgekehrt, und manche behaupten, die Gesamtzahl der Rückreisen übersteige inzwischen die der Einreisen. Die Nachricht, in manchen Kreisen mit Häme gefeiert, verbirgt eine unbequeme Realität: Wer geht, ist nicht immer jemand, der gestern ankam, und manche behaupten, neue Ankömmlinge kämen weiterhin durch Tunnel, Strände und Übergänge, die das spanische Ausländergesetz nicht zu stopfen vermag.

Die offizielle Rechnung geht nicht auf

Die Zahlen, die nach und nach durchsickerten, zeichnen ein verwirrendes Bild. Laut den Fernsehaussagen spricht die Regierung von mehr als 6.000 untergebrachten Personen, rechnet aber damit, dass weiterhin zwischen 2.500 und 3.500 Menschen auf der Straße schlafen. Die Summe nähert sich den anfangs genannten 10.000, wobei manche Nachrichten die tatsächliche Zahl auf 15.000 beziffern. Die Diskrepanz ist nicht gering: Wenn die Rückreisen die Einreisen bereits übersteigen, wie manche behaupten, warum kommen dann täglich neue an? Die Antwort, die immer wieder fällt: Die Grenze wurde nie ganz geschlossen.

"Man kann sie nicht abschieben, aber sie dürfen freiwillig gehen", fasst eine der meist wiederholten Nachrichten zusammen. Der Satz verdichtet das juristische Paradox: Ohne Abschiebebescheid bleibt nur die freiwillige Ausreise, und diese Tür öffnet sich, wenn sich das versprochene Paradies als ein überfülltes CETI (temporäre Migrantenunterkunft) und ein Dach über dem Kopf auf der Straße entpuppt.

Der Rufeffekt, den niemand zugeben will

Manche behaupten, die staatliche Hilfe wirke wie ein Magnet. Die CETI-Zentren garantieren Unterkunft und Essen, und das, so das Argument, entmutige die Rückkehr. Die Gegenthese lautet, dass gerade die prekären Zustände in diesen Zentren und die fehlenden beruflichen Perspektiven viele dazu bewegen, den Weg zurückzutreten. Darüber, dass der Strom nicht gestoppt wurde, herrscht jedoch Einigkeit: Manche behaupten, wer geht, werde durch andere ersetzt, die nachts überqueren.

Die politische und soziale Rechnung

Der Vorfall hat die Wunde der Migrationsverwaltung wieder geöffnet. Ein Teil der Analyse kritisiert, das Ausländergesetz sei ein zahnloser Papiertiger, den schon eine plumpe Strategie aushebele, etwa sich als minderjährig auszugeben. Eine andere Strömung richtet den Blick auf die Opfer: die geplünderten Geschäfte, die Übergriffe und die Angst, die sich in der Bevölkerung von Ceuta festgesetzt hat. Und eine dritte, zynischere, rechnet vor, dass es billiger käme, jedem Rückkehrer 1.000 Euro zu zahlen, als die Unterbringungsinfrastruktur zu unterhalten. Die Zahl, so dahingeworfen, wurde von keiner Autorität bestätigt noch dementiert.

Was offen bleibt

Marokko hat nicht erklärt, ob es eine Rückkehranordnung gegeben hat oder ob der Grenzdruck nachlassen wird. Die marokkanischen Militärs, so manche Stimme, rücken nicht von ihrem Posten. Die einzige Gewissheit ist, dass das Tröpfeln der Abreisen mit dem der Ankünfte einhergeht und dass niemand zu belegen wagt, wie viele gegangen sind, wie viele noch da sind und wie viele zurückkehren werden. Das Video, das zeigt, wie Dutzende Personen zurücküberqueren, ist echt; die Deutung, die man ihm gibt, nicht unbedingt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (49 Antworten).

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