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Mazda: von der Skyactiv-Begeisterung zum Streit um Vibrationen
Mazda überzeugt mit Design und Saugmotoren sowie Rekordwerten, doch die Besitzer bemängeln einen Kundendienst, der jede Panne dem Fahrer zuschreibt.
Mazda überzeugt am Steuer, versagt aber in der Werkstatt
Ein Kunde betritt aus Neugier ein Mazda-Autohaus, mit zwei deutschen Premiumwagen in der Garage, und geht überrascht hinaus: Präsenz und gefühlte Qualität der japanischen Marke seien „nicht weit entfernt". Das ist der Ausgangspunkt einer Diskussion, die sich über fast viertausend Tage von der Bewunderung für Design und Motoren zu einem deutlich weniger glamourösen Thema entwickelt hat: Was passiert, wenn das Auto kaputtgeht und man den offiziellen Service anrufen muss? Die Marke prahlt mit Zahlen, und der Kundendienst kassiert die Schläge.
Die anfängliche Begeisterung stützt sich auf konkrete Daten. Ein Mazda 2 mit 90 PS Benziner, saugender 1,5-Liter-Motor, schafft 0-100 in 9,7 Sekunden, erreicht 183 km/h und ist mit 4,5 Litern im Mixverbrauch homologiert. Die Version mit 115 PS kommt auf 8,7 Sekunden, 200 km/h und 4,9 Liter. Alles ohne Turbo, ohne Hybridisierung und mit dem Atkinson-Zyklus als technologisches Aushängeschild. Manche behaupten, in dieser Leistungsklasse komme kein anderer Kompakter des Segments heran.
Was Mazda-Fahrer im Alltag denken
Die Erfahrungsberichte der Besitzer zeichnen das Bild einer Marke voller Kontraste. Ein 2008 zugelassener Mazda 2 mit 105 PS hat 170.000 Kilometer angesammelt – mit intensivem Stadtverkehr, überfälligen Inspektionen und Nächten im Freien in einem Dorf in den Pyrenäen. Der einzige Werkstattbesuch außerhalb der Wartung betraf eine Sicherung des Zigarettenanzünders. Ein anderer Mazda 3 mit 150 PS läuft im Leerstand so leise, dass man den Motor nicht hört, so sein Stammfahrer, und dreht die Drehzahl „wie ein Motorrad" hoch.
Das Design ist ein weiterer Punkt, an dem die Marke Lob erntet. Sie wird als die am stärksten europäisierte japanische Firma beschrieben, vor Toyota und Honda in puncto Attraktivität, und manche gehen weiter: Ein Mazda 6 sei einem BMW 3er bei der Verarbeitung klar überlegen, mit massiven Aluminiumteilen und Oberflächen, die wie Leder gepolstert sind. Die Behauptung ist diskutabel, aber sie kursiert ohne Scheu.
Das Problem ist nicht das Auto, sondern die Werkstatt
Hier beginnt der unangenehme Teil. Ein Besitzer eines CX-3 mit 120 PS Benziner berichtet von Vibrationen beim Gangwechsel. Die Antwort des Händlers war laut seiner Schilderung, dass das normal sei. Die Sache landete bei einem Sachverständigen, mit der Möglichkeit eines Gerichtsverfahrens. Ein anderer Fall, ein Mazda 6 von 2005, endete mit der Rückgabe des Fahrzeugs nach einem Monat in der Werkstatt, einer falschen Diagnose des Zweimassenschwungrades und einer Rechnung von 2.500 Euro für die Kupplung, die der Kunde nicht bezahlen wollte.
Das Muster, das sich in den kritischsten Berichten wiederholt, ist immer dasselbe: Jeder Garantiefall endet als Schuld des Fahrers. Die Partikelfilterleuchte leuchtet auf, weil man viel Stadt fährt. Die Scheiben verziehen sich, weil man stark bremst. Die Vorderreifen verschleißen ungleichmäßig wegen eines Bordsteins. Und das Öl muss natürlich das des Hauses sein. Der Kundendienst, zusammengefasst in einem Satz, der immer wieder fällt: grauenvoll.
Sind die Mazda-Motoren Eigenentwicklungen?
Ja, mit Nuancen, die man ordnen sollte. Die Benziner sind Eigenentwicklungen, obwohl sie früher mit Ford geteilt wurden. Die 2.0- und 2.2-Diesel stammen ebenfalls aus dem eigenen Haus. Die 1.4 und 1.6 dagegen sind die HDi-Motoren von Peugeot, Citroën und Ford. Die Verwirrung rührt von der langen Allianz mit Ford her, die später zerbrach, und von der Phase, in der manche Modelle aus Fords Werk in Valencia kamen. Die japanische Produktion verteilt sich auf Hiroshima und ein 2014 eröffnetes mexikanisches Werk, was die Theorie nährt, dass nicht alle Mazdas gleich sind, je nach Zielmarkt.
Der Tag, an dem Toyota anklopft
Das Gespräch driftet in die Zukunft. Toyota und Mazda schließen eine Allianz, und in der Diskussion setzt sich die Idee fest, dass die kleinere Marke als unabhängiger Hersteller gezählte Jahre hat. Die Zusammenfassung einer der meistzitierten Nachrichten: Genießt Mazda, bevor Toyota es schluckt; es ist eines der wenigen guten Dinge, die es derzeit gibt. Der Satz trifft die allgemeine Stimmung: Bewunderung für das Produkt, Misstrauen gegenüber allem, was es umgibt.
Eine Zahl bleibt, die verblüfft. Die Marke prahlt mit Saugmotoren, die Kleinstwagen-Verbräuche erreichen, und mit einem Atkinson-Zyklus, den die Konkurrenz erst spät kopierte. Und doch geht es in der längsten und häufigsten Diskussion nicht um Fahrleistungen: Es geht um Vibrationen, Partikelfilter und umstrittene Rechnungen. Das Auto überzeugt. Die Werkstatt nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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