Mieten in Spanien auf Rekordniveau: 800 Euro für ein Zimmer, kein Ende in Sicht

Die Mieten in Spanien explodieren: 800 Euro für ein einzelnes Zimmer, während der IBEX Rekordstände erreicht. Einwanderung und fehlendes Angebot bestimmen die Debatte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Eine WG in Spanien kostet inzwischen 800 Euro pro Zimmer

Der Aufwärtstrend hält nicht an. Während der IBEX die 20.000 Punkte erreicht und die Börse Rekorde feiert, durchläuft der Mietmarkt in den großen Städten Spanien seine ganz persönliche Fahrt zum Mond. Die Zahlen, die derzeit kursieren, sind vernichtend: Ein Bett in einer WG kostet bereits 700-800 Euro im Monat, und es gibt Fälle von acht Menschen, die in einem einzigen Zimmer zusammengepfercht leben. Der perfekte Sturm dafür, dass die Blase nicht platzt.

IBEX auf Rekordhoch, Mieten unerträglich

Der Widerspruch ist offensichtlich. Während die Börsenindizes Rekorde feiern und von einer blühenden Wirtschaft die Rede ist, wird der Zugang zu Wohnraum zur Fata Morgana. Die Ironie ist nicht gering: Dieselben, die den IBEX bei 20.000 Punkten beklatschen, blicken entsetzt auf das Kleingedruckte eines Mietvertrags. Manche machen die ausländische Nachfrage und die Einwanderung für den Preisanstieg verantwortlich. Andere zeigen direkt auf das fehlende Angebot und eine Wirtschaftspolitik, die keinen bezahlbaren Wohnungsbau auf die Beine stellt.

Einwanderung, Renten und die unbequeme Debatte

Im Zentrum des Orkans steht der demografische Faktor. Es wird argumentiert, dass die Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften notwendig sei, um das Rentensystem zu stützen – doch ebenso wahr ist, dass genau diese Zuwanderung die Nachfrage nach Wohnungen in die Höhe treibt. Die Diskussion entflammt, wenn behauptet wird, ohne diesen Zustrom wäre das Problem geringer. Und mittendrin eine kuriose Idee: die Ministerien von Madrid in eine neu gebaute Stadt nach Brasilia-Vorbild zu verlegen, um die Hauptstadt zu entlasten. Der Vorschlag klingt nach Utopie, spiegelt aber die Verzweiflung wider, einem Druck zu begegnen, der keine Pause kennt.

Die Analyse endet hier in einer Sackgasse. Niemand kann so recht erklären, wie sich Wirtschaftswachstum mit Wohnungspreisen vereinbaren lässt, die die eigenen Arbeitskräfte verdrängen. Die Blase steigt weiter, und weiter, und weiter. Vorerst können diejenigen, die von außen zuschauen, sich nur fragen, wann das Limit erreicht ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (10 Antworten).

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