Grönland: Kritiker sprechen vom selben Vertrag von 1951

Kritiker von Trumps „Erfolg“ sagen, das Abkommen mit Dänemark über Grönland gehe nicht über den Vertrag von 1951 hinaus und sehe weder Kauf noch Annexion vor

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Grönland: Kritiker sprechen vom selben Vertrag von 1951
Trumps Grönland-„Erfolg“ im Vergleich mit dem Vertrag von 1951

Trump präsentiert seine Verständigung mit Dänemark über Grönland als historischen Erfolg, doch das Kleingedruckte deutet laut den Teilnehmern des Threads auf das Gegenteil: Der Text weiche nicht von dem 1951 geschlossenen Vertrag ab —wie ein zitierter Tweet zusammenfasst—, ein Kauf oder eine Annexion stehe nicht zur Debatte, und die USA seien auf der Insel seit Jahrzehnten präsent. Das Einzige, was sich ändern würde, sei laut einer der Nachrichten, dass weder Russland noch China dort Basen errichten können. Der Rest, so die Ansicht, sei Inszenierung mit rotem Teppich.



Was hat sich in Grönland wirklich verändert?

Sehr wenig, und genau das ist bemerkenswert. Die Beiträge vergleichen das Abkommen mit dem Text von 1951, und es verliert bei der Neuheit: Es wäre die alte Konzession in einem Gebiet, das seit Jahrzehnten US-Militäreinrichtungen beherbergt. Nach dieser Lesart behält Dänemark die Souveränität und die Entscheidungsgewalt über seinen Boden.

Die Nuance, die betont wird, betrifft die Blockade: Mit diesem Rahmen können weder Russland noch China eine Basis auf der Insel errichten, so ein Teilnehmer. Es ist ein strategischer Riegel, keine Erwerbung. Und manche erinnern daran, dass die Ankündigung in einen unangenehmen Zeitplan fällt, mit den Zwischenwahlen in weniger als zwei Jahren und einem offensichtlichen Bedarf an Schlagzeilen, die nach Sieg klingen.


Venezuela und das Muster der recycelten Ankündigung

Der Fall Venezuela dient nach dieser Lesart als Präzedenzfall für denselben Mechanismus. Es wird behauptet, dass das Öl des Landes seit über einem Jahrhundert in die USA fließt und dass der als Eroberung präsentierte „Superdeal“ mit der Amtszeit des Präsidenten selbst abläuft. Die venezolanische Seite, so diese Lesart, nickt nur ab und lässt das Getöse vorbeiziehen.

Die Analogie ist diskutabel, erklärt aber, warum ein großer Teil des Threads den Rahmen nicht kauft. Es ist nicht so, dass es keine geopolitische Bewegung gäbe: nur ist die Verpackung größer als der Inhalt.

Rota, Ceuta und Melilla: der unbequeme Präzedenzfall

Hier hört die Sache auf, grönlandisch zu sein. Wenn eine Macht ihre militärische Präsenz auf alliiertem Gebiet ausbauen kann, ohne etwas zu kaufen oder Verträge zu ändern, betrifft den Präzedenzfall jeder, der bereits Basen beherbergt. Spanien ist keine Ausnahme: Die Einrichtung in Rota wird als Beispiel für eine Präsenz genannt, die, einmal drin, nicht mehr geht.

Der wiederkehrende Witz im Thread ist die Vorstellung einer US-Basis in Ceuta und einer russischen in Melilla, halb im Ernst, halb im Spaß. Niemand glaubt, dass das morgen passiert. Der Punkt ist ein anderer: Die Tür, einmal geöffnet, schließt sich nicht.



Wenn das Muster bestehen bleibt, ist mehr Ankündigung als echte Veränderung zu erwarten, und ein Rinnsal von Erweiterungen, die nie als Erweiterungen präsentiert werden. Mit einer Ausnahme: Verträge kann man zitieren, aber die Logistik vor Ort lässt sich mit einer Pressemitteilung nicht abbauen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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