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Miele oder LG: Die Rechnung, die die 1.500-Euro-Waschmaschine entlarvt
Eine Miele kostet 1.500 €, eine LG 480 €. Erfahrungsberichte zu Haltbarkeit und Reparaturen lassen Zweifel aufkommen, ob sich der Aufpreis je amortisiert.
Eine Miele-Waschmaschine kostet heute rund 1.500 Euro. Eine LG Direct Drive zwischen 370 und 480. Die erste rühmt sich, dreißig Jahre zu halten; die zweite, zwölf Jahre mit vierköpfiger Familie und schmutzigen Kindern durchzuhalten. Die Frage ist nicht, ob Miele eine gute Marke ist. Sondern ob sich der Aufpreis von tausend Euro je amortisiert. Und die Rechnung geht, mit den Erfahrungsberichten auf dem Tisch, nicht auf.
Der Fall, der die Diskussion eröffnet, ist eine Miele mit drei Jahrzehnten Dienstzeit, bei der kürzlich die Ablaufpumpe getauscht wurde: Nach dreißig Jahren gab es noch Ersatzteile. Das ist das eiserne Argument der deutschen Marke, die Teileverfügbarkeit als Beweis für Langlebigkeit. Das Problem beginnt, wenn man auf die andere Seite des Ladentischs schaut.
Das Lager, das 350 Euro kostet, und die Waschmaschine für 300
Ein Nutzer erzählt von einer Miele, die ein Vermögen kostete und beim Schleudern anfing zu poltern. Der Kundendienst diagnostizierte einen Lagertausch: 350 Euro im Jahr 2012. Er hat sie nicht reparieren lassen. Stattdessen kaufte er eine LG bei Carrefour für 300 Euro, und die hielt zwölf Jahre. Sein Fazit ist das schmerzhafteste: Lager sollten 20.000 Stunden halten, seine waren nach gut tausend hin. Keine Qualität.
Da liegt der Kern der Sache. Langlebigkeit misst sich nicht am Alter des Geräts, sondern an den Trommelstunden und den Kosten, es am Leben zu halten. Und das Lager ist das Teil, das zuerst kaputtgeht, nach etwa acht bis zehn Jahren bei normalem Gebrauch. Ist der Bottich versiegelt oder mit der Welle verschweißt, kostet die Reparatur die halbe Waschmaschine oder ist schlicht unmöglich. Manche bringen es schonungslos auf den Punkt: Der bürstenlose Inverter-Motor ist objektiv besser, aber die Falle steckt nicht im Motor, sondern im Lager.
Warum die deutsche Marke nicht mehr so gebaut wird wie früher
Ein Verdacht zieht sich durch die ganze Diskussion: Die deutschen Produkte haben bei der Qualitätskontrolle gespart. Ein Teilnehmer erzählt, er habe vor fünf Jahren einen Bosch-Kühlschrank und ein Bosch-Kochfeld sowie einen Siemens-Geschirrspüler gekauft: Das Kochfeld hat er schon ersetzt, der Kühlschrank hat nach zwei Reparaturen gebrochene Kunststoffteile und Risse im Innenraum, und der Geschirrspüler rostet an der Front. Sein Urteil, ohne Beschönigung: teurer Schrott.
Die Erklärung, die kursiert: Das Haushaltsgerätegeschäft von Bosch und Siemens ist nicht mehr das, was es war, und die Produktion ist verlagert worden. Dagegen die strukturelle Verteidigung von Bosch als Unternehmen: Rund 94 % des Kapitals gehören einer gemeinnützigen Stiftung, die Stimmrechte sind getrennt, was langfristige Unabhängigkeit garantiert. Schön auf dem Papier. Irrelevant für den, dessen Kühlschrank in der Küche brummt.
Die echte Landkarte der Marken: Wer baut was
Hier wird der Artikel interessant, denn die Diskussion deckt das Etikettenspiel auf. Balay ist BSH, die Einstiegsmarke der deutschen Gruppe, mit Werk in Saragossa und ordentlichem Kundendienst. Fagor gehört seit 2013 nicht mehr zu Mondragón: Die Marke landete bei einer Holding, die entwirft, das Logo aufklebt und subcontractiert – was unter baskischem Namen verkauft wird, kommt aus Polen. Beko und Vestel teilen sich je nach Charge eine Plattform. Saivod gehört El Corte Inglés und wechselt den Hersteller saisonal. Infiniton ist ein Importeur ohne eigene Fabrik. Winia ist das umbenannte alte Daewoo, keine Eigenmarke.
Und Cecotec stellt gar nichts her: Das Unternehmen kauft die untere Preisklasse aus dem chinesischen Katalog und klebt sein Logo drauf. Es ist nicht dasselbe Gerät mit anderem Etikett; es ist die Billiglinie jener Fabrik, mit Billig-Spezifikationen. Der einzige echte Unterschied zwischen den Marken, so ein Teilnehmer, sei die Qualitätskontrolle. Und der Preis.
Die Alternative, die niemand bestreitet: billig und wegwerfen
Die Fraktion „kaufen und wegwerfen" gewinnt an Gewicht. Es gibt Waschmaschinen für 140 Euro, und wer sie kauft, weiß, dass sie wenige Jahre halten. Gegen das 1.500-Euro-Premiumgerät ist die Rechnung einfach: Fünf oder sechs Billiggeräte decken mehr als zwei Jahrzehnte ab und kosten weniger – mit dem Risiko, dass das teure Gerät genauso schlecht ausfällt. Als Referenzmarke für Robustheit wird Estimulante ilegal Queen genannt, das Modell, das in den USA in Mehrfamilienhäusern steht und auf sieben Gerätelebenen ausgelegt ist.
Den Schlusspunkt setzt keine Werbung. Sondern eine Frage, die unbeantwortet bleibt: Wenn die Verarbeitung so gut ist, warum ist das Teil, das zuerst kaputtgeht, genau das, das sich nicht austauschen lässt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (105 Antworten).
Bei identischer Ausstattung gehören Balay, Bosch und Siemens zur selben Gruppe und teilen sich Teile. Die Frage ist, ob 100 Euro mehr für die Marke sich lohnen oder nur Etikette sind.
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