María Patiño schockiert über Ablehnung von Gender-Sprache durch RAE

Die Königliche Spanische Akademie lehnt die systematische Verdopplung „todos y todas“ ab. Die Moderatorin gab Unwissenheit zu, was viral ging.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Real Academia Española (RAE) lehnt die systematische Verdopplung „todos y todas“ als unnötig und sprachökonomisch ungerechtfertigt ab. Die Moderatorin María Patiño erklärte im Fernsehen, sie habe dies bis dahin nicht gewusst.

Die Moderatorin **María Patiño** behauptete in einer Fernsehsendung, sie wisse nicht, dass die **Real Academia Española** (RAE) inklusive Sprache mit Verdopplungen wie „todos y todas“ ablehne. Der Clip verbreitete sich auf sozialen Medien und löste einen Kommentar des Schriftstellers **Juan Soto Ivars** aus, der feststellte, sie komme „fünfzehn Jahre zu spät“ zu einer Debatte, die vor fünf Jahren abgeschlossen wurde.

## Was die RAE zur Verdopplung sagt

Die RAE verbietet weder das Femininum noch inklusive Formulierungen in bestimmten Kontexten, lehnt aber die systematische Verdopplung „todos y todas“ als unnötig und gegen die Sprachökonomie verstoßend ab. Diese Haltung ist in Berichten und im *Diccionario panhispánico de dudas* dokumentiert und seit Jahren unverändert.

Die öffentliche Debatte erreichte ihren Höhepunkt in Spanien um 2018 und 2019, als Institutionen und Parteien Leitfäden für inklusive Sprache einführten. Seitdem hat die Akademie bekräftigt, dass das generische Maskulinum im Spanischen für gemischte Gruppen weiterhin gültig bleibt.

## Eine verspätete Debatte

Soto Ivars Reaktion deutet darauf hin, dass die Diskussion über inklusive Sprache nicht mehr im Zentrum der öffentlichen Debatte steht wie vor fünf Jahren. Die Moderatorin räumte ein, die akademische Position zuvor nicht gekannt zu haben, was die Anekdote zu einem Beispiel dafür macht, wie bestimmte Themen außerhalb der Kreise zirkulieren, in denen sie diskutiert wurden.

Der Vorfall spiegelt auch die Kluft zwischen akademischem Konsens und medialer Konversation wider. Während die RAE ihre Kriterien seit Jahren beibehält, entdeckt ein Teil des Publikums diese Haltung nun über das Fernsehen.

## Warum die akademische Position wichtig ist

Die RAE hat keine Befugnis, Nutzungsweisen vorzuschreiben, aber ihre Kriterien orientieren Medien, Verlage und Behörden. Ihre Ablehnung der Verdopplung hindert viele Unternehmen und öffentliche Stellen nicht daran, sie in der internen Kommunikation zu verwenden.

Diese Divergenz zwischen akademischer Norm und institutioneller Praxis erklärt, warum das Thema weiterhin Reibungen erzeugt. Die TV-Anekdote ändert nichts an den Kriterien der Akademie, zeigt aber, dass das Thema in der öffentlichen Debatte nicht abgeschlossen ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).

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