MAGA-Influencer Joey Mannarino verspottet spanische Politiker – und geht viral

Joey Mannarino, ein MAGA-Contentcreator mit über 600.000 Followern, verspottet Iglesias, Montero, Díaz und andere spanische Politiker auf X und löst damit…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

MAGA-Influencer Joey Mannarino verspottet spanische Politiker – und geht viral
Joey Mannarino macht spanische Politiker zum globalen Meme

Ein US-amerikanischer Contentcreator mit Hunderttausenden Trinc, Joey Mannarino, hat auf X einen Sturm entfesselt, indem er in einer Reihe von Threads die wichtigsten spanischen Politiker einen nach dem anderen durchgeht. Das Format ist immer dasselbe: ein Foto, ein Spitzname und eine Kette von Anschuldigungen und Spott. Pablo Iglesias, Irene Montero, Echenique, Yolanda Díaz, Errejón, Monedero, Óscar Puente und sogar Alberto Núñez Feijóo und José Luis Ábalos sind bereits durch seinen persönlichen Fleischwolf gegangen. Das Label „viral" ist keine Übertreibung: Die Tweets haben Tausende Interaktionen gesammelt, und das Echo ist in beide Richtungen über den Atlantik geschwappt.

Der Mann ist im MAGA-Umfeld kein Neuling. Mannarino, Moderator von The Joey Mannarino Show, definiert sich über seine Unterstützung für Donald Trump und über eine aggressive Rhetorik gegen Einwanderung und pogre Politik. In Spanien hat er nun eine Goldader gefunden. Seine Beiträge mischen reale Fakten mit Übertreibungen und persönlichen Herabwürdigungen und haben unterschiedlichste Reaktionen ausgelöst: vom Gelächter derer, die in der spanischen politischen Groteske ein unerschöpfliches komisches Material sehen, bis zur Empörung derer, die darin eine ausländische Einmischung sehen.

Von Iglesias bis Feijóo: der Katalog der Verhöhnung

Der erste Thread, der Pablo Iglesias gewidmet ist, stellt ihn als „El Chepas" (sinngemäß: „Der Drübertrampler") vor und unterstellt ihm Aussagen über die Scharia und die Enteignung von X. Weiter geht es mit Irene Montero, die er „die Mercadona-Kassiererin" nennt und beschuldigt, verurteilte Vergewaltiger freigelassen zu haben. Das Repertoire umfasst Spitznamen wie „der kommunistische Roomba" für Echenique, „die Tukanin" für Yolanda Díaz oder „der Orang-Utan" für Óscar Puente. Die meisten dieser Etiketten sind nicht seine Erfindung: Sie kursieren seit Jahren in spanischen Foren und sozialen Netzwerken, und Mannarino recycelt sie lediglich für sein Publikum.

Der Ton ist derber Spott ohne Nuancen. Er behauptet, Iglesias habe „mit seinen Studentinnen geschlafen", und Montero sei dank ihrer sens Fähigkeiten aufgestiegen – Behauptungen, die durch kein bekanntes Urteil und keine Untersuchung gestützt werden. Er beschuldigt Echenique außerdem, seine Pflegekraft schwarz beschäftigt zu haben, und Óscar Puente, Zugunglücke mit 45 Toten verursacht zu haben. Das sind Anschuldigungen ohne jeden Beweis, die im besten Fall auf Gerüchten oder interessierten Deutungen realer Ereignisse beruhen.

Die Reaktion in Spanien: zwischen Lachen und Misstrauen

Die spanische Community auf X ist gespalten. Die einen freuen sich, dass jemand die Drecksäule der politischen Klasse ins Rampenlicht rückt, die anderen sehen in Mannarino ein Instrument ausländischer Propaganda. „Spanische Politiker sind verachtenswerter Abschaum, wer sie beleidigt, hat meinen Dank", schreibt ein Kommentator. Ein anderer antwortet: „Ihr klatscht, wenn ein feindliches Land spanische Politiker beleidigt, auch wenn ihr mit deren Ideen nicht übereinstimmt."

Die Debatte hat sich auch auf die Rolle der USA und die Heuchelei derer verlagert, die Einmischung kritisieren und gleichzeitig andere Eingriffe ignorieren. Mehrere Beiträge erinnern daran, dass Trumps Sohn einmal gesagt hat, Marokko solle spanisches Gebiet zurückerobern, oder dass Trump selbst die Sahara eher als marokkanisch anerkannte als Sánchez. Die implizite Schlussfolgerung: Außenpolitik folgt keinem Kohärenzprinzip.

Der Streisand-Effekt der Zensur

Einer der meistdiskutierten Aspekte ist der Versuch, X in Spanien zu regulieren. Yolanda Díaz hat die Notwendigkeit verteidigt, Desinformation im Netz zu kontrollieren, und Mannarino nutzt das als Beweis für seine These: „Sie will X zensieren wie eine gute kommunistische Tyrannin." Das Ergebnis, so manche, ist der klassische Streisand-Effekt: Je mehr über Zensur geredet wird, desto weiter verbreiten sich die Botschaften, die zum Schweigen gebracht werden sollen.

Die Ironie: Mannarino selbst ist zum Lautsprecher der Spitznamen und Anschuldigungen geworden, die in Spanien bereits kursierten. Sein Verdienst – oder sein Unverdienst – ist es, sie für ein US-Publikum aufbereitet zu haben, das diese Politiker überwiegend nicht kannte. Jetzt verbinden Tausende Menschen in den USA Pablo Iglesias mit „El Chepas" und Echenique mit einem Saugroboter.

Die beunruhigende Zahl

Während die spanische politische Klasse über Zensur auf X debattiert, hat es ein ausländischer Influencer mit mehr als 600.000 Trinc geschafft, ihre Namen in einem Land zum Trendthema zu machen, das nicht seines ist. Die Frage ist nicht, ob Mannarino recht hat, sondern warum seine Botschaften so viel Anklang finden. Vielleicht, wie ein anderer Kommentar anmerkt, weil „die Wahrheit den Ausbeutern wehtut".

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (44 Antworten).

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