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Mazón und die DANA: Wurde Hilfe angefragt und verweigert?
Mazón beantragte keinen nationalen Notstand, Madrid mobilisierte nicht alle Mittel. Die Kompetenzverteilung und die kritischen Tage der Flutkatastrophe unter der Lupe.
Seit Monaten kursiert die Frage, ohne abschließend geklärt zu werden: Hatte der ehemalige Präsident der Generalitat Valenciana nach den Überschwemmungen staatliche Ressourcen angefordert und wurde dies von Pedro Sánchez' Regierung abgelehnt? Das vorliegende Material deutet auf eine unbequeme Antwort für beide Seiten hin. Mazón beantragte keine Erklärung des nationalen Notstands, wie er öffentlich erklärte, da ihm jemand aus seiner Partei davon abriet. Auch die Zentralregierung, die laut einigen Beteiligten hätte übernehmen können, ohne eingeladen worden zu sein, tat dies nicht.
Welche Zuständigkeiten hatte jede Verwaltungsebene?
Die Aufteilung der Kompetenzen ist der Kern der Angelegenheit und sollte geklärt werden, bevor Schuldzuweisungen verteilt werden. Die Generalitat kann weder Nationalpolizei, Guardia Civil noch das Militär allein mobilisieren. Die Policía Nacional und die Guardia Civil unterstehen dem Innenministerium; das Militär dem Verteidigungsministerium. Die lokale Polizei hängt von jedem Rathaus ab. Die Comunidad Valenciana verfügt über keine eigenen polizeilichen Befugnisse. Die Feuerwehrkräfte hängen, mit Ausnahme des Provinzverbands, von den einzelnen Kommunen ab.
Daher blieb die UME (Einheit für Militärische Nothilfe), die einzige militärische Einheit, die direkt dem Verteidigungsministerium und nicht der militärischen Führung untersteht, nahe am Epizentrum stehen und wartete auf einen formellen Antrag der autonomen Regierung, so die Erklärung des sie befehlenden Generals. Die ersten eintreffenden Kräfte waren ein Erkundungstrupp, 96 Soldaten am Vortag, basierend auf Nachrichten in der Analyse. Der massive Einsatz erfolgte erst Tage später.
Chronologie der widersprüchlichen Botschaften
Am 31. Oktober versprach Sánchez Hilfe „mit allen Sicherheitskräften des Staates“, und Mazón dankte ihm öffentlich für „die Zusammenarbeit und Koordination“. Zwei Tage später, am 2. November, ließ der Premierminister den Satz fallen, der zur Waffe im politischen Streit geworden ist: „Wenn die Comunidad Valenciana mehr Ressourcen braucht, soll sie sie anfordern“.
Hier trennen sich die Narrative. Eine Strömung behauptet, Mazón habe die Pflicht gehabt, den Notstand auszurufen, dies aber aus Kalkül, Feigheit oder schlichter Inkompetenz nicht getan. Eine andere zeigt auf die Zentralregierung: Selbst wenn niemand darum gebeten hätte, hätte sie rechtlich und materiell eingreifen können und ließ entscheidende Tage verstreichen. Die Debatte wird zudem durch ein Audio verwoben, das Feijóo zugeschrieben wird: Laut denen, die es vollständig gehört haben, sagt er genau das Gegenteil dessen, was man ihm unterschiebt, nämlich dass der PP-Chef Mazón riet, die Ausrufung des Notstands zu beantragen.
Das Narrativ des Verlassenseins und seine Gegenargumente
Die härteste Version gegenüber der Zentralregierung beschreibt eine totale Abwesenheit des Staates über Tage hinweg: Nachbarn, die in schlammigen, dunklen Straßen Wache schoben, um Plünderungen zu verhindern – die es gab –, und die ersten Freiwilligen mit eigenen Mitteln, die vor institutioneller Hilfe eintrafen. Die französischen Feuerwehrleute, die in Alfafar auftauchten, waren fassungslos, als sie feststellten, dass sie die Ersten waren, so das wiederholte Narrativ.
Demgegenüber betont die regierungstreue Seite, dass der Staat autonome Kompetenzen ohne formelle Anfrage nicht übernehmen könne und dass die Generalitat untätig geblieben sei. Das Europäische Parlament wies in seinem Gutachten zur Aktivierung des Solidaritätsfonds politische Verantwortlichkeiten auf allen Verwaltungsebenen zurück: Staat, Autonomie und Gemeinden, aufgrund von Versagen bei Prävention und Management. Das europäische Organ entlastet also niemanden.
Wer zahlt den politischen Preis?
Mazón trat schließlich mehr als ein Jahr später zurück, mit 226 Toten auf dem Tisch. Manche lesen seinen Abgang als Manöver, um die Sache mit einem Sündenbock abzuschließen und den Rest der Befehlskette unangetastet zu lassen. Andere glauben, der Rücktritt nütze der PP, weil er den Fokus nimmt. Fakt ist, dass das Kongressveto gegen die Anhörung von Familien kritisch gegenüber Sánchez' Management war, während die Opfer, die erschienen, Vorwürfe zwischen den beiden Verwaltungsebenen verteilten.
Kann bewiesen werden, dass es eine ausdrückliche Ablehnung einer formellen Anfrage der Generalitat durch die Zentralregierung gab? Mit dem vorliegenden Material: Nein. Dokumentiert ist jedoch, dass die Anfrage nicht schriftlich erfolgte, dass der Staat früher handeln konnte und dass in Madrid niemand ohne den formalen Schritt aktiv wurde. Mit diesen Zutaten wählt jeder, wen er zum Sündenbock macht. Die Frage, die offiziell unbeantwortet bleibt, ist eine andere: Wenn das System einen Antrag verlangt, um Leben zu retten, wozu dient dann das System?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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