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Málaga ohne Kellner: Niedrige Löhne, explodierende Mieten
Kellner in Málaga, Spanien, verdienen rund 1.500 € im Monat, während die Mieten explodieren. Die Arbeitnehmer fordern 3.000–5.000 €. Das Ende der billigen Arbeitskraft an der Costa del…
Málaga ohne Kellner: Der Lohn reicht nicht einmal für die Miete
Das Paradox der Costa del Sol: Jeden Sommer wiederholt sich dieselbe Geschichte, doch in diesem Jahr geht die Rechnung nicht mehr auf. Die Gastronomen in Málaga klagen, weil sie kein Personal finden, während die Wohnungspreise in der Region auf absurde Niveaus geschnellt sind. Ein Kellner, der in der Hochsaison 1.500 Euro brutto im Monat verdient, sieht sich mit Mieten von über 1.000 Euro für ein einzelnes Zimmer konfrontiert. Das Ergebnis: Niemand reist an, um mit Verlust zu arbeiten.
Die Kluft zwischen Lohn und Lebenshaltungskosten
Die Zahlen, die die Arbeitnehmer selbst nennen, sind vernichtend. 1.500 Euro im Monat im Sommer anzubieten – wenn die Spitzenzeit Marathonschichten verlangt – reicht nicht mehr aus, um jemanden anzulocken, weder Einheimische noch zugewanderte Arbeitskräfte. Als Mindestschwelle, damit sich der Job lohnt, sind 3.000 bis 5.000 Euro netto im Monat im Gespräch, Anreise und Unterkunft eingerechnet. "Zahlt 3.000–5.000 € im Monat, und dann sehen wir ja, ob Arbeitskräfte auftauchen", lautet das Argument der Beschäftigten. Die Lücke zwischen dem, was geboten wird, und dem, was nötig wäre, ist so groß, dass der Arbeitsmarkt der Gastronomie ausgetrocknet ist.
Das Ende der billigen Arbeitskraft
Der Gastronomieverband hat jahrzehntelang von einem Modell gelebt, das auf niedrigen Löhnen und prekären Bedingungen basierte. Doch etwas hat sich geändert. Die Arbeitnehmer sind nicht mehr bereit, alles hinzunehmen. Die Marktlogik funktioniert in beide Richtungen: Bietet der Betrieb keine attraktiven Bedingungen, gibt es keinen Deal. "Keine Einigung, keine Kneipe", fasst eine immer wiederkehrende Analyse zusammen. Dazu hat die Mietblase an der Costa del Sol ihr Übriges getan: Ein Zimmer für unter 800 Euro zu finden ist praktisch unmöglich, und viele Wohnungen sind an Ferientouristen vermietet, was das Angebot für Einheimische noch weiter schrumpfen lässt.
Dazu kommt die Versuchung, den Sozialleistungen die Schuld zu geben – ein alter Klassiker. Doch das Argument zerfällt von selbst: Bei den heutigen Preisen würde selbst ein Arbeitnehmer, der Leistungen bezieht, zweimal überlegen, bevor er eine Stelle antritt, die kaum zum Überleben reicht. Die Rechnung ist einfach: Übersteigen die Lebenshaltungskosten das Einkommen, lohnt sich die Arbeit nicht.
Und jetzt?
Während die Unternehmer darauf beharren, dass "sich niemand mehr anstellen lässt", und die Arbeitnehmer Löhne fordern, die den realen Kosten der Region entsprechen, stößt die Branche an eine unbequeme Realität: Die billige Arbeitskraft ist vorbei. Manche reduzieren die Öffnungszeiten, andere erhöhen die Preise, und einige schließen einfach. Die Frage, die in der Luft hängt, ist, ob der Arbeitgeberverband von Málaga bereit ist, seine Kalkulation anzupassen oder lieber weiter auf ein Wunder wartet, das nicht kommen wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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