Mietangebote bei Idealista in Spanien fallen unter 70.000
Am 29. September gab es laut der Zählung, die in einem Forumsthread verfolgt wird, 80.364 Wohnungen, die bei Idealista zur Miete inseriert waren. Am 19. Oktober waren es 70.922. Und in der Nacht der Zählung hatte die Zahl die psychologische Grenze bereits durchbrochen: 69.463 Inserate. In weniger als einem Monat hätte das Schaufenster des Wohnungsmarkts in Spanien mehr als zehntausend Angebote verloren, und der Rückgang hält nicht an, wenn man die Seite aktualisiert. Die Zeitreihe erstellt, wer sie Tag für Tag, Zahl für Zahl verfolgt, und das Muster, das sie beschreibt, ist so einfach wie unbequem: jede Woche weniger Langzeitmietwohnungen zum Marktpreis.
Von 80.364 auf 69.463: die Chronologie eines Einbruchs
Der Beginn der Beobachtung legt den Referenzwert am 29. September auf 80.364 Inserate fest. Danach geht es stetig bergab: 80.300, 80.246, 79.612, 79.462, 79.440, 79.430, 79.427, 79.424. Die Genauigkeit der letzten Zahlen verrät die Methode: jemand, der die Suchmaschine mehrmals täglich aktualisiert. Dann kommt der Sprung: 71.991, 70.922, 70.051, 69.904, 69.743, 69.463. Die 70.000er-Marke wird nach unten durchbrochen, und der Thread feiert das mit hämischem Spott.
Die Frage, die im Raum steht: Was misst dieser Zähler genau? Er misst weder bestehende noch bewohnte Wohnungen: Er misst Inserate, die als Langzeitmiete veröffentlicht wurden, auf einer bestimmten Plattform. Wenn die Zahl sinkt, verschwindet die Immobilie nicht. Sie wechselt die Kategorie. Sie geht in den Saisonbereich, in Zimmervermietung oder in den Verkauf. Der Bestand bleibt bestehen; was sich verflüchtigt, ist der Reiter.
Warum verschwinden Mietwohnungen aus den Inseraten?
Die am häufigsten geäußerte Diagnose zeigt auf die Regulierung. Das Gesetz deckelt die Miete für Wohnraum, und der Eigentümer reagiert, indem er die Immobilie in das Segment verschiebt, in dem die Deckelung nicht greift: Saisonverträge, Zimmervermietung, Vermietung an Studenten oder direkt Verkauf. Das Ergebnis ist ein schrumpfendes Langzeitangebot, während die Nachfrage unverändert bleibt.
Der Fall Barcelona wird als Präzedenzfall zitiert. Seit die Stadt ihre Beschränkungen beschlossen hat, ist das Angebot an Dauerwohnraum um 83 % gesunken, auf weniger als 700 Inserate, während in Madrid noch mehr als 7.000 bestehen, so ein Teilnehmer des Threads. Die Hauptstadt dient als Warnung: Was in Barcelona bereits passiert ist, steht den anderen Großstädten bevor.
Ein Kontextdatum relativiert die Knappheitserzählung: Vermieter oder Empfänger von Mieteinnahmen aus Hauptwohnsitzen machen 4,9 % der Gesamtbevölkerung aus, so eine der zitierten Quellen. Auf dieser Basis hält die Vorstellung, eine Armee von Kleineigentümern entleere den Markt, kaum einer Prüfung stand. Das Gegenargument: Wer darauf hinweist, dass dieser Prozentsatz nicht ausreicht, um das Wohnungsproblem zu lösen, hat zunächst recht, denn der Engpass liegt nicht nur beim Angebot, sondern beim Preis.
Der Mietbestand in Málaga und Barcelona: die Fälle, die den Rest vorwegnehmen
Der Einbruch ist nicht gleichmäßig. In Málaga melden 80 % der Immobilienagenturen Probleme bei der Veröffentlichung von Mietwohnungen, und die Inserate verschwinden. In Barcelona ist das Dauerangebot auf einen Rest geschrumpft. In Madrid hält die Zahl noch, aber der Trend zeigt in dieselbe Richtung.
Die pessimistischste Lesart besagt, dass das Problem nicht mehr der Preis sein wird, sondern die Existenz. Selbst wenn der Mieter Geld hat, findet er nichts zu mieten. Die optimistischste setzt darauf, dass sich der Markt über den Kauf ausgleicht: Wenn es keine Miete gibt, kaufen die Leute. Und da erscheint die Mauer: Die Banken verlangen 30 % des Immobilienwerts als Eigenkapital, zwei Gehaltsnachweise und einen unbefristeten Vertrag, so ein Teilnehmer. Der Durchschnittsverdiener bleibt sowohl bei der Hypothek als auch bei der Miete außen vor.
Unter diesen Vorzeichen sollte das Jahresende eine noch niedrigere Zahl bringen. Der Zähler von Idealista kann nicht unter null fallen, das ist Grundschularithmetik. Aber er kann null erreichen. Und null Inserate bedeutet keine Stadt ohne Dächer: Es bedeutet, dass die Kategorie geleert wurde, dass der Bestand in einen anderen Reiter abgewandert ist, und wer eine Langzeitmietwohnung zum Marktpreis sucht, wird auf einen leeren Bildschirm stoßen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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