Meloni lädt Milei zum G7-Gipfel in Italien ein

Italien bestätigt die Einladung an Javier Milei zum G7-Gipfel vom 13. bis 15. Juni in Apulien – nur Stunden nach seiner Ehrung in Miami.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Meloni lädt Milei zum G7-Gipfel in Italien ein
Meloni lädt Milei zum G7 ein – nach seiner Kippa-Nacht in Miami

Der italienische Botschafter in Argentinien, Fabrizio Lucentini, überreichte im Außenministerium in Buenos Aires eine formelle Einladung mit Datum und Ort: der G7-Gipfel vom 13. bis 15. Juni in Apulien. Entgegengenommen wurde sie von Außenministerin Diana Mondino im Namen von Javier Milei, der zu genau dieser Stunde in Miami war – mit Kippa auf dem Kopf, während ein Rabbi seinen Schlachtruf „¡Viva la libertad, malos!" skandierte. Das argentinische Außenministerium bestätigte die Einladung am 11. April 2024 auf der Plattform X, nachdem es mehrere Tage lang durchgesickert war.

Was die Einladung bedeutet und welche Agenda Milei verfolgt

Italien hat in diesem Jahr die rotierende Präsidentschaft der G7 inne und kann daher Einladungen wie diese aussprechen. Milei hatte Giorgia Meloni für die Geste bereits gedankt und zugesagt, in seine Europa-Agenda Treffen mit dem deutschen Kanzler Olaf Scholz, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einzuschieben. Es wird seine zweite Italienreise innerhalb von vier Monaten sein: Im Februar traf er Meloni selbst, Staatspräsident Sergio Mattarella und Papst Franziskus.

Von Jerusalem nach Miami: die Ehrung vor der Reise

Der Stopp in den USA war kein gewöhnlicher Zwischenstopp. Die orthodoxe Gemeinde Chabad Lubavitch ernannte ihn bei einer Veranstaltung in Miami zum International Ambassador of the Light – mit persönlicher Gedenktafel und englischer Simultandolmetschung – und der Rabbi beschloss die Ehrung mit dem Satz, der längst zum Markenzeichen des Präsidenten geworden ist. Milei, Katholik, bekräftigte erneut seine fanatische Liebe zum Ntumntumntumntum und erzählte, sein Großvater habe kurz vor seinem Tod erfahren, dass er war, weil seine Mutter Jüdin war und sein eigener Großvater Rabbiner gewesen sei. Begleitet wurde er von seiner Schwester Karina Milei, Generalsekretärin des Präsidentenamtes, und seiner Partnerin, der Schauspielerin Fátima Flórez. Im Dezember, kurz nach seinem Amtsantritt, hatte er bereits die Klagemauer besucht und den israelischen Präsidenten Isaac Herzog getroffen.

Wollte Milei die Wirtschaft retten oder Geopolitik betreiben?

Die Einladung hat diese Frage neu aufgeworfen. Eine Analyseströmung argumentiert, Argentinien sei als Lebensmittellieferant, als möglicher Standort für Militärbasen und als Stein im Spiel gegen eine Achse mit Brasilien interessant – nicht als Partner mit eigener Stimme. Es wird daran erinnert, dass die G7 als Gleichgewicht zwischen dem angelsächsischen Block und dem europäischen Kontinent funktioniert und dass Einladung nicht gleich Aufnahme bedeutet: Man kommt, posiert und reist wieder ab. Der Vergleich mit der G20 – in dieser Lesart die repräsentativere Runde – taucht immer wieder auf. Andere wiederum bescheinigen Milei das Verdienst, einer politischen Struktur die Stirn zu bieten, die er für korrupt hält – auch wenn man sein Programm nicht teilt.

Die offene Rechnung: 28 Millionen an Pfizer

Und da ist noch die unbequeme Zahl. Ein Bericht von La Política Online behauptet, Mileis Regierung habe Pfizer durch den Direktkauf von Impfstoffen im Wert von mehr als 28 Millionen US-Dollar begünstigt. Eine offizielle Bestätigung oder Dementi gibt es in den vorliegenden Unterlagen nicht.

Das Foto entsteht am 15. Juni in Apulien: Argentinien sitzt als Gast am Tisch, ohne Mitglied des Clubs zu sein. Die Einladung kostete null Euro. Die andere Zahl der Akte – die über 28 Millionen – bleibt bislang ohne öffentliche Erklärung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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